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Spielt das KGV eine Rolle? Beispiel The Trade Desk vs. Chevron

Foto: Getty Images

Einige Aktien sind hoch bewertet, während andere durchweg als Schnäppchen auf der Grundlage des Kurs-Gewinn-Verhältnisses gelten. Aber warum ist das so? Im Großen und Ganzen ist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) keine fehlerfreie oder ganzheitliche Metrik zur Bewertung einer Aktie.

Im Folgenden werden wir uns eingehender damit befassen, wie ein Unternehmen zu bewerten ist. Außerdem warum sich das KGV eines Unternehmens durchweg von dem eines anderen Unternehmens unterscheiden kann. Nehmen wir als Beispiele The Trade Desk (WKN: A2ARCV) und Chevron (WKN: 852552).

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Die feinen Unterschiede

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis misst die Bewertung eines Unternehmens im Vergleich zu seiner Ertragskraft. Es kann berechnet werden, indem der Aktienkurs eines Unternehmens durch den jährlichen Gewinn pro Aktie geteilt wird. Oder indem die Marktkapitalisierung durch den jährlichen Nettogewinn geteilt wird.

Kürzlich wurde Chevron zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 42,77 gehandelt, während The Trade Desk ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 264,59 erzielt. Das ist mehr als sechsmal so teuer wie Chevron. Auf den ersten Blick scheint dies eine große Diskrepanz zu sein, aber wenn man auch die Verbindlichkeiten berücksichtigt, macht es mehr Sinn.

Das Problem bei einem KGV-Multiplikator ist, dass er die Schuldenlast eines Unternehmens nur indirekt berücksichtigt. Und zwar über die Auswirkungen, die Zinsaufwendungen auf die Erträge haben. In diesem speziellen Vergleich hat Chevron im Vergleich zu The Trade Desk fast 27 Milliarden USD an langfristigen Schulden.

Eine höhere Schuldenlast wird oft mit niedrigeren Bewertungen begrüßt, weil sie die Möglichkeiten eines Unternehmens, mit den von ihm erwirtschafteten Gewinnen etwas anzufangen, einschränkt. Umgekehrt wird die Art der finanziellen Flexibilität, die The Trade Desk besitzt, oft mit hohen Bewertungen belohnt. Während Chevron – und Unternehmen mit ähnlicher Schuldenlast – ihre Verbindlichkeiten bedienen müssen, kann The Trade Desk freie Barmittel zur Finanzierung des Geschäftswachstums, zum Rückkauf von Aktien oder zu strategischen Akquisitionen verwenden. Das sehen Investoren in der Regel lieber.

Unterschiedliche Branchen werden unterschiedlich bewertet

Unternehmen können zum Teil auch deshalb unterschiedliche KGVs aufweisen, weil sie in verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Wachstumsraten tätig sind. Da Aktien immer zukunftsorientiert sind, führt die Wahrnehmung eines geringeren Wachstums oft zu einer relativ niedrigen Bewertung.

Chevron ist ein gutes Beispiel. Die Öl- und Energie-Branche steht unter ständigem Druck durch erneuerbare Energien. Jedes Jahr werden erneuerbare Energien kostengünstiger und effizienter. Das zeigen auch die Wachstumskurven.

Die weltweite Energieindustrie wird in den nächsten Jahren nur noch um 1 bis 1,5 % wachsen. Darüber hinaus wird geschätzt, dass der Bedarf an fossilen Brennstoffen irgendwann in diesem Jahrzehnt seinen Höhepunkt erreichen wird. Diese Gegenwinde verheißen nichts Gutes für langfristige Investitionen und könnten der Grund dafür sein, dass Chevron und der größte Teil der Branche eher niedrig bewertet werden.

Umgekehrt ist The Trade Desk eine Werbesoftwarefirma, die es Werbekunden ermöglicht, mittels Big Data ideale Anzeigenplätze zu kaufen. Das Unternehmen ist in einem Sektor tätig, der ein Wachstum von 19,4 % verzeichnen wird, und ist ein Hauptnutznießer dieser Expansion.

Ein Unternehmen kann perfekt geführt werden und trotzdem keinen überwältigenden Erfolg haben, wenn die Branche einfach nicht wächst. Aufgrund des Booms im Tech-Segment und des Einbruchs im Energiesektor ist das jüngste Umsatzwachstum von The Trade Desk von 31,6 % im Vergleich zu -31 % bei Chevron sehr günstig. Genauso wie der Mangel an Verschuldung im Allgemeinen ein positiver Faktor für das KGV eines Unternehmens ist, so ist auch das überproportionale Umsatzwachstum positiv.

Das KGV ist nicht alles

Aber man muss sehr viel mehr auf dem Schirm haben als nur das KGV. Man muss noch sehr viel mehr über ein Unternehmen wissen, bevor man sein hart verdientes Geld in die Aktien steckt. Bei der Entscheidung muss man die Verbindlichkeiten und das Wachstum berücksichtigen. So kann man ein besseres Urteil fällen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von The Trade Desk. Bradley Freeman besitzt Aktien von The Trade Desk. Dieser Artikel erschien am 11.11.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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