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Airbnb-Aktie mit furiosem Börsendebüt! Jetzt noch kaufen?

Foto: AirBnb

Steigende Kurse werden von den Unternehmen sehr gern für Börsengänge genutzt, weil für die Aktien nur dann der maximale Preis erzielbar ist und so die Einnahmen maximiert werden. Aus diesem Grund gibt es während oder kurz nach einem Crash selten Börsengänge.

Airbnb sammelt 3,5 Mrd. US-Dollar ein

Für Airbnb (WKN: A2QG35) war der Börsengang ein voller Erfolg. So konnten zu einem Ausgabepreis von 68 US-Dollar etwa 3,5 Mrd. US-Dollar bei den Anlegern eingesammelt werden. Sie waren so euphorisiert, dass der Kurs in der Spitze sogar um 142,6 % auf 165 US-Dollar in die Höhe schoss.

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Zwischenzeitlich betrug Airbnbs Marktkapitalisierung über 100 Mrd. US-Dollar. Mittlerweile ist die Euphorie etwas abgekühlt und die Aktie fiel heute auf 140 US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von 83,8 Mrd. US-Dollar (11.12.2020).

Etwas grotesk mutet der Börsengang trotz des Erfolgs dennoch an. Zwar sind viele Aktienindizes über die letzten Monate gestiegen, aber Airbnbs Geschäft ist währenddessen stark eingebrochen. Der Umsatz fiel in den ersten drei Quartalen 2020 von 3,7 auf 2,5 Mrd. US-Dollar. Zudem erhöhte sich der Verlust von -322,8 auf -696,9 Mio. US-Dollar.

Lukratives, aber umstrittenes Geschäftsmodell

Das in San Francisco (Kalifornien) ansässige Unternehmen betreibt eine Plattform zur Vermittlung privater Wohnungen. Eigentümer und Gäste werden so miteinander verbunden, wobei Airbnb 15 % der Einnahmen als Servicegebühr vereinnahmt. Das Unternehmen wurde 2007 unter dem Namen AirBed & Breakfast gegründet und 2010 in Airbnb umbenannt.

Das Geschäftsmodell ist vor allem für Wohnungseigentümer in Großstädten interessant, die mit einer Zimmervermittlung über Airbnb deutlich mehr Gewinn erzielen können als mit einer regulären Vermietung. Etwa zwei Drittel der beliebten Stadtgebiete werden mit steigender Tendenz heute schon für Airbnb freigehalten.

Dies verärgert zum einen die Hotelbranche und zum anderen die Stadtbevölkerung. Für sie wird der Wohnraum knapp, wodurch die Mieten für die verbleibenden Wohnungen steigen. Aus diesem Grund ist zukünftig mit einer eingreifenden Regulierung zu rechnen.

Lange Verlustserie und ein kleiner Lichtblick

Aktuell, wo nur noch wenige Menschen reisen, leidet Airbnb wie die Hotelbranche unter den fehlenden Gästen. Vielen Investoren ist vielleicht weniger bewusst, dass der Konzern die Einnahmen aus dem Börsengang für seine weitere Finanzierung dringend benötigt. Seit Jahresanfang 2020 liegt der operative Cashflow in Summe bei -687 Mio. US-Dollar.

Hinzu kommt, dass der Konzern trotz seiner mittlerweile langen Historie bisher noch kein Geld verdient hat. Ganz im Gegenteil: In den letzten Jahren stiegen die Verluste weiter an. Unternehmenslenker Brian Chesky hat die Konzernkosten seit Jahresanfang 2020 bereits um über 863 Mio. US-Dollar gesenkt. Dies wird dennoch nicht reichen, um in diesem Jahr einen enormen Verlust zu verhindern.

Es gibt aber auch einen Lichtblick: Im dritten Quartal 2020 gelang mit einem Gewinn von 219 Mio. US-Dollar der Turnaround. Derzeit buchen die Kunden vor allem in den ländlichen Regionen Wohnungen.

Lohnt die Aktie derzeit noch?

Investoren konzentrieren sich bei Airbnb hauptsächlich auf das starke Wachstum, das bis zur Coronavirus-Krise anhielt. Sie gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr (2021) mit weltweit zunehmenden Impfungen wieder zurückkehren wird. Aus diesem Grund waren sie bereit, für die Aktien einen hohen Preis zu zahlen.

Mit den hohen Umsätzen des vergangenen Jahres gerechnet, notiert die Airbnb-Aktie derzeit zu einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 17,3 (11.12.2020). Dennoch lässt sich aufgrund der fehlenden Börsenhistorie derzeit kein Urteil über die Bewertung fällen. Warren Buffett hat Zeit seines Lebens Börsengänge gemieden, weil die Aktien im Anschluss meist fallen. Folgen wir doch seinem Beispiel und warten auf eine Kurskorrektur.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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