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Was Investoren von Jogi Löw und der DFB-Krise lernen können

Bild: Ralf Anders

Immer wieder denkt man als Fußballfan daran zurück: der Sieg über Argentinien in der Weltmeisterschaft 2014, der uns den vierten Stern auf die Brust zauberte. Nach einem sensationellen Halbfinalsieg gegen Brasilien mit 7:1 folgte ein regelrechter Krimi im Finale, der schlussendlich mit einem 1:0-Sieg für Deutschland sein Ende fand.

Nach dem WM-Sieg 2014 stand der Bundestrainer Joachim Löw jedoch immer wieder öffentlich in der Kritik. Er musterte erfahrene Veteranen aus der deutschen Elf aus, die gleichzeitig Publikumslieblinge waren. Er ließ unzählige neue Spieler debütieren und stellte die Mannschaft immer wieder um. Ein System? Kaum erkennbar.

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In der Folge hat Deutschland unzählige Spiele bitter verloren. Der Frust der Fans sammelte sich über die Jahre und scheint nun im Jahr 2020 seinen Höhepunkt zu finden. Persönlich kenne ich kaum jemanden, der nicht sagt, dass Jogi Löw nach dem WM-Sieg hätte abtreten müssen – damals noch erhobenen Hauptes.

Probleme vor der kommenden Europameisterschaft

Wie wir wissen, wurde die Europameisterschaft aufgrund von Corona von diesem aufs nächste Jahr verschoben. Nach den zwei letzten Turnieren in den Jahren 2016 und 2018 wartet das deutsche Fußballvolk auf ein Wiederauferstehen der deutschen Nationalmannschaft.

Doch leider hat sich der deutsche Fußball auf Nationalebene so weit ins Negative entwickelt, dass sogar „Bares für Rares“ höhere Einschaltquoten hatte, als die deutsche Elf ein Länderspiel austrug. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, stelle ich fest, dass viele „die Mannschaft“ nicht mehr für sehenswert halten.

Mit der 0:6-Niederlage gegen Spanien in der UEFA Nations League findet die Debatte um Joachim Löw nun einen neuen Höhepunkt. Beim Aufeinandertreffen gegen eine starke spanische Mannschaft wurde die deutsche Elf demontiert. Die Verteidigung eine Katastrophe. So gut wie kein Vordringen in Richtung spanisches Tor. Ein Fiasko, wie es im Buche steht.

Was hat die DFB-Krise mit Investieren zu tun?

Der Bundestrainer Joachim Löw macht keine Anstalten, seinen Posten freiwillig aufzugeben. Beim DFB scheinen Diskussionen losgebrochen zu sein. Es wird sich zeigen, ob Jogi schlussendlich zwangsentmachtet wird oder nicht.

Als Anleger kann man tatsächlich eine Brücke zum Investieren schlagen. In meinen Augen hält der DFB bereits viel zu lange an Joachim Löw fest. Plausible, nachvollziehbare Gründe dafür gibt es nicht. Herr Löw hatte seine Glanzzeit, keine Frage. Allerdings leuchtet der Stern des Bundestrainers schon lange nicht mehr so hell.

Investoren sollten sich kein Vorbild am DFB nehmen. Der DFB hält an einem Trainer fest, der seit 2014 keine merkbaren Erfolge zu verzeichnen hat und der zudem immer unbeliebter wird.

Würde man als Investor an Aktien von einem Unternehmen festhalten, das über Jahre hinweg keine Erfolge erzielt (zum Beispiel neue beliebte Produkte, Umsatzwachstum, Gewinnsteigerung etc.) und gleichzeitig bei seinen Kunden in Ungnade fällt, so wäre das ein fataler Fehler.

Denn der Aktienkurs folgt stets der mittel- bis langfristigen Entwicklung eines Unternehmens. Kurzfristig kann es immer zu Störgeräuschen kommen, über die man hinwegsehen kann. Häufen sich allerdings die Störgeräusche kontinuierlich an, sollte man die Reißleine ziehen und sich von seinen Aktien trennen.

Ansonsten folgt in der Regel ein erheblicher Kursverlust auf das eingesetzte Kapital. Wenn ein Unternehmen über mehrere Jahre hinweg keinen Turnaround schafft, sollte man so ehrlich zu sich selbst sein und kurzen Prozess machen. Für den DFB wird es höchste Zeit, auch zu diesem Schluss zu kommen.

Sei nicht wie der DFB und blicke in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit. Erneuerbare Energien werden weiter an Relevanz gewinnen. Wenn man sich als smarter Anleger früh genug positioniert, kann man überproportional von dieser Entwicklung profitieren.

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