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E.ON und RWE: Die 1.000.000.000.000 Euro-Chance

Foto: Getty Images

Die Underperformance des deutschen Leitindex in den letzten Jahren wird oft damit begründet, dass viele Unternehmen in Branchen tätig sind, die keine rosigen Zukunftsaussichten haben: Automobilindustrie, Banken und nicht zuletzt die Versorger RWE (WKN: 703712) und E.ON (WKN: ENAG99).

Doch damit soll nun Schluss sein! Beide DAX-Konzerne haben sich den erneuerbaren Energien verschrieben, eine riesige Wachstumsbranche, nicht erst seit dem EU Green Deal in Höhe von einer Billion Euro. Können die Konzerne vom Green Deal profitieren?

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Unternehmenshistorie

Das Unternehmen E.ON mit Hauptsitz in Essen entstand im Jahr 2000 aus der Fusion der beiden Energiekonzerne VEBA und VIAG. Während das Unternehmen in den Jahren danach vor allem im Bereich der konventionellen Energieerzeugung Schlagzeilen machte, wandelte sich das Bild 2010. Vorstandschef Johannes Teyssen verkündete das Ziel der Investition in erneuerbare Energien und der Reduktion von CO2-Emissionen unter dem Motto „Cleaner & Better Energy“.

Spätestens ab 2014, als der Konzern bekannt gab, dass man zukünftig auf fossile Energien verzichten möchte, und die bisherigen Geschäftsfelder der konventionellen Stromerzeugung 2016 in die neue Firma Uniper ausgegliedert wurden, wandelte sich die Firmenstrategie. 2018 verkaufte der DAX-Konzern seine Beteiligung an Uniper an den finnischen Energiekonzern Fortum.

Auch RWE hat seinen Hauptsitz in Essen, existiert jedoch bereits seit dem 19. Jahrhundert. Nach der Fusion mit einem westfälischen Konkurrenten im Jahr 2000 konzentrierte sich der DAX-Konzern in den Jahren danach darauf, sich in einen reinen Energiekonzern zu wandeln, wofür Finanzbeteiligungen und Beteiligungen an Wasserversorgern verkauft wurden.

Während E.ON sich bereits 2010 dem Thema verschrieben hatte, nahm sich RWE erst später dem Thema „Erneuerbare Energien“ an. Ende 2015 gab das Unternehmen bekannt, sich neu strukturieren zu wollen. Das Netz- und Vertriebsgeschäft wurde an die Tochtergesellschaft Innogy ausgegliedert, während in der bisherigen RWE die konventionelle Stromerzeugung gebündelt wurde.

Neue Strukturen

Spätestens zu diesem Zeitpunkt kreuzten sich die Wege der beiden großen deutschen Energiekonzerne. 2018 übernahm E.ON die RWE-Tochter Innogy und damit das Netz- und Vertriebsgeschäft, wofür RWE einen Anteil an E.ON und den Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien erhielt. Damit ist E.ON 2020 ein Netz- und Vertriebskonzern und betreibt ab 2022 keine großen Kraftwerke mehr, wenn die letzten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden.

RWE hingegen besitzt nun eine echte Chance in der Energiewende. Nach der Übernahme der E.ON-Geschäfte stieg RWE zur drittgrößten Energiegesellschaft für erneuerbare Energien auf – und das, obwohl der Bereich erst einen kleinen Teil der gesamten Stromerzeugungskapazität ausmacht. Die erneuerbaren Energien erzeugen nur knapp 20 % dieser Kapazität, während die Energieerzeugung aus Kohle für mehr als 35 % der Stromerzeugungskapazität sorgt.

Wie sieht die Zukunft aus?

Die Wachstumschance für das E.ON-Geschäftsmodell ist gering. Der Gesamtmarkt des Stromnetzes ist kein Wachstumsmarkt mehr, da der Trend mehr in Richtung Energieeffizienz geht und es in Deutschland kaum noch Neugeschäft zu gewinnen gibt. Jedoch ist das Netzgeschäft gut planbar, weswegen die Volatilität in der Aktie extrem nachgelassen hat, wodurch E.ON gerade als Basisinvestment interessant ist. Neben der geringen Volatilität ist E.ON auch als Dividendentitel und, durch die geringe Korrelation des Geschäftsmodells mit der wirtschaftlichen Entwicklung, als Depotbeimischung höchst interessant. Vom Green Deal dürfte das Unternehmen jedoch nicht besonders profitieren.

Das Gegenteil ist bei RWE der Fall: Der hohe Anteil der Energieerzeugung aus Kohle kann hier als Chance gesehen werden. Sollte dieser Anteil schnell verringert werden, könnte der Konzern in den nächsten Jahren ein Treiber der erneuerbaren Energieerzeugung sein und besonders vom Green Deal profitieren. Demgegenüber steht jedoch die bevorstehende Inbetriebnahme eines neuen Kohlekraftwerks. RWE sollte einen weiteren Schwenk in Richtung erneuerbare Energien vollziehen, was auch dem Image des DAX-Konzerns helfen könnte. Dies ist nicht nur durch die Klimaproteste, sondern auch durch Lobbyismus-Skandale extrem angeschlagen.

Sollte RWE diese Entwicklung schaffen, besäße Deutschland die reelle Chance, einen großen Player in einer Zukunftsbranche zu stellen. Von dieser Wachstumsfantasie dürfte dann auch die Aktie profitieren, die diese Entwicklungen bereits vorwegnehmen dürfte. Obwohl das Allzeithoch noch weit entfernt ist, konnte sich die Aktie seit 2015 als Folge der Neuausrichtung des Konzerns verdreifachen.

Es lässt sich also festhalten, dass beide Titel für Anleger interessant sind. Während E.ON als solides Basis- und Dividendeninvestment für Anleger interessant ist, besitzt RWE mehr Wachstumsfantasie. Hier sollten Anleger aber eine weitere Positionierung in Richtung erneuerbare Energien abwarten, um sicherzustellen, dass das Unternehmen auch wirklich vom Green Deal profitieren kann.

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Christoph Püllen besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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