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NEL-Aktie und Nordex feiern die neue grüne Zukunft. Sollten Anleger mitfeiern?

Bild: Nordex SE

Mit dem Machtwechsel in den USA kommt neuer Schwung in die Klimadebatte und die grüne Industrie frohlockt. Erneuerbare Energien und die Wasserstoffwirtschaft sind die beiden Schlüsselelemente einer schadstoffarmen und nachhaltigeren Welt. Sollen die Emissionsziele erreicht werden, dann sind dreistellige Milliardeninvestitionen über die nächsten Jahrzehnte erforderlich.

Die Spezialisten NEL (WKN: A0B733) und Nordex (WKN: A0D655) könnten davon erheblich profitieren. Doch bei welchem Unternehmen bekommen Aktionäre mehr Gegenwert? Einige Überlegungen sollten bei der Entscheidungsfindung helfen.

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Erneuerbare Energien und die Wasserstoffwirtschaft gehen Hand in Hand

Überschussstrom produzierende Windturbinen und Wasserelektrolysesysteme gehören zukünftig zusammen, wobei die Wachstumskurve bei der Elektrolyse zwar 20 Jahre hinterherhinkt, aber dafür nun stark an Fahrt aufnimmt.

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) erwartet, dass die installierte Kapazität der Windkraft sich bis 2030 verdreifachen wird gegenüber 2018 und sich von dort aus bis 2050 erneut verdreifachen wird. Das wären mehr als 1.000 Gigawatt (GW), die bis zum Ende des Jahrzehnts zu den aktuell gut 700 GW hinzukommen.

Bei der Elektrolyse strebt die Industrie für die EU bis 2030 eine Kapazität von 40 GW an, wobei beabsichtigt wird, weitere 40 GW in benachbarten Regionen wie Ukraine und Nordafrika zu installieren. Soweit Amerika, Asien und der Rest der Welt jeweils in ähnlichem Umfang investieren, könnten es im Laufe des Jahrzehnts 200 GW werden.

Das wäre rein von der nominalen Leistung her knapp ein Drittel der neuen Windturbinen, was sich für mich vernünftig anhört.

Wie NEL und Nordex in diesem Szenario positioniert sind

Nordex behauptet einen Weltmarktanteil im Bereich von 5 % und war zuletzt recht erfolgreich bei der Projektakquise. CEO José Luis Blanco kündigte den weiteren Ausbau der Kapazitäten an, die aktuell bei 6 GW pro Jahr liegen. Das passt in etwa zur obigen Prognose, denn 5 % von 1.000 GW ergeben 50 GW bzw. 5 GW pro Jahr. 6 GW pro Jahr im Schnitt halte ich für realistisch bis 2030.

NEL wiederum gilt für viele als Weltmarktführer, doch es gibt etwa zehn Wettbewerber mit ähnlich ambitionierten Expansionsplänen, wie etwa Hydrogenics oder ITM Power (WKN: A0B57L), die ebenfalls bereits an Großprojekten beteiligt sind.

Zudem ist damit zu rechnen, dass weitere Akteure sich aus dem Labor heraus auf den Markt wagen oder sogar alternative Technologien – etwa solare Wasserspaltung oder auf Algenbasis – zur Marktreife führen. Unter diesen Bedingungen sehe ich den Weltmarktanteil in einigen Jahren bei rund 10 %. Von 200 GW würden dann 20 GW auf NEL entfallen bis 2030.

Was das für den Umsatz von NEL und Nordex bedeutet

Doch was bedeutet das für die zukünftigen Umsätze? Nordex hat über die letzten drei Quartale 3,8 GW installiert und dabei einen Projektumsatz von 2,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das ergibt einen Preis von etwa 750 Mio. Euro pro GW. 6 GW entsprechen folglich 4,5 Mrd. Euro. Unter Abwägung von Wachstum und Preissenkungen würde ich für das Jahr 2030 mit 5 Mrd. Euro Projektumsatz rechnen.

NEL wiederum hat kürzlich fünf seiner Topsysteme an Nikola Corp. (WKN: A2JQN0) für 30 Mio. US-Dollar verkauft. Die maximale Leistungsaufnahme je System beträgt etwa 17 Megawatt, womit sich umgerechnet ein Preis von 420 Mio. Euro pro GW ergibt. Das passt in etwa zu den Angaben einer umfassenden aktuellen Studie des International Council on Clean Transportation, die einen umgerechneten Wert von mindestens 480 Mio. Euro nennt.

Wenn NEL diesen Preis halten könnte und 2 GW pro Jahr absetzt, dann führt dies zu einem durchschnittlichen Umsatz von 840 Mio. Euro. Nehmen wir allerdings an, dass aufgrund des Wachstums auf das Jahr 2030 eher 5 GW entfallen, dann komme ich, bei einer erwarteten Preissenkung von 20 %, auf Einnahmen im Bereich von 1,7 Mrd. Euro.

Eine Einschätzung der aktuellen Bewertung von Nordex und NEL-Aktie

Was die Nettomarge angeht, denke ich, dass beide einen Wert im Bereich von 5 bis 10 % erzielen können. Mit den vorgenannten Werten ergeben sich damit für 2030 etwa 250 bis 500 Mio. Euro Nettogewinn bei Nordex und 85 bis 170 Mio. Euro bei NEL. Nun wird NEL allerdings am 25. November mit rund 3 Mrd. Euro bewertet, während Nordex nur auf 2 Mrd. Euro kommt.

Dass bei Nordex noch der Service hinzukommt und bei NEL die Tankstellen, ändert an dieser Relation aus meiner Sicht nichts. Ich schließe daraus, dass es für Nordex genügt, seine bestehenden Kapazitäten auszulasten und dabei die Margen auf das Niveau früherer Jahre zu heben, um seinen Aktienkurs zu rechtfertigen.

Bei der NEL-Aktie hingegen muss viel Gutes zusammenkommen, etwa bezüglich Nachfrageentwicklung, Marktanteil und Gewinnmargen. Zudem sollte der weitere Ausblick im Jahr 2030 ein deutlich höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis als bei Nordex zulassen. Möglich ist vieles, aber wenn man erstens bedenkt, wie groß die Marktunsicherheiten bei NEL noch sind, und zweitens, dass Nordex auf dem besten Weg ist, schon nächstes Jahr in die Gewinnzone zurückzukehren, dann fällt für mich die Wahl eindeutig aus.

So oder so ist auch Nordex nicht unter unseren Favoriten.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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