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DAX im Korrekturmodus: Jetzt auf SAP oder doch lieber Münchener Rück setzen?

Foto: Getty Images

Der DAX ist in den letzten Tagen teilweise deutlich im Korrekturmodus gewesen. Zwischenzeitlich durchbrach unser heimischer Leitindex die Marke von 12.400 Punkten. Damit rückt der Zählerstand von 13.000 Punkten wieder in etwas weitere Ferne.

Foolishe Investoren, die jetzt auf der Suche nach günstigen Aktien sind, könnten möglicherweise auf SAP (WKN: 716460) oder die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) blicken. Beide sind auf ihre Art und Weise günstig. Oder zumindest günstiger. Aber welche ist jetzt die bessere Wahl? Lass uns das mit Blick auf eine möglicherweise anhaltende Korrektur im Folgenden einmal etwas näher betrachten.

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SAP oder Münchener Rück: Sicherheitsmarge zählt

Ein erster Faktor, der im Rahmen einer Korrektur wieder relevanter werden könnte, ist der der Sicherheitsmarge. Beziehungsweise die Frage, welche Aktie jetzt preiswerter ist und bei weiterer Volatilität vielleicht nicht mehr ganz so stark nachgeben wird.

Die Aktie von SAP hat im Rahmen der aktuellen Quartalsberichtssaison ordentlich eingebüßt: Zu Beginn der Woche verloren die Anteilsscheine zwischenzeitlich rund 20 %, was natürlich zu einer günstigeren Ausgangslage führt. Mit Blick auf den aktuellen Aktienkurs von 102,40 Euro (27.10.2020, maßgeblich für alle Kurse) und einem 2019er-Gewinn je Aktie von 2,78 Euro beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis jedoch weiterhin auf 36,8, was grundsätzlich nicht preiswert ist.

Die Aktie von SAP wird daher zumindest wie eine moderate Wachstumsaktie bepreist. Sollte das nicht anhalten, könnte das weitere Abverkäufe auslösen. Foolishe Investoren sollten dabei bedenken, dass auch die Prognose für das Gesamtjahr 2020 revidiert worden ist. Eine Sicherheitsmarge ist daher, trotz Korrektur, vielleicht kaum vorhanden.

Anders sieht da schon die Bewertung der Münchener Rück aus: Gemessen an einem Aktienkurs von 207,70 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 18,96 Euro liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei lediglich 11. Keine Frage: Auch der DAX-Rückversicherer spürt die Auswirkungen von COVID-19 und wird möglicherweise nicht einmal die Hälfte des Gewinns je Aktie des letzten Jahres erreichen. Trotzdem: Selbst in diesem Fall läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis 22, 23, 24 oder 25 noch deutlich unter dem von SAP. Zumal hier in den nächsten Jahren ein Turnaround möglich scheint.

Der Buchwert je Aktie lag bei der Münchener Rück außerdem zuletzt bei 211,87 Euro, was zeigt: Der DAX-Rückversicherer verfügt jetzt möglicherweise über eine höhere Sicherheitsmarge, resultierend aus einer preiswerteren Bewertung. Das könnte attraktiver sein.

Starke Dividendenvorzüge

Zugegebenermaßen zahlt auch die Aktie von SAP eine Dividende an die Investoren aus: Gemessen an den zuletzt ausgeschütteten 1,58 Euro beläuft sich die Dividendenrendite jedoch lediglich auf ca. 1,5 %. Das ist vergleichsweise wenig.

Die Münchener Rück kann jedenfalls auch hier mit einem deutlich höheren Wert aufwarten: Die zuletzt ausgezahlten 9,80 Euro entsprechen bei dem aktuellen Aktienkurs einer Dividendenrendite von 4,71 %. Da der DAX-Rückversicherer zudem seit über fünf Jahrzehnten zumindest eine Dividende auf Vorjahresniveau auszahlt, können wir das ebenfalls als defensiver werten. Oder als moderater bewertet mit einer hohen Sicherheitsmarge.

Insbesondere in einer Korrektur kann eine starke, hohe Dividende ein wichtiges Merkmal sein. Die Ausschüttungen und die Dividendenrendite begrenzen häufig das Korrekturpotenzial. Aus diesem Blickwinkel ist die Aktie der Münchener Rück daher ebenfalls interessanter.

Meine Wahl: Münchener Rück

Wenn es daher darum geht, jetzt eine günstigere Aktie für die Korrektur auszuwählen, so fällt meine Wahl auf die Aktie der Münchener Rück. Die fundamentale Ausgangslage ist preiswerter, die Dividende höher. Das bedeutet für mich eine höhere Sicherheitsmarge, die das Korrekturpotenzial begrenzen kann.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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