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Jetzt Chancen ausloten: Die SAP-Aktie ist noch immer günstig zu haben!

Foto: SAP AG

An der Börse ist es recht selten, dass man viel Zeit geboten bekommt, um eine günstige Einstiegschance zu nutzen. Gerade bei Werten, die bei den Anlegern sehr begehrt sind, sollte man also bei einer sich bietenden Möglichkeit lieber schnell zugreifen. Solch eine Gelegenheit bot sich Ende Oktober bei der SAP-Aktie (WKN: 716460). Die Papiere wurden mächtig abgestraft und verloren innerhalb kurzer Zeit massiv an Wert.

Auch einen Monat später hat sich der Kurs nicht wieder richtig stabilisiert und leidet noch immer unter den Nachwirkungen vom Oktober. Dies sollte Investoren aber nicht abschrecken, sondern eher neugierig machen. Rücken wir deshalb einmal die SAP-Aktie in den Fokus des heutigen Artikels und blicken ein wenig auf die Hintergründe der Kursschwäche.

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Was war passiert?

In der letzten Oktoberwoche ging die SAP-Aktie auf Tauchstation. Am 26.10.2020 musste sie einen starken Rückgang verkraften und schloss im Xetra-Handel mit 97,50 Euro gut 22 % tiefer als am vorherigen Handelstag. Die Ursache dafür ist wohl in den Zahlen zum dritten Quartal zu suchen. Diese hatte der Softwarekonzern am 25.10.2020 der breiten Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Wie der hohe Kursrückgang bereits vermuten lässt, sind diese wesentlich schlechter ausgefallen, als die Anleger erwartet hatten. Gegenüber dem Vorjahresquartal sanken die Umsatzerlöse um 4 %. Und beim Betriebsergebnis musste SAP sogar ein Minus von 12 % verkraften. Doch auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde vom Unternehmen überraschend gekappt.

Für weiteren Unmut hat wohl gesorgt, dass auch ein bereits im Vorjahr ausgerufenes Profitabilitätsversprechen kassiert wurde. Hier nannte der Konzern als Grund, dass sich die Coronapandemie mindestens noch bis Mitte 2021 negativ auf die Geschäfte auswirken wird.

Doch damit nicht genug. SAP ließ außerdem verlauten, sowohl im dritten als auch im aktuellen Quartal habe sich die Nachfrage weniger gut entwickelt als erwartet. Man geht deshalb jetzt nur noch von einem währungsbereinigten Betriebsergebnis zwischen 8,1 und 8,5 Mrd. Euro für das Jahr 2020 aus. Vorher hatte man an dieser Stelle noch mit einem Wert von 8,7 Mrd. Euro gerechnet. Einmal kurz zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Betriebsergebnis von 8,2 Mrd. Euro erzielt.

Cloudgeschäft als Chance

Auch wenn die Lage bei SAP etwas angespannt erscheint, so gibt es mit dem Cloudbereich einen Wachstumsmarkt, in dem der Softwarekonzern erfolgreich tätig ist. Er hat allerdings mit Microsoft (WKN: 870747) und Amazon (WKN: 906866) zwei starke Mitbewerber in diesem Segment. Aber auch die SAP-Kunden fragen verstärkt Software aus der Cloud zur Nutzung nach.

Aus diesem Grund will SAP das Cloudgeschäft jetzt noch schneller ausbauen. Denn dieser Bereich bringt aktuell noch immer nicht so viel ein wie beispielsweise der Support für die IT-Kunden oder das Geschäft mit einmaligen Lizenzgebühren. Der Ausbau wird allerdings für weitere Kosten sorgen. Mehrere Hundert Millionen Euro hat SAP-Finanzchef Luka Mucic für die nötigen Investitionen eingeplant. Und auch wenn diese zunächst einmal auf die Gewinnspanne drücken werden, sollten sie sich langfristig wieder positiv auf das Geschäftsergebnis auswirken.

Ein Blick auf die Aktie

Bei der Aktie von SAP sieht es so aus, als seien sich die Marktteilnehmer ein wenig unschlüssig. Sie war zwar nach ihrem Kursrutsch im Oktober wieder in den dreistelligen Bereich geklettert, notiert aber aktuell mit 98,64 Euro (23.11.2020) schon wieder unter der 100-Euro-Marke. Anscheinend zeigen die Quartalszahlen hier noch immer ihre Wirkung.

Wie könnte es mit der Aktie weitergehen? Zu einem großen Teil wird dies wahrscheinlich davon abhängen, wie lange die Coronapandemie uns noch begleiten wird. Obwohl aber gerade hier auch Chancen lauern könnten. Denn durch Corona sind viel Firmen gezwungen, mit den digitalen Veränderungen Schritt zu halten. Und dies könnte sich dann meines Erachtens auch wieder positiv auf die Geschäfte von SAP auswirken. Clevere Investoren könnten also durchaus die Gunst der Stunde nutzen und sich die SAP-Aktie einmal etwas genauer ansehen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon, Long Januar 2021 $85 Calls und Short January 2021 $115 Call auf Microsoft.

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