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Roche: Gesund mit breitem Burggraben in 2021 starten?

Illumina Novartis DNA RNA Pharmaforschung
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Die interessante Analysemethode von Morningstar habe ich kürzlich in einem Artikel über den VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat ETF (WKN: AMP6EP) vorgestellt. In der Manier von Warren Buffett sucht das Analystenhaus nach Burggräben, die Konkurrenz von einem Konzern abhalten. Der ETF enthält nur Unternehmen mit signifikanten Vorteilen. Diese halten laut Morningstar die nächsten 20 Jahre.

Heute möchte ich die Roche-Aktie (WKN: 855167) vorstellen. Innerhalb eines Jahres hat die Aktie mit 1,5 % (Stand: 30.12.2020) leicht verloren. Laut Morningstar wird das Unternehmen Ende Dezember mit einem Abschlag von 27 % unterbewertet. Ich denke, das ist ein guter Grund, sich den Pharmahersteller mit Hauptsitz in der Schweiz einmal genauer anzuschauen. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Tätigkeitsbereiche des Unternehmens.

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Was macht das Unternehmen, Entwicklung und Kennzahlen

Roche ist laut eigener Aussage das weltweit größte Biotechnologieunternehmen mit derzeit 17 Biopharmazeutika auf dem Markt. Dabei ist man vor allem in der Onkologie tätig und bietet Medikamente für Brust-, Haut-, Dickdarm-, Eierstock-, Lungenkrebs und zahlreiche andere Krebsarten. Mit Medikamenten wie Ocrevus gegen Multiple Sklerose mit erwarteten Umsätzen von 9 Mrd. US-Dollar und dem Hämophilie-Medikament Hemlibra mit Spitzenumsätzen von 6 Mrd. US-Dollar expandiert man in weitere Indikationen. Daneben ist man in der In-vitro-Diagnostik führend. Damit können aus dem menschlichen Körper stammende Proben im Labor untersucht werden.

Dadurch ist der berichtete Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres trotz der guten Positionierung für Corona leicht zurückgegangen. Organisch hat der Erlös allerdings 7,2 % zugelegt. Die Treiber für das Wachstum sind vor allem Märkte in Asien und Lateinamerika. Dagegen geht es in den Kernmärkten in Nordamerika und Europa nicht so dynamisch zu. Das berichtete operative Ergebnis hat sogar noch stärker zugelegt, weil Roche in 2019 durch Einmalkosten für ein Effizienzprogramm belastet wurde. Organisch konnte der Gewinn um knapp 3 % gesteigert werden.

Das Unternehmen verfügt über eine kleine Nettoliquidität. Das Potenzial für Übernahmen ist somit vorhanden. Die operative Marge von Roche liegt bei über 36 % und steigt seit mehreren Jahren leicht an. Der Konzern ist damit äußerst profitabel. Mit einer Free-Cashflow-Rendite von über 6 % ist das Unternehmen auf den ersten Blick eher günstig bewertet.

Burggraben von Roche und Einschätzungen

Für die Analysten von Morningstar spricht bei Roche, trotz starker Konkurrenz für die aktuellen Blockbuster, vieles für einen breiten Burggraben. Durch die starke Konzentration mit 80 % der Pharmaumsätze auf Biologika ist die Herstellung von Biosimilars mit erheblichen Kosten für Herstellung, klinische Studien und Marketing verbunden. Außerdem profitiert man von der Verbindung mit der branchenführenden Diagnostik. Dadurch ist man in der Lage, produktiver zu forschen und personalisierte Medizinangebote zu ermöglichen.

Gefährlich könnte es werden, wenn die Biosimilars für die Blockbuster von Roche schneller als erwartet zugelassen und akzeptiert werden. Durch individuell angepasste Medikamente sollte sich Roche immer stärker diesem Risiko entziehen können. Wie zuletzt in dem Artikel über Bayer (WKN: BAY001) angekündigt, spiele ich mit dem Gedanken, das Papier auszutauschen. Hier kommt mit Roche nun noch eine weitere Alternative zu Biogen (WKN: 789617) hinzu. Das Diagnostik-Segment von Roche offeriert dabei definitiv noch mal einen deutlichen Mehrwert. Dafür ist die Aktie von Biogen nochmal deutlicher unterbewertet. Zudem bietet Biogen mit der Zulassung des Medikaments gegen Alzheimer einen massiven Hebel.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Bayer. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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