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Vergiss die 52-Wochen-Challenge! So wirst du mit einem ETF wohlhabend

Foto: Getty Images

Zu Jahresbeginn hast du vielleicht von der 52-Wochen-Challenge gehört. Bei dieser spart man jede Woche den Betrag, der der aktuellen Kalenderwoche entspricht. Das bedeutet, dass man in der ersten Woche einen Euro spart und in der 52. Kalenderwoche dann 52 Euro zur Seite legt. Da man bevorzugt ein Glas oder eine Spardose für die Challenge verwenden soll, hat sich am Ende der Challenge ein Betrag von 1.378 Euro in Kleingeld angesammelt.

Am Jahresende habe ich ein Glas mit bestenfalls 1378 Euro in bar. Dafür muss ich jede Woche schon einmal daran denken, das Geld wirklich in die Spardose zu werfen. Das setzt voraus, dass ich den Betrag passend habe und mir meine Herausforderung noch bewusst ist. Außerdem muss ich noch motiviert sein. Bei dem Spaß, den die meisten Menschen mit dem Thema Geldanlage haben, in meinen Augen nicht sooo realistisch. So, jetzt denken wir trotzdem einen Schritt weiter. Gehen wir davon aus, dass ich alles brav gemacht habe und das Bargeld im Glas ist. Bringe ich das Geld tatsächlich zur Bank? Oder gebe ich das Geld nicht eher im nächstbesten Geschäft aus? Der Titel Spar-Challenge ist in dem Fall wohl eher irreführend. Realistischer ist wohl eher Programm-um größere-Konsumwünsche-ohne-Privatdarlehen-zu-finanzieren.

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Lösung, die 10-Jahres-Challenge!

So, jetzt machen wir daraus mal eine Challenge, die dir auch etwas bringt. Dafür brauchst du ein Depot, bei dem du kostenlos monatlich einen Sparplan besparen kannst. Das gibt es und du findest dieses mit einer kürzeren Internetrecherche. Dann nehmen wir den durchschnittlichen monatlichen Sparbetrag der 52-Wochen-Challenge. Das sind immerhin 114,83 Euro. Damit besparen wir jetzt monatlich einen ETF wie den iShares Core MSCI World UCITS ETF (WKN: A0RPWH).

Damit investieren wir breit gestreut in die größten Firmen der Welt. Die Schwergewichte sind Konzerne wie Apple (WKN: 865985) oder Microsoft (WKN: 870747). Das sind keine Unternehmen, die Gefahr laufen, dass es sie in zehn Jahren nicht mehr gibt. In den letzten zehn Jahren konnte der ETF eine jährliche durchschnittliche Rendite von 10,2 % (Stand: 30.12.2020) erzielen.

Mit dem Sparplan haben wir den Vorgang automatisiert. Damit kann das Sparen nicht mehr vergessen werden und irgendwann gewöhnt man sich daran, dass das Geld monatlich nicht mehr zur Verfügung steht. Im besten Fall vergisst man das Depot für den Zeitraum komplett. Der Aktiensparplan bietet Schutz vor Inflation, also dem Effekt, dass alles teurer wird und die Kaufkraft damit verloren geht. Die Unternehmen im ETF verfügen über Marktstellungen, durch die sie Preiserhöhungen weitergeben können. Durch den Sparplan profitiert man zudem vom Cost-Average Effekt. Daher profitiert man von Preisschwankungen bei den Aktien. Sind diese günstig, werden einfach mehr Papiere gekauft. Sind sie teuer, werden weniger Papiere gekauft.

Wo könnte man am Ende stehen?

Sollte sich der ETF so stark wie in den letzten zehn Jahren entwickeln, könnte man aus eingezahlten 13.800 Euro ganze 23.225 Euro machen. Natürlich ist diese Entwicklung mit Unsicherheiten verbunden. Allerdings verzichten viele Deutsche bislang komplett auf Aktien und beschäftigen sich lieber mit Themen wie der 52-Wochen-Challenge. Mit diesem Ansatz wird man allerdings niemals reich oder auch nur wohlhabend werden. Aktien sind ein wichtiger Bestandteil jeder Geldanlage und die 10-Jahres-Challenge kann dir dabei helfen.

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Florian Hainzl besitzt keine der erwähnten Wertpapiere. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Microsoft.

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