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Lufthansa-Aktie: Viel tiefer kann es kaum gehen, oder?

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Die aktuelle Entwicklung der Pandemie hat für die Lufthansa (WKN: 823212) auch noch den letzten Funken Hoffnung auf eine baldige Normalisierung im Keim erstickt. Ursprünglich hatte man gehofft, dass sich die Situation im Sommer wieder in Richtung Normalität bewegen würde. Dass die Hoffnung nun von der Realität eingeholt wurde, lässt sich schon am Aktienkurs ablesen. Der Kurs ist nach einem kurzen Spurt auf über 12 Euro je Aktie im Juni auf inzwischen 7,41 Euro (Stand: 30.10.2020) gefallen.

Viel tiefer kann die Aktie dann ja eigentlich nicht mehr fallen, oder? Schauen wir uns drei Faktoren an, die einen wesentlichen Einfluss darauf haben.

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Wie verändert sich das Verhalten der Kunden?

Für die Lufthansa und andere Airlines ist es extrem schwierig, vorauszuplanen. Denn Reisen ins Ausland sind aktuell in vielen Fällen schwierig bis unmöglich. Und selbst im Inland ist es teilweise nicht mehr möglich, in andere Bundesländer zu reisen. Wie die Lufthansa in fünf Jahren aussehen wird, hängt stark davon ab, wie sich das Reiseverhalten in den kommenden Jahren entwickeln wird. Werden in Zukunft beispielsweise Geschäftsreisen vermehrt digital stattfinden, ist das schlecht für die Airlines.

Ein weiterer Faktor, von dem die Zukunft der Lufthansa ganz entscheidend abhängt, ist die Geschwindigkeit, mit der sie die Kosten senken kann.

Wie entwickeln sich die Kosten der Lufthansa?

Bisher sieht es in dieser Hinsicht nicht gut aus. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres ist ein operativer Verlust von 4,16 Mrd. Euro angefallen. Um die Verluste einzudämmen, hat die Lufthansa bereits mehrere Sparprogramme beschlossen. Zentraler Bestandteil des aktuellen Plans ist die Verkleinerung der Flotte. Um insgesamt 150 Flugzeuge soll die Flotte verkleinert werden.

Angesichts der extrem langsam zurückkehrenden Nachfrage hat die Lufthansa ihre Ziele für die Zahl der angebotenen Flüge, oder besser der angebotenen Sitzkilometer, erheblich nach unten korrigiert. Bisher sah die Planung vor, im Durchschnitt des vierten Quartals wieder auf 50 % des Vorjahreswertes zu kommen. Inzwischen plant die Lufthansa nur noch mit maximal 25 %.

Verschuldung steigt und steigt

Die hohen Verluste hinterlassen natürlich auch deutliche Spuren in der Bilanz. Inzwischen liegt die Nettokreditverschuldung bei 8,9 Mrd. Euro und damit beim Doppelten des derzeitigen Börsenwerts des gesamten Konzerns! In den kommenden Monaten wird dieser Berg mit Sicherheit noch größer werden.

Dank der großzügig bemessenen Stützungsmaßnahme durch den Staat hat die Lufthansa zumindest noch genügend Geld, um den Mittelabfluss eine Weile zu verkraften. Denn am Ende des dritten Quartals standen noch 10,1 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung. Trotzdem ist es extrem wichtig, dass die Mittelabflüsse im kommenden Jahr spürbar reduziert werden. Aktuell plant die Lufthansa, im Laufe des kommenden Jahres wieder Mittelzuflüsse verbuchen zu können. Ob die Planung aufgeht, ist eine andere Frage.

Zusammengefasst zeigt sich, dass die Lufthansa aktuell zwar nicht mehr akut in ihrer Existenz bedroht ist. Aber klar ist auch, dass der Konzern in Zukunft wesentlich kleiner sein wird und ein hartes Stück Arbeit vor sich hat. Denn die Verschuldung ist extrem hoch und wird auf absehbare Zeit weiter steigen. Ob der Markt in den nächsten Jahren profitables Wachstum zulässt, ist zudem fraglich. Daher sind die Aussichten für die Aktie keineswegs rosig. Ein weiterer Kursverfall ist daher wahrscheinlicher als ein Kursfeuerwerk.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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