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SAP-Aktie vs. Microsoft-Aktie: Welche Software-Aktie ist jetzt der bessere Kauf?

Foto: SAP AG

SAP (WKN: 716460)-Aktien sind am Montag (26.10.2020) um mehr als 20 % eingebrochen. Für viele Marktbeobachter kam der Crash überraschend. Für Motley Fool-Leser hingegen nicht. Sie wussten schon vor einem Jahr, dass SAP überbewertet und es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Aktie korrigiert.

Wenn Aktien ihren Anstieg immer mehr beschleunigen, müssen die Erwartungen jedes Mal noch deutlicher übertroffen werden, um die hohen Kurse weiter zu rechtfertigen. Wird die Gewinnerwartung dann auch nur leicht verfehlt, folgt ein starker Einbruch, wie wir ihn bei SAP gesehen haben.

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In Summe ist er bei SAP allerdings am Ende weniger schlimm, denn die Aktie wird früher oder später sehr wahrscheinlich wieder neue Hochs markieren, solange die Ergebnisse zukünftig weiter steigen. So rechnet das Management bereits bis 2025 mit deutlich besseren Ergebnissen.

Aber wie steht es um Microsoft (WKN: 870747)? Könnte die Aktie derzeit vielleicht die besser Wahl gegenüber SAP sein?

Marktstellung und Geschäftsmodelle

Microsoft ist mit seinem Windows-Betriebssystem und den Office-Produkten weiterhin auf sehr vielen Privat- und Firmenrechnern vertreten. In diesem Sektor ist das Unternehmen also immer noch sehr gut positioniert und marktführend.

Daneben ist der Konzern im Laufe der Zeit in viele weitere Bereiche wie LinkedIn, Werbeeinnahmen, Hardware oder Spiele-Konsolen expandiert. Sie gedeihen derzeit umsatzseitig alle und zudem wachsen alle drei Konzern-Segmente.

SAP hat sich hingegen mit seiner Firmensoftware in einer eigenen Nische gut etabliert und eine sehr gute Marktstellung erarbeitet. Über 83 % des Umsatzes wird mit Software verdient, die zunehmend als Abo über die Cloud angeboten wird. SAP bleibt im Gegensatz zu Microsoft auf sein Kerngeschäft Software konzentriert, was strategisch die bessere Entscheidung ist.

Beide Unternehmen sind in Summe gut positioniert, weshalb dieser erste Vergleich eher unentschieden endet.

Geschäftszahlen

Microsoft hatte unter Steve Balmer eher eine mäßige Zeit. Der Kauf von Nokia (WKN: 870737) entwickelte sich zu einem Fehlinvestment und kostete den Konzern sehr viel Geld. In den letzten zehn Jahren und vor allem unter Sadya Nadella kam das Geschäft wieder in Schwung. So stiegen Umsatz und Gewinn von 69.943 auf 143.015 Mio. US-Dollar beziehungsweise von 23.150 auf 44.281 Mio. US-Dollar.

SAP entwickelte sich zwar auch weiter, aber lange nicht so stark wie Microsoft. Hier kletterte der Umsatz im Zeitraum 2010 bis 2019 von 16.551 auf 30.859 Mio. US-Dollar und der Gewinn von 2.407 auf 3.720 Mio. US-Dollar. Microsoft wächst derzeit stärker als SAP.

Die Bilanzen beider Unternehmen glänzen mit einem hohen Kassenbestand und im Vergleich der Nettomarge liegt Microsoft vor SAP.

Dieser Punkt geht also insgesamt eher an Microsoft.

Aktienbewertung

Die Microsoft-Aktie ist aufgrund der guten Ergebnisse in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. Genau genommen waren es in zehn Jahren (27.10.2020) über 860 %. Anleger hätten also mit dieser relativ sicheren Aktie ihr Kapital fast verzehnfacht. Doch mittlerweile hat sich hier eine Spekulationsblase gebildet, die mit einer Prognoseverfehlung sehr wahrscheinlich platzen könnte.

Bei SAP ist dies bereits passiert. Die Aktie ist günstiger geworden, aber immer noch leicht überbewertet. Sie ist aktuell sehr viel weniger spekulativ als Microsoft. Dieser Punkt geht deshalb an SAP.

Fazit

Insgesamt ergibt sich ein Unentschieden. Auch wenn beide Unternehmen eine sehr gute Qualität aufweisen, sind ihre Aktien aufgrund der Bewertung derzeit eher kein Kauf.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls und Short January 2021 $115 Call auf Microsoft.

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