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Bayer, MTU und SAP: Werden diese drei großen DAX-Verlierer 2021 durchstarten?

Foto: Getty Images

Bayer (WKN: BAY001), MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT) und SAP (WKN: 716460) sind drei der Schwergewichte im DAX. Aber die drei verbindet noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind in diesem Jahr am unteren Ende bei den größten Verlierern zu finden. Aber vielleicht sind sie ja nur übersehene Perlen mit jeder Menge Aufholpotenzial? Schauen wir uns zu jeder Aktie ein paar Kennzahlen an, um das herauszufinden.

Bayer: -33 %

Bayer-Aktionäre würden das aktuelle Jahr wahrscheinlich am liebsten vergessen. Und wenn man schon dabei ist … die Jahre davor besser auch. Um 33 % ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn eingebrochen. Aktuell kostet eine Aktie 49,13 Euro (Stand: 18.12.2020, relevant für alle Kurse).

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In diesem Jahr wurde der Gewinn durch die Beilegung eines Großteils der Glyphosat-Klagen belastet. Insgesamt kommt Bayer daher nach neun Monaten auf einen Verlust je Aktie von 11,00 Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Bayer mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 6,70 und 6,90 Euro je Aktie.

Da sich in diesen Sondereffekten aber nicht nur Kosten verstecken, die wirklich besonders sind, lag das Ergebnis ohne diese Sondereffekte in den vergangenen Jahren fast immer deutlich höher als der ausgewiesene Gewinn. Aufgrund der hohen Verschuldung von mehr als 28 Mrd. Euro und der Unberechenbarkeit der Ergebnisse ist Bayer aus meiner Sicht der Kandidat mit dem geringsten Potenzial von diesen drei Giganten. Denn ob noch weitere milliardenschwere Abschreibungen notwendig oder noch weitere lukrative Geschäftsbereiche verkauft werden, um die Verschuldung zu verringern, ist nicht absehbar.

MTU: -19 %

Der Kurs der MTU-Aktie wurde gleich zu Beginn des Lockdowns massiv belastet. Das ist natürlich auch kein Wunder, da der Konzern in der Luftfahrtbranche tätig ist und es zweifelhaft war, ob in einem Jahr ein Großteil der Kunden des Konzerns überhaupt noch existieren würde.

Wie sich herausgestellt hat, ist das Geschäft von MTU sehr krisenresistent. In den ersten drei Quartalen ist der Umsatz beispielsweise lediglich um 13 % gegenüber dem Vorjahreswert gefallen. Zwar ist der Gewinn um 44 % eingebrochen, aber das ist im Vergleich zu den Airlines oder den Flugzeugherstellern eine hervorragende Entwicklung.

Im Laufe des kommenden Jahres ist nach diesem extrem schwierigen Jahr damit zu rechnen, dass die Zahl der Linienflüge wieder deutlich steigen wird. Davon wird dann auch MTU profitieren. Denn je mehr Flugzeuge unterwegs sind, desto mehr Wartungsdienstleistungen kann MTU erbringen.

Im vergangenen Jahr hat MTU einen Gewinn je Aktie von 8,46 erwirtschaftet. Aktuell kostet eine Aktie 204,9 Euro, womit das KGV auf dieser Basis schon bei 24 liegt. Angesichts der Tatsache, dass 2019 ein hervorragendes Jahr für MTU und die Luftfahrtbranche war, ist das Kurspotenzial auch in diesem Fall wohl eher begrenzt.

SAP: -13 %

Zu guter Letzt findet sich am Ende des DAX auch noch die SAP-Aktie. SAP hat in diesem Jahr eine bemerkenswerte Entwicklung vom erhofften Krisenprofiteur zum Verlierer durchgemacht. Im Sommer hat die Aktie sogar ein neues Allzeithoch von mehr als 140 Euro erreicht. Im Oktober kam dann die Gewinnwarnung, die die Aktie an nur einem Tag um mehr als 20 % an Wert gekostet hat. Aktuell pendelt der Kurs nur noch um die Marke von 100 Euro.

Aber so schlimm sehen die Zahlen gar nicht aus. In den ersten neun Monaten ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 % gestiegen. Teilweise ist das schwache Wachstum aber durch die Umstellung auf Clouddienste begründet, weil der Umsatz dadurch auf mehrere Jahre verteilt wird. Die Cloudumsätze sind daher um 20 % gestiegen. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,74 Euro und damit schon höher als im gesamten vergangenen Geschäftsjahr. Für das Gesamtjahr könnte der Gewinn je Aktie damit also in der Nähe von 4 Euro liegen. Das KGV läge dann bei etwa 25.

Da die Geschäftsaussichten von SAP weiterhin sehr gut sind und der Konzern in den kommenden Jahren sicherlich sowohl Umsatz als auch Gewinn weiter steigern wird, hat die Aktie von den drei Kandidaten das mit Abstand größte Potenzial. Hier könnte schon ein guter Quartalsbericht reichen, um für einen deutlichen Kurssprung zu sorgen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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