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Residiert die Deutsche Bank bald im Trump Tower?

Bild: Ralf Anders

Wer erinnert sich noch an den Hochstapler Jürgen Schneider? Die Deutsche Bank (WKN: 514000) hat bereits schmerzhafte Erfahrungen mit Baulöwen gemacht und es stellt sich die Frage, wie die Geschäftsbeziehung mit Trump ausgeht. Mit dem Ende der Amtszeit rückt diese erneut ins Rampenlicht. Könnten der ikonische Trump Tower sowie ein Teil der anderen Hotels, Golfplätze, Weinberge und Vergnügungseinrichtungen der Trump-Organisation bald der Deutschen Bank gehören?

Immerhin gibt es viele Hinweise darauf, dass das Imperium in große Schwierigkeiten schlittert. Hier ist also, was Anleger zu den Auswirkungen auf die Aktie der Deutschen Bank wissen müssen.

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Keine Peanuts

Als 1994 das Konkursverfahren gegen die Unternehmungen von Jürgen Schneider eröffnet wurden, summierten sich die Forderungen auf über 6 Mrd. Mark (bzw. umgerechnet über 3 Mrd. Euro). Als größter Einzelgläubiger entpuppte sich die Deutsche Bank, die Außenstände von über 1 Mrd. Mark meldete. Offene Handwerkerrechnungen im Umfang von zig Millionen übernahm das Institut, was CEO Hilmar Kopper provokativ als „Peanuts“ bezeichnete.

Damals fielen prestigeträchtige Gebäude wie das Bernheimer-Haus in München an die Deutsche Bank. Ihre Verwertung konnte jedoch erwartungsgemäß nicht die Schulden ausgleichen. In der Folge leitete sie die Restrukturierung ihrer Immobilienfinanzierung ein und musste eine Wertberichtigung in Höhe von einer halben Milliarde Mark vornehmen.

Das war vor einem Vierteljahrhundert. Etwa zur gleichen Zeit nutzte die Bank die Chance, ihr Geschäft an der Wall Street auszubauen. 1990 schuldete die Trump-Organisation amerikanischen Banken mit 4 Mrd. US-Dollar eine ähnliche Summe wie Schneider in Deutschland. Nach der verlustträchtigen Restrukturierung der Schulden wandten sich die meisten einheimischen Banken von Trump ab. Die Deutsche Bank sprang ein und wurde bis zur Jahrtausendwende zum primären Gläubiger.

Berichten zufolge organisierte die Deutsche Bank später russische Geschäftspartner, die die weitere Expansion mitfinanzierten. Angesichts der undurchsichtigen Beziehungen zu Putin hatte sich das Ganze durch Trumps Sprung ins Weiße Haus zu einem höchst brisanten Thema entwickelt. Während der Präsidentschaft blieb dem Bankhaus auch kaum etwas anderes übrig, als stillzuhalten.

Wie es jetzt weitergeht

Anscheinend gelang es der Deutschen Bank, ihre Außenstände gegenüber der Trump-Organisation über die letzten Jahre zu senken. Zuletzt wurde eine Summe von 340 Mio. US-Dollar genannt. Die Darlehen werden 2023 fällig.

Hier droht ein mehrdimensionaler Schaden: Ähnlich wie bei Schneider schädigt diese Beziehung die Reputation. Sollten darüber hinaus bezüglich der Russland-Geschäfte Unregelmäßigkeiten ans Tageslicht befördert werden, könnten dem leidgeprüften Institut weitere Strafen aufgebrummt werden. Und falls Trump insolvent werden sollte, drohen erneut Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Angesichts von chronischen Verlusten über Jahre hinweg musste der Konzern in früheren Jahren zum Teil praktisch keine Bundessteuern bezahlen. Kommentatoren gehen davon aus, dass Trump das Immobiliengeschäft mit seinen Millionengagen für TV-Shows querfinanzierte. Das wird er zukünftig kaum noch machen können. Ebenso wenig wird er lukrative Marketingvereinbarungen mit internationale Immobilienentwicklern abschließen können.

Früher wurden Millionenbeträge bezahlt, um Projekte mit dem Antlitz des Moguls bewerben zu können. Heute werden Hotels mit Trump-Schriftzug still und heimlich umbenannt. Beispielsweise heißt der „Trump Ocean Club International Hotel and Tower“ seit 2019 unspektakulär „JW Marriott Panama“.

Wichtig zu wissen ist also, dass die meisten Trump-Hotels nur den Namen lizenziert hatten. Der Trump-Organisation gehört nur ein kleiner Teil der Objekte. Und diese leiden genauso unter der Coronakrise wie die gesamte Branche. Neben auflaufenden Verlusten ist mit Abschreibungen auf den Wert zu rechnen.

Kommt die Deutsche Bank mit einem blauen Auge davon?

Dennoch: Soweit sich bei den Untersuchungen zu den Russlandgeschäften keine Unregelmäßigkeiten ergeben, die die Deutsche Bank zu vertreten hat, sollte sie glimpflich aus der Sache herauskommen können. 340 Mio. US-Dollar sind zwar keine Peanuts, aber Trump haftet persönlich und kann mit einer Basisrente im Umfang von 219.200 US-Dollar rechnen. Zusätzlich wird er andere Wege finden, um sich zu vermarkten.

Zur Not übernimmt die Deutsche Bank den Trump Tower, um sich in Manhatten breitzumachen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie sich so lautlos wie unter den Umständen eben möglich aus der Geschäftsbeziehung herauszieht. Selbst wenn das bedeuten sollte, dass mal wieder millionenschwere Sonderabschreibungen anstehen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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