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Tagesschau-Ikone: Darum ist Jan Hofer nicht reich geworden

Foto: Getty Images

Wir haben uns daran gewöhnt, dass aus dem Fernsehen bekannte Gesichter wie die Talkshow-Gastgeberin Anne Will, der Schauspieler Daniel Brühl oder Pop-Titan Dieter Bohlen zu den Großverdienern gehören. Auf CNN haben fast alle News-Anchors Millionenverträge in der Tasche. Bei der Tagesschau hingegen seien die Gehälter bescheiden. Da würde man nicht reich, sagt Jan Hofer.

So hätte Jan Hofer trotzdem reich werden können.

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Die Ausgangslage

Jan Hofer hat eine lange Karriere im TV-Business hinter sich gebracht. Nachdem er beim Radio erste Erfahrungen sammelte, stieg er 1983 beim Saarländischen Rundfunk ein und kam schon 1985 zur Tagesschau. Nebenher war er in verschiedenen Unterhaltungssendungen zu sehen und 2004 wurde er Chefsprecher der Tagesschau. Während ZDF-Kollege Claus Kleber eine Art Showmaster gibt, zeichnete sich Hofer stets durch seine zurückhaltende, nüchterne Art mit dem Charme eines Verwaltungsangestellten aus.

Und so wurde er offenbar auch bezahlt. Das Grundgehalt sei durch eine gering bezahlte Planstelle abgedeckt, was für die Deckung der Lebenshaltungskosten „einfach nicht reiche“. Hinzu kommen variable Zahlungen, die je nach Sendungsformat variieren – in der Spitze gebe es 260 Euro. Neben der Hauptausgabe um 20:00 Uhr moderierte er auch regelmäßig die kleineren Sendungen tagsüber. Bei einem 6-Stunden-Einsatz am Samstag kommen da „lediglich“ 300 Euro zusammen.

Kann man damit reich werden?

Jan Hofer sagt, dass man damit nicht reich werden könne. Und um es ganz klar zu sagen, er beschwert sich auch nicht. Er habe dennoch gut davon leben können. Eine solide Rente dürfte ihm auch sicher sein. Allerdings denke ich, dass er heute durchaus sehr wohlhabend sein könnte.

Lass uns dafür ein paar Rechnungen anstellen. Bevor er Chefsprecher wurde, war er bereits gut 20 Jahre im Einsatz. In dieser Zeit steckte er wahrscheinlich einen Großteil seines Einkommens in Haushalt und Familie. Dennoch hatte er bestimmt die Möglichkeit, nicht nur eine Immobilie abzubezahlen, sondern auch einen ersten Grundstock für ein späteres Vermögen anzusparen. Bei 250 Monaten und einer Sparrate von 200 Euro hätte er 50.000 Euro auf die Seite legen können.

Bei 6 % Rendite im Schnitt – das gab es zwischenzeitlich sogar für Bundesschatzbriefe – wären daraus bis 2004 97.000 Euro geworden. In jenem Jahr wurde er zum Chefsprecher befördert, was seine Fähigkeit zur Ausweitung der Sparrate sicherlich verbesserte. Die ersten drei Kinder waren schon erwachsen und wir nehmen wie gesagt an, dass er zu diesem Zeitpunkt eine abbezahlte Immobilie besitzen sollte.

Auch wenn die Planstelle nur im Bereich eines einfachen Angestellten liegt, dürfte sie den Grundbedarf mehr als abdecken. Sämtliche variablen Gagen können daher entweder für Extras wie Reisen, Restaurantbesuche und Luxus ausgegeben – oder angelegt werden. Auch unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben denke ich, dass er problemlos 50 bis 100 Euro pro Arbeitstag auf die Seite hätte legen können. Wir wissen zwar nicht die Details seiner Verpflichtungen, aber nehmen wir 75 Euro an, bei 20 Einsatztagen im Monat. Das macht 1.500 Euro.

Mit einem Polster von rund 100.000 Euro auf dem Konto kann man auch das Risiko beim Investieren etwas hochfahren, um die Rendite zu steigern. Passenderweise waren die Börsen nach dem Platzen der Dotcom-Blase am Boden. Mit einer guten Mischung aus europäischen Dividendentiteln und internationalen Wachstumsaktien wäre ab 2004 eine Rendite von mindestens 8 % pro Jahr drin gewesen, wahrscheinlich sogar nach Steuern.

Was dabei für Jan Hofer herausgekommen wäre

Hätte er, nachdem er laut der vorhergehenden Rechnung gegen Ende 2004 erstmals 100.000 Euro auf dem Konto hatte, 16 Jahre lang 1.500 Euro pro Monat in ein ETF- oder Aktiendepot investiert und dabei nach Steuern 8 % erwirtschaftet, dann hätte er heute stolze 898.727 Euro auf dem Konto. Für den Millionärsclub würde es noch nicht reichen – dafür hätte er ab 2004 eine Sparrate von 2.000 Euro pro Monat oder eine Nachsteuerrendite von 9 % gebraucht.

Dennoch zeigt sich, dass man es auch mit einem unspektakulären Gehalt zu beachtlichem Wohlstand im Ruhestand bringen kann, wenn man mit etwas Disziplin und Durchhaltevermögen an die Sache herangeht. Jan Hofer hat es aber offenbar nicht darauf angelegt und lieber seine Mittel dazu eingesetzt, um „gut zu leben“. Das ist völlig legitim, macht aber eben nicht reich.

Ganz anders würde es bei einer eisernen Sparrate von 2.500 Euro und großem Anlegergeschick mit 16 % Rendite aussehen: Die daraus resultierenden 3 Mio. Euro hören sich für mich schon eher nach „reich“ an. Bei 5 % Dividende würde solch ein Depot 150.000 Euro Zusatzrente pro Jahr abwerfen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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