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Vergiss Intel: Hier sind 3 bessere Aktien

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Value-Investoren könnten den Chip-Giganten Intel (WKN: 855681) als Top-Investition im Technologiesektor halten. Auf den ersten Blick scheint das Sinn zu machen. Schließlich hat Intel einen riesigen Marktanteil bei PC- und Rechenzentrumsprozessoren, und diese Endmärkte dürften von den Work-from-Home-Trends sowie von Cloud-, KI-, IoT-, 5G- und anderen Technologieanwendungen der nächsten Generation profitieren. Inzwischen wird die Aktie nur noch zum 9,4-Fachen des Gewinns gehandelt und bringt 2,75 % Rendite.

Intel stürzte jedoch neulich um über 10 % ab und lieferte Ergebnisse, die sinkende Margen im Bereich Rechenzentren zeigten. Dem Chiphersteller macht die Konkurrenz von Advanced Micro Devices zu schaffen. Der hat Taiwan Semiconductor Manufacturing als externe Foundry genutzt, um Intel bei der Herstellung von 7-nm-Prozessoren zu schlagen. Intel ist in seinem eigenen internen Fertigungsprozess in Rückstand geraten, und das Management war sich nicht sicher, ob Intel seine Chips schließlich an TSM auslagern muss, um aufzuholen.

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Im Grunde genommen befindet sich Intel im Moment in einer schwierigen Lage. Der Turnaround, wenn er denn kommt, könnte eine Weile andauern. Für Value-Investoren, die sich für den Technologiebereich interessieren, sehen die folgenden drei Aktien heute jedoch nach besseren Wetten aus.

Dell Technologies

Dell Technologies (WKN: A2N6WP) ist nicht nur eine billige Aktie; sie scheint tatsächlich gratis gehandelt zu werden.

Wie ist das möglich? Dell, ursprünglich ein Server- und PC-Hersteller, erwarb den Technologieriesen EMC im Jahr 2016. EMC hielt eine Reihe von Beteiligungen an verschiedenen Unternehmenssoftware-Firmen. Die folgenreichste davon war VMware, das die IT-Infrastruktur von Unternehmen in einer einzigen Glasebene „virtualisiert“.

Tatsächlich besitzt Dell etwa 80,4 % der börsennotierten VMware. Gegenwärtig hat VMware eine Marktkapitalisierung von 62,7 Milliarden USD, was bedeutet, dass der Anteil von Dell 50,4 Milliarden USD wert ist. Dell selbst wird jedoch nur mit einer Marktkapitalisierung von 50,9 Milliarden USD gehandelt. Das bedeutet, dass das Eigenkapital von Dell ex-VMware nur mit einem Wert von 0,5 Milliarden USD gehandelt wird.

Allein im letzten Quartal erwirtschaftete das Nicht-VMware-Geschäft von Dell ein Betriebsergebnis von fast 1,7 Milliarden USD. Ja, Dell hat mit rund 54 Milliarden USD in seiner Bilanz eine hohe Verschuldung, aber angesichts der führenden Position von Dell bei Servern und PCs und der starken Rentabilität in diesem Jahr ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass das Unternehmen nichts wert sein soll.

Im September 2021 würde eine Ausgliederung der Dell-Beteiligung an VMware an die Dell-Aktionäre steuerfrei werden und CEO Michael Dell bestätigte im Juli, dass das Unternehmen diesen Schritt in Erwägung zieht. Eine Ausgliederung würde auch die Zahlung einer Sonderdividende von VMware an Dell erforderlich machen. Die würde dazu beitragen, die hohe Schuldenlast von Dell zu tilgen.

Sollte es zu einem solchen Schritt kommen, könnten die Dell-Aktien schnell steigen. Da dies schon innerhalb des nächsten Jahres passieren könnte, scheint es im Moment eine bessere Value-Story als Intel zu sein.

Nutanix

Apropos VMware, sein Hauptkonkurrent im Bereich Virtualisierungssoftware, Nutanix (WKN: A2ACQE), sieht ebenfalls nach einem faszinierenden Value Play aus. Da immer mehr Unternehmen sowohl auf Multi-Cloud- als auch auf Hybrid-Cloud-Lösungen setzen, wird der Markt für hyperkonvergierte Infrastrukturen (HCI) wachsen. HCI-Anbieter wie VMware und Nutanix ermöglichen es Unternehmen, verschiedene Infrastrukturen über eine einfache Schnittstelle zu verwalten und gleichzeitig IT-Ressourcen effizient einzusetzen.

