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Schnelligkeit könnte sich auszahlen: Die Aktien dieser zwei Coronaprofiteure gibt es gerade etwas günstiger!

Foto: Getty Images

Ich möchte behaupten, dass es ein Wort gibt, das wohl niemand mehr hören möchte. Genau, du denkst richtig. Es handelt sich natürlich um Corona. Denn schon seit Beginn des Jahres gibt es für uns alle so gut wie kein anderes Thema mehr. Und auch für alle Investoren ist dieses Jahr 2020 bestimmt nicht so verlaufen, wie sie gedacht haben. Denn wer hätte schon geahnt, dass sich nach dem schlimmen Absturz im März die Aktienkurse so schnell erholen würden.

Aber nicht nur das. Es gab etliche Firmen, die irgendwie sogar ihren Nutzen aus der Pandemie ziehen konnten und regelrecht als Coronaprofiteure bezeichnet werden können. Dementsprechend gut sahen in diesem Jahr auch deren Aktienkursverläufe aus. Investoren, die den Einstieg verpasst haben, konnten diese positive Entwicklung aber leider nur von der Seitenlinie aus betrachten. Für alle, die noch eine zweite Chance suchen, blicken wir heute kurz auf zwei dieser Profiteure, deren Aktien im Moment wieder etwas günstiger zu haben sind.

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Clorox

Die erste Firma, die man meines Erachtens getrost als Coronaprofiteur einstufen kann, ist das US-amerikanische Haushaltswaren- und Chemieunternehmen Clorox (WKN: 856678). Warum das so ist, wird deutlich, wenn man sich einmal das Portfolio des Konzerns aus Oakland (Kalifornien) anschaut. In diesem sind nämlich unter anderem auch Desinfektionsprodukte zu finden. Und mit diesen ist man in Zeiten von Corona natürlich mehr als bestens positioniert.

Dies spiegelt in diesem Jahr auch der Kursverlauf der Clorox-Aktie sehr eindrucksvoll wider. Seit Januar kletterte sie unaufhörlich nach oben, um am 04.08.2020 mit 237,74 US-Dollar nicht nur ihren diesjährigen Höchststand, sondern gleichzeitig auch ein neues Allzeithoch zu markieren. Doch während es an den Märkten weiter nach oben ging, legten die Papiere etwas den Rückwärtsgang ein. Auf einem Kursniveau von 203,09 US-Dollar (27.11.2020) notieren sie derzeit knapp 15 % unter ihrem Höchststand vom August.

Der rückläufige Kurs ging allerdings mit hervorragenden Zahlen einher. Für das abgelaufene Quartal konnte Clorox immerhin einen Umsatzanstieg von 27 % vermelden. Und beim verwässerten Ergebnis je Aktie (EPS) konnte man gegenüber dem Vorjahresquartal sogar eine signifikante Erhöhung um 103 % vorweisen. Man könnte fast meinen, die Investoren trauen dem Konzern hier keine Steigerung mehr zu und haben der Aktie deshalb etwas die kalte Schulter gezeigt.

Für interessierte Anleger könnte es meines Erachtens aber nach einem günstigen Einstiegszeitpunkt aussehen. Clorox macht einen kerngesunden Eindruck und der Konzern rechnet für das Gesamtjahr sowohl beim Umsatz als auch beim EPS mit einem Anstieg von mindestens 5 % gegenüber dem Vorjahr. Wer jetzt neugierig geworden ist, könnte sich mit der Clorox-Aktie also durchaus einmal etwas näher beschäftigen.

Kimberly-Clark

Ein weiteres Unternehmen, das man durchaus als Coronaprofiteur einstufen kann, ist der amerikanische Konzern Kimberly-Clark (WKN: 855178). Dieser wurde bereits 1872 als Papierhersteller gegründet. Doch hat er sich mittlerweile zu einem der führenden Hygieneartikelhersteller der Welt entwickelt. Den Verbrauchern in Deutschland dürften vor allem die Marken Kleenex, Camelia und Huggies ein Begriff sein.

Schaut man sich bei Kimberly-Clark einmal die Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2020 an, kann man auch hier zu der Überzeugung gelangen, dass die Coronapandemie dem Konzern eher genützt als geschadet hat. Beim Umsatz lässt sich hier eine leichte Steigerung von 3,1 % erkennen. Beim verwässerten Ergebnis je Aktie konnte der Konzern allerdings in diesem Zeitraum eine Verbesserung von fast 14 % erreichen.

Aber auch hier konnte die Aktie nicht wirklich profitieren. Nachdem die Papiere von Kimberly-Clark im August mit 158,84 US-Dollar (12.08.2020) einen neuen absoluten Höchststand erreicht hatten, ging es mit dem Kurs wieder etwas nach unten. Aktuell notieren sie mit 141,37 US-Dollar (27.11.2020) fast 11 % darunter. Auch hier könnten interessierte Investoren also im Moment etwas günstiger zugreifen.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Kimberly-Clark die Pandemie recht unbeschadet überstehen sollte. Vielleicht geht der Konzern sogar gestärkt aus ihr hervor. Denn so wie es aussieht, wird man wohl an den neuen Hygieneregeln noch etwas länger festhalten. Und aufgrund seiner Produktpalette dürfte das Unternehmen davon überproportional profitieren. Wer also noch einen Coronaprofiteur mit weiteren Wachstumschancen für sein Depot sucht, könnte mit der Kimberly-Clark-Aktie eventuell gerade fündig geworden sein.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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