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Vergiss AT&T: Ein Telekomunternehmen ist die bessere Dividendenaktie

Foto: Getty Images

AT&T (WKN: A0HL9Z) ist dank seiner relativen Stabilität, seiner Bekanntheit und der hohen Rendite eine beliebte Dividendenaktie. Das Unternehmen ist ein Dividendenaristokrat. Das bedeutet, dass die Dividende seit mindestens 25 aufeinanderfolgenden Jahren jährlich erhöht wurde. Die Rendite liegt derzeit bei 6,8 %.

Allerdings ist AT&T wegen zahlreicher Akquisitionen ein äußerst komplexes Unternehmen geworden. Die Erfolgsbilanz des Managements ist dabei bestenfalls durchwachsen. Die hohe Schuldenlast von AT&T ist besonders riskant. Im Gegensatz dazu bietet Lumen Technologies (WKN: 866405) eine höhere Rendite, obwohl das Unternehmen eine niedrigere Dividendenausschüttungsquote und ein einfacheres Geschäft hat. Das allerdings birgt weniger Risiken für Investoren. Damit ist Lumen eine attraktivere Dividendenaktie.

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Verwirrung bei AT&T

AT&T hat seit 2015 zwei große Übernahmen getätigt. Zunächst erwarb man 2015 den Satelliten-TV-Anbieter DIRECTV für einen Gesamtwert von rund 67 Milliarden USD. Drei Jahre darauf schloss AT&T die Übernahme von Time Warner für rund 104 Milliarden USD ab. Diese beiden Deals sorgten für die Schuldenlast von AT&T. Am Ende des letzten Quartals beliefen sich die Schulden von AT&T auf 158,9 Milliarden USD. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 163,1 Milliarden USD zu Beginn des Jahres 2020.

Im Nachhinein betrachtet war der DIRECTV-Deal ein massiver Fehler, auch wenn das Management von AT&T dies nie zugegeben hat. Der Deal wurde abgeschlossen, als Kabelfernsehen eine immer kleinere Rolle spielte. AT&T hat in den letzten Jahren die schlimmsten Abo-Verluste in der US-Pay-TV-Industrie erlitten.

Laut Wall Street Journal steht AT&T nun kurz davor, einen großen Anteil an DIRECTV (ohne das relativ kleine lateinamerikanische Satellitengeschäft) zu einer Bewertung von kaum mehr als 15 Milliarden USD zu verkaufen. AT&T will DIRECTV einfach nur noch loswerden.

Die Übernahme von Time Warner scheint nur wenig erfolgreicher zu sein. AT&T-CEO John Stankey und der neue WarnerMedia-Chef Jason Kilar haben das Geschäftsmodell des Medienunternehmens umgekrempelt und alle Ressourcen auf den Aufbau von HBO MAX als Netflix-Konkurrenten konzentriert. Das schadet der Profitabilität auf kurze Sicht. Leider hat HBO MAX aufgrund des verwirrenden Brandings als eine von vielen HBO-Varianten einen holprigen Start hingelegt. Nach mehr als sechs Monaten hat es gerade einmal 12,6 Millionen Abonnenten. Das ist ein Bruchteil der HBO-Abonnentenzahl, obwohl HBO MAX ein kostenloses Upgrade darstellt. Im Gegensatz dazu ging Walt Disneys Disney+ im November 2019 an den Start und hat bereits 86,8 Millionen Abonnenten weltweit.

AT&T wird stark in HBO MAX investieren müssen, um angemessen zu wachsen. WEs muss wachsen, um die rückläufigen Teile des AT&T-Geschäfts auszugleichen. Sonst könnte der freie Cashflow von wohl 26 Milliarden USD in den Jahren 2020 und 2021 sinken. Das wiederum könnte die Dividende gefährden. Die Ausschüttungsquote von AT&T liegt im Bereich von 57 bis 58 % (als Prozentsatz des freien Cashflows).

Es gibt eine bessere Alternative

Im Gegensatz dazu zahlt Lumen Technologies – früher bekannt als CenturyLink – eine vierteljährliche Dividende von 0,25 USD pro Aktie. Das ergibt eine Rendite von 10 %, was AT&T leicht übertrifft. Darüber hinaus erwirtschaftet Lumen in der Regel mindestens 3 Milliarden USD an freiem Cashflow pro Jahr, sodass die 1,1 Milliarden USD, die das Unternehmen an Dividenden ausschüttet, eine Ausschüttungsquote von deutlich unter 40 % darstellen. Die Kombination aus höherer Rendite und niedrigerer Ausschüttungsquote macht die Aktie auf Anhieb zu einem interessanten Dividendenwert.

Fairerweise muss man sagen, dass die Schuldenlast von Lumen im Verhältnis zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) höher ist als die von AT&T. Dank seiner niedrigen Dividendenausschüttungsquote konnte das Unternehmen seine Verschuldung jedoch schnell abbauen. Es beendete das letzte Quartal mit einer Verschuldung von 32,6 Milliarden USD, verglichen mit 36,1 Milliarden USD zu Beginn des Jahres 2019.

Durch den Schuldenabbau und die Refinanzierungsbemühungen von Lumen wird der Zinsaufwand in diesem Jahr auf 1,7 Milliarden USD sinken. Im Jahr 2018 waren es noch 2,2 Milliarden USD. Der jährliche Zinsaufwand wird wahrscheinlich weiter sinken und bis 2023 zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden USD liegen. Dies wird es Lumen möglicherweise ermöglichen, in ein paar Jahren mit der Erhöhung der Dividende zu beginnen.

Es gibt einen klaren Gewinner

Das Mobilfunkgeschäft von AT&T und der Glasfaser-Breitbanddienst sind stabile Gewinnbringer, die die hohe Dividende stützen. Allerdings ist AT&T auch stark in rückläufigen Branchen wie Pay TV engagiert. Die planlose Reaktion auf die Veränderungen der Branche ist wenig vertrauenerweckend. Man kann nicht davon ausgehen, dass das Unternehmen die Rentabilität seiner Unterhaltungsgeschäfte aufrechterhalten (geschweige denn steigern) kann.

Lumen ist ebenfalls in schrumpfenden Märkten wie etwa DSL-Internet vertreten. Anstatt jedoch Ressourcen in die Wiederbelebung angeschlagener Geschäftsbereiche zu stecken, konzentriert sich das Management auf die Nutzung seines umfangreichen Glasfasernetzes. So will man von der wachsenden Nachfrage nach Internetverbindungen mit niedriger Latenz profitieren.

Dank einer höheren Dividendenrendite, einer besseren Dividendenabdeckung und einem geringeren operativen Risiko im Geschäft ist Lumen Technologies eine weitaus attraktivere Dividendenaktie als AT&T.

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The Motley besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney. Adam Levine-Weinberg besitzt Aktien von Lumen Technologies. Dieser Artikel erschien am 12.12.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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