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Darum bleibe ich den Aktien von TUI und ProSiebenSat.1 Media weiterhin fern!

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Die Aktien von TUI (WKN: TUAG00) und ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) mögen operativ wenige Überschneidungen haben. Eine ist jedoch, dass beide Anteilsscheine potenziell günstig aussehen. Das könnte die Basis für einen Turnaround sein, zumindest in der Theorie.

Trotzdem bleibe ich sowohl der Aktie von TUI als auch von ProSiebenSat.1 Media definitiv fern. Wieso? Nun, wem die Kurzform reicht: Unternehmensorientiert gefällt mir der Gesamtmix nicht. Wer es gerne etwas ausführlicher mag, der sollte vielleicht weiterlesen.

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TUI-Aktie: Problem Verschuldung

Eine Aktie, die es in Zeiten von COVID-19 nicht einfach hat, ist die von TUI. Durch die regionalen Reisebeschränkungen und den Ausbruch der Krankheit ist das Reisegeschäft in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Im Sommer gab es zunächst etwas Entspannung, jetzt im Herbst und Winter hat sich die Ausgangslage jedoch wieder verschlimmert.

Klingt zunächst nicht schlimm? Könnte man denken. Auch Warren Buffett kauft schließlich gerne günstige Aktien, die mit kurzzeitigen Problemen gekämpft haben. Die Aktie von TUI könnte man durchaus zu diesem Kreis dazuzählen. Immerhin ist der Reisemarkt nicht gänzlich kaputt und mittel- bis langfristig dürfte es eine Perspektive geben, in der TUI wieder mehr Reisebuchungen haben wird. Die Möglichkeit zum operativen Turnaround ist daher gegeben.

Was mir jedoch bei TUI nicht gefällt, ist die inzwischen hohe Verschuldung. In diesem Jahr hat das Management des Reiseunternehmens bis jetzt Kredite und sonstige Hilfen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro aufgenommen. Ein Wert, der sogar die eigene Marktkapitalisierung übersteigt. Zudem bleibt abzuwarten, wann sich der Markt normalisiert und welche Auswirkungen die Verschuldung auf die Rendite für Investoren haben wird.

TUI ist für mich daher inzwischen ein hoch verschuldetes Unternehmen, das auf absehbare Zeit damit beschäftigt sein dürfte, die eigenen Verbindlichkeiten abzuzahlen. Für Investoren sehe ich wenig Raum für echte Gewinnrenditen, deshalb bleibe ich der Aktie eher fern.

ProSiebenSat.1 Media: Defizitäres Geschäftsmodell

Bei ProSiebenSat.1 Media gefällt mir persönlich der unternehmensorientierte Gesamtmix ebenfalls nicht. Das hängt jedoch nur mittelbar mit COVID-19 zusammen. Auch hier hat es möglicherweise kurzzeitige Effekte im Werbemarkt gegeben. Auch dieser gilt schließlich als zyklisch.

Allerdings sehe ich ein anderes Problem: Für das Streaming ist weiterhin keine passende Antwort gefunden worden, auch wenn das Management des ehemaligen DAX-Unternehmens mit Joyn ein vom Grundsatz her adäquates Angebot kreiert hat. Der Blick auf die Zahlen liefert auch weiterhin einen ernüchternden Einblick in die operative Verfassung.

Innerhalb der ersten neun Monate sanken die Umsatzerlöse beispielsweise von 2,78 Euro im Vorjahr auf 2,55 Mrd. Euro in diesem Jahr. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt bei 328 Mio. Euro, nach 534 Mio. Euro im Vorjahr. Netto blieb ein Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro übrig, nach 0,99 Euro im Vorjahr.

ProSiebenSat.1 Media kämpft daher mit einem rückläufigen Geschäft, was in Zeiten von COVID-19 möglicherweise noch erschwert wird. Wobei die Unterhaltungsmöglichkeiten begrenzt sind, was ebenfalls zeigt, dass mehr und mehr Verbraucher sich den etablierten Streaming-Diensten widmen.

Kein Mix für mich!

Die Aktien von TUI und ProSiebenSat.1 Media mögen zwar vielleicht günstig sein. Unternehmensorientiert reizen mich die Gesamtpakete jedoch nicht. Bei TUI ist es die Verschuldung, bei ProSiebenSat.1 Media die Konkurrenz durch Streaming. Da halte ich lieber Ausschau nach anderen attraktiven Chancen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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