Das IT-Forschungsunternehmen Gartner erwartet, dass der HCI-Markt von nur 4,4 Milliarden USD im Jahr 2018 auf 11,5 Milliarden USD im Jahr 2023 anwachsen wird. Das entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 21 %. Innerhalb dieses Marktes wurde Nutanix in den Magic-Quadrant-Ratings von Gartner und Forrester stets als das führende Produkt eingestuft. Die Kunden geben Nutanix ebenfalls gute Note: Die Gesamtretentionsrate liegt bei 96 %, die Nettoexpansionsrate bei 125 %, der Nettopromoterwert (NPS) bei sogar 90.

Das Unternehmen ist im Vergleich zu anderen Softwareunternehmen erst spät zu einem auf Abonnements basierenden Modell übergegangen. Die Geschichte hat gezeigt, dass diese Umstellung zu einer kurzfristigen Verringerung der Einnahmen führt. Denn die Kunden zahlen für ein Softwarepaket nun jährlich statt auf einmal für mehrere Jahre. In der Regel zahlt sich dies jedoch in der Zukunft mit einem besser vorhersehbaren Wachstum, höheren Gewinnspannen und besserer Kundenzufriedenheit aus.

Während Nutanix also im letzten Quartal nur um 9 % gewachsen ist, stieg die jährliche Abonnement-Umsatzrate um 29 %. Derweil sind die Abonnements von nur 41 % der Einnahmen im ersten Quartal 2019 auf heute 87 % der Einnahmen gestiegen. Das bedeutet, dass der Übergang fast abgeschlossen ist. Seit 2017 ist die Bruttomarge von 63 % auf heute 81 % gestiegen.

Unterdessen erhielt das Unternehmen im August noch mehr Vertrauen, nachdem Bain Capital Private Equity 750 Millionen USD in Wandelanleihen in Nutanix investierte. Die sind zu einem Preis von 27,75 USD pro Aktie in Aktien wandelbar, was über dem derzeitigen Aktienkurs von 25,32 USD liegt. Darüber hinaus wird das Unternehmen Nutanix bei der Suche nach einem Nachfolger für den Gründer und CEO Dheeraj Pandey unterstützen. Er hat kürzlich seinen Rücktritt angekündigt.

Bain tätigt sicherlich keine Investitionen, um 2,5 % zu verdienen. Angesichts der sehr vernünftigen Bewertung von Nutanix zu nur dem 3,7-Fachen des Umsatzes würde ich wetten, dass Bain hier sehr viel mehr von seinem Investment erwartet.

Western Digital

Schließlich sieht der Speicherspezialist Western Digital (WKN: 863060) heute nach einem Schnäppchen aus. Das Unternehmen hat mit David Goeckeler, der den Posten ab März 2020 übernommen hat, einen neuen CEO. Goeckeler hat bereits einige bemerkenswerte Schritte unternommen, darunter die Aussetzung der Dividende des Unternehmens im Mai. Anschließend hat er eine Umstrukturierung in zwei verschiedene Einheiten rund um das Festplattengeschäft und das NAND-Flash-Geschäft unternommen.

Einige glauben, dass dies der Auftakt zu einem Verkauf einer der Einheiten sein könnte. Immerhin hat Intel gerade erst sein NAND-Flash-Geschäft für 9 Milliarden USD an SK Hynix verkauft. Dadurch ist dieser Markt von sechs auf fünf führende Anbieter gesunken. Im zweiten Quartal erzielte Western Digital etwa 2,23 Milliarden USD an NAND-Verkäufen gegenüber 1,65 Milliarden USD von Intel. Allein auf der Grundlage der Einnahmen von Intel im Verhältnis zu Western Digital könnte das NAND-Geschäft von Western Digital eine Bewertung von 12 Milliarden USD erzielen.

Unterdessen ist Western Digital nur einer von drei HDD-Anbietern mit einem Marktanteil von etwa 36 % im zweiten Quartal. Der Rivale Seagate ist ein reiner HDD-Anbieter mit einem Marktanteil von 43 % und einem Unternehmenswert von etwa 15,8 Milliarden USD. Obwohl der Vergleich hinkt und allein auf dem relativen Marktanteil basiert, könnte das HDD-Geschäft von Western Digital einen Wert von 13,2 Milliarden USD haben.

Wenn man beides zusammenzählt, ergäbe sich für Western Digital ein Unternehmenswert von 25,2 Milliarden USD. Aktuell beträgt er etwa 19,6 Milliarden USD, was einem Wertzuwachs von etwa 30 % entspricht. Darüber hinaus könnte die Konsolidierung des NAND-Sektors alle anderen NAND-Akteure im Laufe der Zeit aufgrund des geringeren Wettbewerbs wertvoller machen. Das könnte für die gebeutelte Aktie von Western Digital mehr Gewinn bedeuten.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing und empfiehlt Aktien von Gartner, Intel, Nutanix und VMware. Billy Duberstein besitzt Aktien von Dell Technologies Inc., Nutanix, Taiwan Semiconductor Manufacturing und Western Digital. Dieser Artikel erschien am 26.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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