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Vergiss den Börsencrash 2.0! So kommt man gelassener zu Reichtum

Foto: Getty Images

Aktien für den nächsten Börsencrash gesucht? Gelassen zu Reichtum zu kommen ist wahrscheinlich die entspannteste Art, die sich ein Anleger nur vorstellen kann. Sie erfordert aber eine besondere Sichtweise des Investierens, die nicht auf ein hektisches Hin und Her an den Börsen basiert. Ein Erfolg ist dabei nicht immer garantiert. 

Um gelassen zu Reichtum zu kommen ist daher immer ein bisschen Glück erforderlich. Solches Glück hatte, wer frühzeitig in Aktien von Apple, Tesla oder Amazon investierte.

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Er konnte schon innerhalb eines Jahrzehnts mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz zum Millionär aufsteigen – natürlich vorausgesetzt, dass nicht bei den ersten Kursrücksetzern verkauft wurde.

Die großen Gewinne konnte man bei diesen Aktien nur über einen sehr langen Zeitraum realisieren. Anleger, die aus Gier oder Angst bereits nach kurzer Zeit ihre Aktien wieder verkaufen, würden wahrscheinlich nie von den Potenzialen einer Aktie profitieren.

Zwei Aktien, die über ein gewisses Potenzial verfügen, jedoch bei der Bewertung noch nicht allzu weit vorweggelaufen sind, möchte ich heute mit Bechtle (WKN: 515870) und Fresenius (WKN: 578560) vorstellen. Beide Aktien sind relativ gut durch die Coronakrise gekommen und könnten Anlegern langfristig wieder Freude bereiten.

Mögliche Aktien für den nächsten Börsencrash

1. Bechtle Aktie

Bechtle ist ein führender europäischer IT-Komplettanbieter mit rund 75 Systemhäusern in der DACH-Region. Das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern ist ein führender Online-Händler für Informationstechnologie in Europa.

Das im Jahr 1983 gegründete Unternehmen zählt mittlerweile über 70.000 Kunden aus den verschiedensten Sektoren und überzeugt durch ein herstellerunabhängiges Angebot – ein Konzept mit Zukunft.

Langfristige Investoren überzeugte Bechtle mit seinem relativ konstanten Wachstum. Auch die Vision 2030, die einen deutlich höheren Umsatz und Ertrag verspricht, überzeugt. 

Zuletzt gab es einen kleinen Dämpfer aufgrund der Corona-Pandemie, das Wachstum blieb aber robust. So konnte Bechtle den Umsatz im ersten Halbjahr 2020 immerhin noch um 6,6 % auf 2,7 Mrd. Euro steigern. Das Ergebnis je Aktie stieg sogar um 9 % auf 1,84 Euro.

Auch für das Gesamtjahr 2020 bleibt Bechtle positiv gestimmt. Sollte sich das Risiko einer zweiten Welle nicht konkretisieren, so geht das Management von einer anhaltend hohen Nachfrage nach IT-Infrastruktur und IT-Dienstleistungen aus. Die Wachstumsdynamik sollte demnach auch im zweiten Halbjahr bei über 5 % liegen. 

Die bisherige Prognose, den Umsatz und das Ergebnis zwischen 5 und 10 % zu steigern sowie die EBT-Marge mindestens auf Vorjahresniveau zu halten, wurde bestätigt.

2. Mögliche Aktie für einen Börsencrash: Fresenius

Die zweite Aktie, die sich trotz Corona-Pandemie operativ relativ gut geschlagen hat, ist mit Fresenius ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern.

Grundsätzlich könnte man meinen, dass der Konzern aufgrund der stärkeren Relevanz des Gesundheitssektors von der Pandemie profitierte. Schaut man jedoch auf die Zahlen der letzten beiden Quartale, so kann man dem nicht vollumfänglich zustimmen.

Allein im dritten Quartal 2020 konnte der Umsatz nur um 1 % auf 8,9 Mrd. Euro zulegen. Das Konzernergebnis sank sogar um 4 % auf 427 Mio. Euro. Bereinigt um Währungseffekte sah es etwas besser aus: Der Umsatz erhöhte sich um 5 %, das Konzernergebnis um 1 %.

Hintergrund: Das Ergebnis war beeinflusst von fehlenden Beiträgen aus elektiven Behandlungen, einer Unterauslastung von Produktionskapazitäten sowie COVID-19 bedingten Projektverzögerungen.

Trotz belastender Effekte aufgrund von COVID-19 soll der Konzernumsatz im Gesamtjahr 2020 währungsbereinigt um 3 bis 6 % steigen. Das Konzernergebnis wird mit einer währungsbereinigten Veränderung zwischen -4 und +1 % erwartet.

Mit einem auf Bloomberg ausgewiesenen Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10 sowie einem Aktienkurs auf Höhe des Buchwerts könnte die Aktie für Value-Investoren interessant sein.

Die objektiv günstige Bewertung drückt jedoch die Skepsis einiger Investoren bezüglich des Wachstums sowie der Verschuldung aus.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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