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Macht eine Suchmaschine Sinn für Apple?

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„Ich denke, ihre Suchmaschine ist die beste“, sagte Tim Cook, CEO von Apple (WKN:865985), vor fast zwei Jahren, als er nach der umstrittenen Rolle der Alphabet (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H)-Tochter Google als Standard-Suchanbieter für Apple-Produkte gefragt wurde. Die langjährige Vereinbarung, die aus dem Jahr 2005 stammt, war nicht immer so umstritten, aber die jüngste kartellrechtliche Untersuchung der großen Technologieunternehmen hat ein Licht auf die weitreichenden Auswirkungen der Partnerschaft geworfen – und wie kritisch sie für Googles Traffic ist.

Da die Risiken im Zusammenhang mit dem Deal immer größer werden, überrascht es kaum, dass Apple die alternative Option untersucht, eine eigene Suchmaschine zu entwickeln.

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Applebot war in letzter Zeit aktiver

Die Financial Times meldet, dass Apple die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine vorantreibt, die theoretisch irgendwann in der Zukunft Google als Standardanbieter verdrängen könnte. Apple hat in der Vergangenheit eingebettete Suchfunktionen sowohl an Google als auch an Microsoft Bing ausgelagert, ist aber in letzter Zeit mit Kritik konfrontiert worden, weil es eine Partnerschaft mit Google eingegangen ist, während es gleichzeitig im Rahmen seines anhaltenden Kreuzzugs für den Schutz der Privatsphäre Werbeunternehmen kritisiert hat.

Vor Jahren hat Apple Applebot entwickelt, einen Web-Crawler, der Webseiten für Siri und Spotlight indexiert. Er ähnelt der Technologie, die Google verwendet. Suchexperten haben dem Bericht zufolge einen kürzlichen Anstieg der Applebot-Aktivität beobachtet, was darauf hindeutet, dass der Mac-Hersteller seine Bemühungen, mehr Webseiten zu indizieren, für den Aufbau einer Datenbank ausweitet.

Apple fängt auch an, seine eigenen Suchergebnisse zunehmend in bestimmten Teilen von iOS 14 anzuzeigen, so die Financial Times.

Die Suchpartnerschaft untergräbt angeblich den Wettbewerb

Das Justizministerium hat letzte Woche eine formelle Kartellbeschwerde gegen Google eingereicht, in der Google wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen wird, einschließlich seines Paktes mit Apple. Der Suchführer nutzt die Vereinbarung, um den Wettbewerb effektiv zu blockieren, während Apple für seine Rolle gut bezahlt wird (schätzungsweise 8 bis 12 Milliarden US-Dollar pro Jahr), so die Klage.

„Googles Dokumente erkennen an, dass ‚Safari-Default ein bedeutender Einnahmekanal ist‘ und dass ein Verlust des Deals Googles Gewinn grundlegend schaden würde“, schrieben die Staatsanwälte. „Daher betrachtet Google die Aussicht, den Default-Status auf Apple-Geräten zu verlieren, als ein ‚Code Red‘-Szenario“.

Das Justizministerium schätzt, dass der Deal etwa 36 % aller Suchanfragen in den USA über mobile Geräte und Desktop-Computer abdeckt. Die Beschwerde weist auch darauf hin, dass Google schätzt, dass fast 50 % des gesamten Suchverkehrs im letzten Jahr von Apple-Geräten kam.

Die Zahlungen von Google sind einer der größten Wachstumstreiber für das Dienstleistungssegment von Apple, und es gibt nun Befürchtungen, dass die Regulierungsbehörden darauf drängen könnten, die Allianz aufzulösen. Google nennt die Argumente des Justizministeriums „zweifelhaft“.

Sollte Apple eine Suchmaschine erwerben?

Im Laufe des Sommers schlug der Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi vor, dass Apple die Suchmaschine DuckDuckGo erwerben sollte, um bei der Suche direkt mit Google zu konkurrieren. Den Schätzungen des Analysten zufolge könnte Apple die kleinere Suchfirma wahrscheinlich für weniger als 1 Milliarde US-Dollar aufkaufen.

Allerdings würde diese theoretische Übernahme Apple am Ende viel mehr kosten – in Form von entgangenen Einnahmen von Google. Sacconaghis Schätzung, wie viel Google Apple zahlt, liegt am unteren Ende (7 bis 8 Milliarden US-Dollar). Hinzu kommt die Tatsache, dass DuckDuckGo die Webcrawler-Technologie von Bing lizenziert, so dass der Kauf dem Unternehmen einen begrenzten strategischen Wert haben könnte, besonders wenn Apple mit Applebot vorankommt.

Apple hat in den letzten Jahren aggressiv Kerntechnologien eingekauft, um sich besser von der Konkurrenz abzuheben. Sollte die Suche in diese wachsende Liste aufgenommen werden?

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Suzanne Frey, eine leitende Angestellte von Alphabet, ist ein Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Tochtergesellschaft von Microsoft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 29.10.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Apple und Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft und Short Januar 2021 $115 Calls auf Microsoft.

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