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Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ein ESG-Portfolio aufzubauen?

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Die Finanzgemeinde war begeistert von den ESG-Fonds, die in den letzten Jahren ein überraschendes Maß an Stärke gezeigt haben. Und jetzt, wo ein designierter Präsident, der sich für Nachhaltigkeit einsetzt, in den Startlöchern steht, könnte die Zeit reif sein, ein breiteres ESG-Portfolio aufzubauen – solange du die Risiken verstehst.

Ein glänzender ESG-Ausblick

Es ist noch nicht allzu lange her, dass du nicht die Möglichkeit hattest, ein gut diversifiziertes ESG-Portfolio aufzubauen. Vielleicht hast du aus Prinzip einen Fonds für saubere Energie gehalten, aber du musstest auch Positionen besitzen, die nach ESG-Faktoren schlechter bewertet wurden, nur um ein ausreichendes Maß an Diversifizierung zu haben.

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Das ist heute nicht mehr so. Das Angebot von ESG-Fonds ist in den letzten Jahren dramatisch gewachsen, so dass es möglich ist, alle Kästchen bei der gewünschten Zuteilung deines Portfolios anzukreuzen – einschließlich der Schwellenmärkte, der internationalen entwickelten Märkte, der inländischen Large- und Midcaps, der Immobilien und der inländischen und internationalen festverzinsten Wertpapiere.

Und jetzt, wo der designierte Präsident Joe Biden auf dem Weg ins Weiße Haus ist, werden die ESG-Investitionen wahrscheinlich weiter florieren, da sie von einem günstigeren regulatorischen Umfeld profitieren werden. Als Ausgangspunkt wird erwartet, dass Biden sich dem Pariser Klimaabkommen wieder anschließt und Bundesinitiativen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen wieder aufgreift. Darüber hinaus werden Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris wahrscheinlich auch eine Politik verfolgen, die über das „E“ in ESG hinausgeht, eine Politik, die auch verantwortungsbewusste soziale Unternehmens- und Governance-Praktiken fördert.

Was als nächstes passiert

Während sich die Analysten weitgehend einig sind, dass ESG-Fonds unter einer Biden-Harris-Regierung gut abschneiden werden, stellt sich immer die Frage, was als nächstes passiert. Ja, Biden und Harris werden wahrscheinlich Regulationen erlassen, um Nachhaltigkeit zu unterstützen. Aber dieses Pendel könnte sehr wohl in vier oder acht Jahren wieder in die andere Richtung schwingen. Es könnte sogar durch die Hand von Donald Trump geschehen, von dem es heißt, dass er eine Kandidatur bei der Wahl 2024 in Betracht zieht.

Wenn du auf lange Sicht investierst, ist es immer riskant, dein Portfolio auf der Grundlage eines vierjährigen Zeitfensters zu überarbeiten. Sobald du anfängst, das Investieren danach zu richten, wer im Weißen Haus sitzt, wird es schwierig, damit aufzuhören. Du könntest dich in einem fortwährenden Zustand befinden, in dem du versuchst vorherzusagen, was unter dieser oder der nächsten Regierung passieren wird. Das ist weder emotional noch finanziell eine gute Entscheidung. Am Ende wirst du alle vier Jahre auf einer Stressachterbahn fahren, und wenn du nach deinen Vorhersagen handelst, könntest du damit versehentlich auch die Rendite deiner Investitionen senken.

Folge einem maßvollen Ansatz

Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, ist es angebracht, dein Engagement bei Unternehmen mit starken ESG-Initiativen und Erfolgsbilanz zu erhöhen, entweder direkt oder über ESG-Fonds, mit einem Vorbehalt. Du machst diese Schritte nicht als Strategie, um reich zu werden, während Biden Präsident ist – du machst sie, weil sie für dich auf lange Sicht richtig sind. Du kannst dich an den langfristigen Ansatz halten, indem du diszipliniert bleibst, wie du deine ESG-Positionen auswählst.

Wenn du einzelne Aktien auswählst, bewerte zum Beispiel das Geschäftsmodell, das Führungsteam, die Branchendynamik, die Finanzkraft und den Cashflow, zusätzlich zu den ESG-Ratings.

Wenn du ESG-Fonds bewerten möchtest, achte darauf, den Screening-Prozess des Fonds zu verstehen. Das Vorhandensein von ESG, sauberer Energie oder Nachhaltigkeit im Namen des Fonds bedeutet nicht viel. Hau rein und finde heraus, wie Unternehmen für das Portfolio ausgewählt werden. Überprüfe auch die Aktien sorgfältig, um sicherzugehen, dass du nicht zu stark in Unternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon exponiert bist. Diese sind sowohl bei ESG- als auch bei traditionellen Fonds beliebt. Überprüfe die Performance-Vorgeschichte des Fonds und achte auch auf die Kostenquote. Die Kosten von ESG-Fonds können im Vergleich zu traditionellen Fonds hoch sein.

Schließlich solltest du die Diversifizierung nicht übersehen. Wenn du dich bei deinen Investitionen auf den ESG-Bereich konzentrierst, schränkt das natürlich deine Diversifizierung ein. Das heißt nicht, dass du in ExxonMobil investieren solltest, um dem entgegenzuwirken, aber achte einfach darauf, dass deine Investitionen angemessen auf einzelne Unternehmen, Anlageklassen und sogar geografische Regionen verteilt sind.

Fokus auf die Langfristigkeit

Der Aufbau eines breiteren ESG-Portfolios könnte vom Standpunkt deiner Weltanschauung und deiner Werte aus gesehen der richtige Schritt sein. Stelle sicher, dass es auch der richtige finanzielle Schritt ist, indem du bei deinem Auswahlprozess diversifiziert und diszipliniert bleibst. Sicherlich willst du kurzfristig von den ESG-Investitionen profitieren, aber deine Entscheidungen müssen auch langfristig Sinn machen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Catherine Brock auf Englisch verfasst und am 12.11.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon, Apple und Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft, Short Januar 2021 $115 Calls auf Microsoft, Short Januar 2022 $1940 Calls auf Amazon und Long Januar 2022 $1920 Calls auf Amazon. 

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