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3 bedeutende Impfstoff-News zur Curevac-Aktie + ein Vergleich zur Biontech-Aktie und Moderna-Aktie

BioNTech CureVac Corona Börsencrash
Foto: Getty Images

In den vergangenen Tagen machten vor allem Biontech (WKN: A2PSR2)- und Moderna (WKN: A2N9D9)-Aktien von sich reden. Beide Unternehmen konnten mit ihren neuartigen mRNA-Impfstoffen Erfolge vermelden. Die Wirksamkeit ihrer Kandidaten liegt nach ersten Erkenntnissen in beiden Fällen bei über 90 %, was sehr positiv ist.

1. Deutliche Unterschiede bei den Lagerbedürfnissen

Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Impfstoffen. So muss Biontechs Variante beispielsweise bei -70 Grad gelagert werden und ist bei Kühlschranktemperatur nur fünf Tage haltbar. Dieser Umstand erschwert sowohl die Logistik als auch die Vorratshaltung enorm. Biontech arbeitet deshalb an einer Pulverform seines Impfstoffes, die 2021 auf den Markt kommen soll.

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Hier ist Curevac (WKN: A2P71U) klar im Vorteil, denn sein Impfstoff ist bei Kühlschranktemperatur (+5 Grad) mindestens drei Monate haltbar und bei Raumtemperatur bleibt er 24 Stunden stabil. Zudem ist Curevacs Kandidat ebenfalls ein mRNA-Impfstoff, wird also aller Voraussicht nach ähnlich sicher und effektiv wie Modernas und Biontechs Varianten sein.

Modernas Impfstoff liegt in puncto Lagerung zwischen Curevac und Biontech. So kann der Kandidat mRNA-1273 bei -20 Grad bis zu sechs Monate aufbewahrt werden, bei Kühlschranktemperatur bis zu 30 Tage und bei Raumtemperatur bis zu zwölf Stunden. Modernas und Curevacs Impfstoffe werden also logistisch deutlich einfacher handhabbar sein als Biontechs Variante.

2. EU sichert sich Curevac-Impfstoff

Schon jetzt gibt es viele Interessenten an Curevacs Impfstoff. Zu Beginn des Jahres 2020 zeigte die USA sogar Kaufinteresse, was die deutsche Regierung in Schrecken versetzte, weshalb sie sofort eine Curevac-Beteiligung in Höhe von 16,8 % veranlasste.

Nun konnte die EU mit Curevac einen Liefervertrag über 405 Mio. CVnCoV-Impfdosen schließen. Dabei können 225 Mio. nach Fertigstellung und weitere 180 Mio. Dosen mit einer Nachkauf-Option bezogen werden. Deutschland würde in diesem Fall entsprechend des Bevölkerungsanteils, der aktuell bei 18,61 % liegt, voraussichtlich etwa 75,4 Mio. Impfdosen erhalten. Zusammen mit Biontechs Impfstoff wäre Deutschland also gut versorgt.

„CureVac greift auf 20 Jahre Erfahrung in der mRNA-Technologie zurück, um einen Impfstoff gegen COVID-19 zu entwickeln, der zur Beendigung der COVID-19-Pandemie beitragen kann und uns allen die Rückkehr zu einem uneingeschränkten Leben ermöglicht. Über die Europäische Union hinaus arbeiten wir aktiv mit Regierungen und multilateralen Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, um einen möglichst breiten und gerechten Zugang zu unserem COVID-19-Impfstoffkandidaten zu gewährleisten“, so Curevacs Vorstandsvorsitzender Dr. Franz-Werner Haas.

Die EU hat darüber hinaus mit Sanofi (WKN: 920657) / Glaxosmithkline (WKN: 940561), AstraZeneca (WKN: 886455) und Johnson & Johnson (WKN: 853260) Verträge für den möglichen Kauf von 300 Mio., 400 Mio. beziehungsweise 400 Mio. Dosen geschlossen.

Für Curevac ist der Vorkaufvertrag finanziell wertvoll, denn so können die weiteren Studien, Produktion und Markteinführung finanziert werden.

Curevacs Impfstoff wird gerade in einer 2a-Entwicklungsstudie untersucht, die in Peru und Panama durchgeführt wird. Noch vor Jahresende 2020 soll die entscheidende Massenstudie 2b/3 begonnen werden. Mit einer Marktreife ist also erst im Frühjahr 2021 zu rechnen.

3. Curevac baut Produktionsnetzwerk aus

Curevac hat zudem angekündigt, sein europäisches Produktionsnetzwerk deutlich auszubauen. So sollen 2021 bis zu 300 Mio. und 2022 bis zu 600 Mio. Dosen produziert werden können. Dazu hat das Tübinger Unternehmen mit mehreren Partnern Vereinbarungen geschlossen. Im Vergleich zu Biontechs und Modernas Produktionsmengen würde Curevac in diesem Punkt allerdings weiterhin im Nachteil sein.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson.

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