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Eli Lilly mit schwächeren Q3-Zahlen: Muss auch Novo Nordisk sich jetzt warm einpacken?

Foto: Getty Images

Es ist weiterhin Berichtssaison und im Rahmen dieser hat jetzt auch der US-Pharmakonzern Eli Lilly (WKN: 858560) frische Zahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate präsentiert. Das Zahlenwerk ist offensichtlich nicht ganz so gut angekommen. Immerhin gehörte die Aktie des US-Konzerns am Handelstag der Veröffentlichung eher zu den durchwachseneren Performern.

Aber riskieren wir lieber einen Blick auf die jetzt gemeldeten Zahlen. Sowie auf eine weiterführende Frage. Nämlich: Muss auch Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) sich jetzt warm einpacken, was die Berichtssaison anbelangt? Immerhin teilen beide Konkurrenten signifikante Marktanteile im Diabetes-Markt.

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Eli Lilly: Die Q3-Zahlen im Blick!

Wie Eli Lilly jetzt jedenfalls verkündet hat, hielt ein zumindest moderates Wachstum weiterhin an: So kletterte der Umsatz im dritten Quartal um 5 %, wobei hierfür insbesondere ein Mengenwachstum von 9 % verantwortlich gewesen ist. Das wiederum zeigt, dass ein Preisdruck zuletzt den Markt beherrscht hat. Das Nettoergebnis lag hingegen bei 1.208,4 Mio. US-Dollar, was um 4 % unter dem Vorjahreswert von 1.253,9 Mio. US-Dollar gelegen hat. Eine schwächere Entwicklung, die zu einem Ergebnis je Aktie von 1,33 US-Dollar führte. Nach einem Vorjahreswert von 1,37 US-Dollar.

Immerhin: Auf Non-GAAP-Basis hielt ein moderates Ergebniswachstum an: Hier kletterte das Nettoergebnis um 3 % auf rund 1.407 Mio. US-Dollar, nach einem Vorjahreswert von 1,36 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie läge hier bei 1,54 US-Dollar, was einem Anstieg von 4 % entsprechen würde. Trotzdem zeigt sich insgesamt ein eher gemischtes Zahlenwerk.

Aber ist das auch auf den Diabetes-Markt zurückzuführen gewesen? Teilweise: Immerhin spricht das Management von Eli Lilly von einem allgemeinen Preisdruck im Gesamtmarkt. Das könnte auch die Aktie von Novo Nordisk belasten. Allerdings zeigt der nähere Blick, dass es im Diabetes-Markt eigentlich ein weiterhin solides Wachstum gegeben hat. Trulicity, der momentane Blockbuster von Eli Lilly, kam im letzten Quartal auf ein Umsatzwachstum von 9 % auf 1.106 Mio. US-Dollar. Innerhalb der ersten neun Monate lag das Wachstum sogar bei 22 %. Das zeigt, dass der Diabetes-Markt gegenwärtig eigentlich recht solide ist.

Was heißt das für Novo Nordisk?

Für Novo Nordisk kann das wiederum bedeuten: Die Aussichten könnten solide sein und auf ein generelles, weiteres Marktwachstum hindeuten. Trotzdem sind die Gesamtzahlen von Eli Lilly lediglich begrenzt aussagekräftig für den dänischen Konzern. Einfach, weil hier andere Schwerpunkte vorhanden sind.

Außerdem sollten Foolishe Investoren berücksichtigen, dass jetzt möglicherweise Innovation wichtiger wird. Novo Nordisk hat mit einer ersten oralen Variante für Typ-II-Diabetes ein spannendes Produkt in der Pipeline, das möglicherweise für ein längerfristiges, qualitatives Wachstum sorgen könnte. Oder aber für mehr Marktanteile, die sich auf das dänische Unternehmen vereinen. Die Verkaufszahlen von Rybelsus (dem besagten Produkt) könnten daher ein Zünglein an der Waage sein.

Es wird spannend!

Novo Nordisk wird jedenfalls in den kommenden Tagen, und zwar am 30. Oktober, seine Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Die operative Entwicklung von Konkurrent Eli Lilly könnte dabei zeigen: Es mag zwar etwas Preisdruck geherrscht haben. Allerdings sind die Diabetes-Verkäufe weiterhin relativ solide geblieben.

Das wiederum könnte ein positives Vorzeichen für das Quartalszahlenwerk von Novo Nordisk sein. Aber in wenigen Tagen wissen wir ja sowieso bereits mehr.

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