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TUI-Aktie: Kredit oder Staatsbeteiligung, Pest oder Cholera?

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Foto: Getty Images

Bei der Aktie von TUI (WKN: TUAG00) zeigte sich am Anfang der Woche wieder ein wenig Aussicht auf Besserung. Es gibt weitere Fortschritte im Kontext eines Impfstoffs. Das könnte bedeuten, dass sich mittelfristig auch der Reisemarkt wieder normalisiert.

Wobei erste Funktionäre der federführenden Unternehmen ebenfalls bekannt gegeben haben, dass es bis zur Normalität bis Ende des nächsten Jahres dauern könnte. Kurzfristig scheinen sich die Investoren jedoch an einer solchen Perspektive nicht zu stoßen.

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Allerdings ist das nicht die einzige Neuigkeit, die es jetzt im Kontext der TUI-Aktie gibt. Möglicherweise werden aufgrund der gegenwärtigen Einschränkungen weitere Hilfen vonseiten des Staates notwendig. Oder vielleicht sogar eine Staatsbeteiligung. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen sollten. Und warum das möglicherweise eine Wahl zwischen Pest und Cholera ist, zumindest für die Investoren.

TUI-Aktie: Kredit oder Staatsbeteiligung?

Wie jetzt augenscheinlich aus informierten Kreisen hervorgeht, könnte TUI weitere Hilfen benötigen. Demnach sei der angeschlagene Reisedienstleister in Gesprächen mit der Politik. Das berichtet unter anderem die FAZ zu Beginn dieser Woche.

Allerdings scheint es Zwist zu geben, was die Modalitäten der Hilfen angeht. Vom Grundsatz her sei man zwar bereit, dem Unternehmen mit über 70.000 Arbeitnehmern weiteres Geld zu geben, um die finanzielle Stabilität in der Krise zu gewährleisten. Streitpunkt innerhalb der Großen Koalition ist jedoch augenscheinlich, ob diese finanziellen Hilfen über einen Kredit oder aber über eine Staatsbeteiligung fließen sollen.

Möglicherweise könnte der hohe bisherige Schuldenstand von TUI ein Hindernis für einen weiteren Kredit sein. Das Reiseunternehmen hat sich schließlich bereits rund 3 Mrd. Euro vom Fiskus gesichert, um die Krise zu meistern. Ein gigantischer Betrag, der zeigt, wie hoch der Cashburn aktuell ist. Und wie stark sich die Krise auswirkt, wenn dieser Geldbetrag nicht ausreichend sein sollte.

Für TUI-Investoren: Pest oder Cholera!

Für Altaktionäre dürften beide Optionen jedenfalls alles andere als glücklich sein. Wie wir gerade bereits erwähnt haben, steigt durch weitere Kredite die Verschuldung des Unternehmens weiter an. Die Rückzahlung dürfte dabei einen signifikanten Anteil einer wenn überhaupt noch hypothetischen zukünftigen Rendite fressen. Aber auch die Staatsbeteiligung ist nicht unbedingt besser.

Wenn der Fiskus sich an TUI beteiligen würde, könnten politische Funktionäre ebenfalls in der strategischen Ausrichtung mitmischen, wobei solche Konditionen natürlich ausgehandelt werden müssen. Allerdings hieße ein Einstieg des Staates auch, dass es ordentliche Verwässerungseffekte geben dürfte. Wie ordentlich? Das ist die Frage.

Je nach Betrag natürlich unterschiedlich. Die aktuelle Marktkapitalisierung in Höhe von 2,75 Mrd. Euro zeigt jedoch, dass neu ausgegebene Aktien zur Kapitalallokation grundsätzlich einen ordentlichen Verwässerungseffekt nach sich ziehen dürften. Auch das verwässert wiederum einen weit, weit entfernten zukünftigen Erfolg.

Viele Probleme …

Wie wir mit Blick auf diese kolportierte Ausgangslage daher unschwer erkennen können, besitzt TUI vor allem eins: viele Probleme. Hinzu kommt jetzt augenscheinlich eine entweder größere Schuldenlast oder ein Einstieg des Staates. Eine Königsoption scheint beides nicht zu sein. Foolishe Investoren sollten daher besser überlegen, welchen Mix sie sich hier anlachen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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