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Oracle und SAP: Zwei Tech-Aktien, die jetzt günstiger zu haben sind!

Foto: Getty Images

Dieses Jahr steht offensichtlich ganz im Zeichen des Coronavirus. Und dies betrifft natürlich nicht nur die internationalen Börsen, sondern zieht sich durch unser aller Leben. An den Aktienmärkten hat sich 2020 ein gemischtes Bild abgezeichnet. Während einige Branchen bis heute mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen haben, gibt es auch Bereiche, die scheinbar sogar von ihr profitieren konnten.

Dazu gehört ganz klar der Technologiesektor. Und so ist es durchaus nachvollziehbar, dass die Aktien vieler Unternehmen aus diesem Segment im aktuellen Jahr eine überdurchschnittliche Performance gezeigt haben. Aber ich denke, dass nicht alle Investoren bei dieser Rallye dabei gewesen sind. Für alle, die hier vielleicht noch etwas Nachholbedarf haben, betrachten wir heute einmal kurz zwei Tech-Aktien, die derzeit etwas billiger zu haben sind.

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SAP

Kommen wir als Erstes zu unserem Sorgenkind SAP (WKN: 716460). Die Aktie des Konzerns musste letzte Woche, am 26.10.2020, einen Kursrückgang von über 20 % an einem Tag hinnehmen. Und auch im Wochenverlauf ging es mit ihr noch etwas weiter abwärts. Ihr Kurs weist deshalb im Moment nur noch einen Wert von 91,49 Euro (30.10.2020) auf. Aber warum sind die Papiere des Walldorfer Softwarekonzerns jetzt deutlich billiger zu haben?

Am 25.10.2020 hatte SAP seine Zahlen zum dritten Quartal bekannt gegeben. Leider fielen diese wesentlich schlechter aus, als es die Investoren erwartet hatten. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind beispielsweise die Umsatzerlöse um 4 % gesunken. Und beim Betriebsergebnis schlägt sogar ein Minus von 12 % zu Buche. Aber auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr ist von dem Softwarehersteller überraschend gekappt worden.

Außerdem ließ der DAX-Konzern verlauten, dass sich nicht nur im abgelaufenen dritten, sondern auch im aktuellen Quartal die Nachfrage weniger gut entwickelt hat als erwartet. SAP geht deshalb für das Jahr 2020 nur noch von einem währungsbereinigten Betriebsergebnis aus, das zwischen 8,1 und 8,5 Mrd. Euro liegen soll. Vorher hatte man hier noch mit einem Wert von 8,7 Mrd. Euro gerechnet. Und auch, dass man laut SAP-Finanzchef Luka Mucic mehrere Hundert Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Cloudsparte investieren möchte, stößt den Investoren sauer auf. Denn dies wird erst einmal auf die Gewinnspanne drücken.

Jetzt muss man sich natürlich fragen, ob die gemeldeten Geschäftszahlen für SAP wirklich ein so großes Problem darstellen. Denn selbst wenn das Betriebsergebnis für 2020 am unteren Ende der Spanne liegen sollte, hätte der Konzern gerade einmal 100 Mio. Euro weniger verdient als im letzten Geschäftsjahr. Für clevere Investoren, die hier etwas günstiger einsteigen möchten, könnte es sich also durchaus lohnen, sich die SAP-Aktie einmal näher anzuschauen.

Oracle

Schauen wir uns als Nächstes die US-amerikanische Oracle Corporation (WKN: 871460) mit Sitz in Redwood City (Kalifornien) an. Sie zählt gemessen am Umsatz immerhin zu den größten Softwareherstellern der Welt. In 175 Ländern rund um den Globus ist der Spezialist für Datenbanken aktiv. Hier bei uns in Deutschland gibt es insgesamt elf Geschäftsstellen des Unternehmens.

Oracle ist für mich ohne Frage ein Profiteur der Coronapandemie. Unter anderem ist der durch sie verursachte Trend zur Heimarbeit für den Konzern zum Wachstumsmotor geworden. Dies erkennt man sehr schön, wenn man sich die Zahlen zum letzten Quartal anschaut. Oracle konnte hier bei einem Umsatz von 9,37 Mrd. US-Dollar einen Nettogewinn von 2,25 Mrd. US-Dollar erwirtschaften. Dieses Ergebnis liegt um 5 % höher als noch im Vorjahresquartal. Und es zeigt uns sehr deutlich, dass Oracle äußerst profitabel arbeitet. Denn es blieben immerhin 24 % des Umsatzes als Gewinn hängen.

Demzufolge kann sich die Oracle-Aktie in diesem Jahr natürlich gut behaupten. Sie ging zwar in der Panik im März etwas in die Knie, konnte sich aber relativ schnell wieder von dem Kursrutsch erholen. Am 12.10.2020 erreichte sie mit 61,46 US-Dollar sogar ein neues Allzeithoch. Doch aktuell ist sie ein wenig zurückgekommen und notiert mit 56,11 US-Dollar (30.10.2020) fast 9 % darunter. Sie ist damit vielleicht kein Schnäppchen, aber trotzdem etwas günstiger zu haben. Wer wie ich an ein weiteres Wachstum bei Oracle glaubt, könnte also jetzt durchaus einmal einen genaueren Blick auf die Aktie werfen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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