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VARTA-Aktie: Das muss passieren, damit die Aktie 2021 wieder glänzen kann

Foto: Getty Images

Die VARTA (WKN: A0TGJ5)-Aktie hat nach der Kursexplosion 2019 erst mal einen Gang runtergeschaltet und sich in diesem Jahr seitwärts bewegt. Zwar gab es im Sommer noch ein neues Allzeithoch, aber von den Kursen vom Jahresanfang konnte sich die Aktie nie weit entfernen. Dabei laufen die Geschäfte hervorragend. Im kommenden Jahr könnte die VARTA-Aktie nach der Verschnaufpause also wieder zum Sprint starten, oder?

VARTA sprengt alle Erwartungen

Tatsächlich brummt das Geschäft bei VARTA. In den ersten neun Monaten ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 159 % gestiegen. Ganze 630 Mio. Euro wurden in der Zeit erwirtschaftet.

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Ähnlich gut hat sich der Gewinn entwickelt. Das Betriebsergebnis ist um 136 % auf 78,3 Mio. Euro gestiegen und hat damit alle Erwartungen hinter sich gelassen. Daher wurde die Prognose für das Gesamtjahr noch einmal angehoben. Dabei war die bisherige Prognose erst wenige Monate alt.

Laut der neuen Prognose wird VARTA im Gesamtjahr einen Umsatz von bis zu 860 Mio. Euro erreichen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll auf bis zu 235 Mio. Euro steigen. Da das EBITDA aber eine Kennzahl ist, die unbequeme Kosten ausklammert, ist nicht ganz klar, in welcher Größenordnung der Gewinn wirklich liegen wird.

Auf das EBITDA sollte man sich auf jeden Fall nicht verlassen, wenn man versucht, ein Unternehmen zu bewerten. Denn das Unternehmen hat große Freiheiten damit, alle erdenklichen „Sondereffekte“ aus den Kosten herauszurechnen. Zudem werden, wie der Name schon sagt, die Kosten für Zinsen und Abschreibungen nicht berücksichtigt, die aber aus meiner Sicht relevante Kosten darstellen.

Der Blick auf die letzten Quartalszahlen kann aber weiterhelfen. Der Gewinn nach Steuern lag nach neun Monaten bei 78,3 Mio. Euro und damit etwa halb so hoch wie das EBITDA. Die Prognose deutet also an, dass das letzte Quartal mit sehr starken Zahlen glänzen wird. Gehen wir davon aus, dass der Jahresgewinn etwa bei der Hälfte der 235 Mio. Euro liegen wird, kommen wir also auf etwa 117 Mio. Euro. Je Aktie wären das etwa 2,90 Euro.

Hohe Bewertung erweist sich als Hürde

Selbst wenn VARTA tatsächlich einen Gewinn in dieser Größenordnung erreichen sollte, dürfte es für die Aktie schwierig werden, dennoch kräftig zu steigen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) läge beim aktuellen Kurs von 110,90 Euro (Stand 21.12.2020) bei etwa 38. Und aufgrund des starken Wachstums hat in diesem Jahr eigentlich sogar sehr viel Geld das Unternehmen verlassen. Denn die Investitionen lagen deutlich höher als die Abschreibungen auf vergangene Investitionen.

Im kommenden Jahr wird sich das Wachstum zudem deutlich verlangsamen. Der Umsatz soll nach aktueller Prognose die Schwelle von 1 Mrd. Euro fast erreichen. Das deutet darauf hin, dass das Wachstum in der Größenordnung von 20 % liegen wird. Das ist immer noch ein ordentlicher Wert, aber kein Vergleich zu den Zahlen, die Aktionäre in diesem Jahr gewohnt waren.

Die massive Kursrally von 2019 ist der Unternehmensentwicklung deutlich vorausgeeilt und lastet weiter auf dem Kurs. Um einen weiteren Kursanstieg zu rechtfertigen, muss VARTA im kommenden Jahr weiter phänomenale Zahlen aus dem Hut zaubern. Die diversen Prognoseerhöhungen in diesem Jahr lassen aber bereits darauf schließen, dass der Markt weiter dynamisch wächst. Vielleicht stellt sich die Prognose ja aber auch als sehr konservativ heraus und ist in wenigen Monaten schon überholt.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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