The Motley Fool

Der etwas andere (und sehr überraschende) Blick auf den Aktienmarkt

Foto: Getty Images

Heute werfe ich einen Blick auf die Börsenhistorie. Konkret auf die Kursentwicklung des amerikanischen Aktienindex S&P 500 und des Deutschen Aktienindex DAX in den letzten Jahrzehnten.

Allerdings mit einem anderen Blickwinkel – einem, den man sonst nicht sieht. Und der offenbar etwas sehr Überraschendes bietet, was man anhand nur weniger Charts schnell erkennen kann. 

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Müssen wir anders über Aktien denken?

Der S&P 500 im letzten halben Jahrhundert

Beginnen wir mit dem S&P 500, der eine deutlich längere Historie hat als der DAX. Jeder Börsenanleger kennt eine Variation des folgenden Charts.

Datenquelle: S&P Global Market Intelligence und eigene Berechnungen 

Es zeigt die Kursentwicklung des S&P 500 seit dem Jahr 1975 bis heute, indexiert auf den Wert 1 zu Beginn des Zeitraums. Man sieht, dass sich der S&P 500 in diesem Zeitraum ungefähr verfünfzigfacht hat.

Wichtig dabei: Es handelt sich um die Entwicklung in US-Dollar gemessen. Wer also zu Beginn des dargestellten Zeitraums 1.000 US-Dollar in den S&P 500 investierte und einfach abwartete, der hat heute rund 50.000 US-Dollar in der Tasche.

Das entspricht einer saftigen jährlichen Rendite von 8,7 % – in etwa dem langfristigen historischen Durchschnitt. Das ist für uns Foolishe Anleger der Hauptgrund, langfristig in Aktien zu investieren.

Als Anleger aus dem Euro-Raum interessiert uns allerdings mehr die Rendite in unserer Währung (damals der Deutschen Mark) gemessen und nicht dem US-Dollar. Diese zeigt das folgende Chart.

Datenquelle: S&P Global Market Intelligence und eigene Berechnungen 

Nicht mehr ganz so schön. Das haben wir der im Vergleich zum US-Dollar starken Währungsentwicklung der Deutschen Mark und des Euros zu verdanken. Aber immerhin noch eine Ver-33-fachung über diesen Zeitraum – oder eine immer noch ansprechende jährliche Rendite von 8,0 %.

Aber man sieht: Die Währung spielt doch eine gewisse Rolle.

Daher die obigen Charts noch einmal in einer anderen Währung.

Datenquelle: S&P Global Market Intelligence und eigene Berechnungen 

Das sieht noch einmal deutlich dürftiger aus. Nicht einmal eine Versechsfachung in fast 50 Jahren, bzw. eine jährliche Rendite von gerade einmal 3,7 %.

Damit könnte man als Anleger wahrscheinlich noch recht gut leben. In den letzten 20 Jahren hingegen ist der S&P 500 in dieser Währung regelrecht abgeschmiert, während er sich in Euro und US-Dollar wenigstens trotz des Platzens der Dotcom-Blase mindestens verdoppelt hat. 

Jetzt interessiert man sich sicher dafür, um welche Währung es sich hierbei handelt. 

Es ist Gold. Die Entwicklung des S&P 500 gemessen an einer Unze Gold war in den letzten rund 50 Jahren also gar nicht so berauschend.

Die Entwicklung des Deutschen Aktienindex DAX

Im Jahr 1988 führte die Deutsche Börse den DAX ein. Das folgende Chart zeigt die Entwicklung einer Anfang 1994 in den DAX investierten Deutschen Mark (für die Jahre zuvor liefert S&P Global Market Intelligence keine Daten).

Datenquelle: S&P Global Market Intelligence und eigene Berechnungen 

Immerhin fast eine Versechsfachung in etwas mehr als einem Vierteljahrhundert – das entspricht einer jährlichen Rendite von 6,7 %.

Und wie sähe dasselbe Chart aus, wenn man damals nicht eine Deutsche Mark, sondern eine Unze Gold investiert hätte? So:

Datenquelle: S&P Global Market Intelligence und eigene Berechnungen 

Aus dieser Unze Gold wären bis heute 1,2 Unzen Gold geworden. Das entspricht einer jährlichen Rendite von gerade einmal 0,7 %!

Warum diese Perspektive von Bedeutung ist

Noch sind wir es gewohnt, dass gängige Währungen wie der US-Dollar oder der Euro verlässliche Wertmaßstäbe sind. 

Allerdings bin ich nicht sicher, ob wir uns darauf verlassen sollten, dass das so bleibt. Immerhin sind diese Fiatwährungen bereits ein paar Dekaden alt. 

Der US-Dollar hat in seiner jetzigen Form (also seit der Auflösung des Goldstandards in 1971) bereits fünf Jahrzehnte auf dem Buckel. Damit liegt er schon ein gutes Stück über seiner Lebenserwartung – diese beträgt für Fiat-Währungen nämlich nur wenige Jahrzehnte. 

Und ich weiß nicht, ob es aufgrund der kaum zu begreifenden Aktionen der relevanten Zentralbanken so viele Leute wirklich überraschen würde, wenn US-Dollar oder Euro irgendwann in den nächsten Jahren ihren Geist werden aufgeben müssen. 

Ich persönlich würde mich daher nicht mehr darauf verlassen, dass diese Währungen ihrer Funktion als Wertmaßstab noch gerecht werden können. Dann würden Aktienkurse in US-Dollar oder Euro gemessen ihre Bedeutung verlieren.

Ähnlich wie die Entwicklung des Index der 15 größten venezolanischen Unternehmen gemessen in der venezolanischen Währung, dargestellt im folgenden Chart (und das sind nur die letzten fünf Jahre):

Datenquelle: S&P Global Market Intelligence und eigene Berechnungen 

Man hätte seinen Bolivar mit dem Aktienindex zwar weiß Gott wie oft vervielfacht. Aber ob man deswegen ein erfolgreicher Anleger war, da bin ich mir nicht sicher.

Das ist zwar ein besonders krasses Beispiel. Daher weiß ich nicht, ob wir nach 100 Jahren wieder einmal mit so etwas rechnen müssen hier in Deutschland.

Aber selbst wenn nicht. Auch in den letzten Jahrzehnten war die Entwicklung der Aktienmärkte gemessen in der ältesten Währung der Welt (Gold) nicht gerade berauschend. 

Ich denke daher, dass es Sinn macht, dieser Währung wieder eine wichtigere Bedeutung beizumessen, als es die meisten klassischen Anleger tun. Und wenn man nur überlegt, einen Teil seiner Barreserven in Gold zu parken anstatt in Fiatwährungen. Im Zweifel kann man damit über eine längere Zeit sogar eine deutlich bessere Rendite erreichen, als wenn man sein Geld in der Nähe eines Allzeithochs in den Aktienmarkt investiert.

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