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Wasserstofftankstellen fürs Haus – bald Realität?

Foto: Getty Images

Vor etwa einem Jahr habe ich bereits über das Thema Wasserstofftankstellen für zu Hause geschrieben. Es geht dabei um eine wirklich interessante Entwicklung aus der Schweiz, die grundsätzlich das Potenzial dazu hat, sehr viel zum Wasserstofftankstellen-Netz beizutragen. Um was es sich hierbei genau handelt und welche Neuigkeiten es dazu gibt, erfährst du im zweiten Abschnitt dieses Artikels.

Im ersten Abschnitt möchte ich mich kurz und prägnant mit dem Thema Wasserstoff im Allgemeinen auseinandersetzen. Es geht dabei darum, wie die Infrastruktur rund um die Wasserstofftankstellen in Deutschland beschaffen ist und ob Wasserstoffautos eine Zukunft haben könnten. Gegenwärtig sieht es nämlich eher danach aus, als ob eher die reine Elektromobilität das Rennen bei den Pkws machen könnte. Wasserstoff deswegen abschreiben würde ich trotzdem nicht.

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Wasserstoff als Antrieb für Autos?

Für die deutsche Politik ist klar: Elektromobilität soll gefördert werden. Aber auch Wasserstoff erhält als Technologie für eine grüne Zukunft den Zuspruch unserer Regierung. Hauptsache, es findet sich für Benzin und Diesel eine ökologischere Lösung. Schaut man sich die Automobilindustrie so an, dann scheint das Elektroauto die bevorzugte Wahl zu sein.

Das liegt sicherlich auch daran, dass Elektroautos eben entsprechend politisch gefördert werden. Aber auch der Bau von Elektroautos gestaltet sich meiner Erfahrung nach einfacher als der von Wasserstoffautos. Da Wasserstoffautos eine Brennstoffzelle benötigen, ähnelt die Technologie eher der eines Verbrennungsmotors.

Ein weiterer Grund, der gegenwärtig eher gegen Wasserstoffautos spricht, ist die spärliche Infrastruktur der Wasserstofftankstellen. Gemäß H2.LIVE sind aktuell in Deutschland 86 Wasserstofftankstellen in Betrieb. Zum Vergleich: Ende Oktober letzten Jahres waren es 76 Stück. Das Tankstellennetz wird ausgebaut, allerdings eher langsam.

Das Thema Reichweite spricht allerdings eher für Wasserstoff als Antriebsform und gegen den Stromer. Obwohl ich persönlich Wasserstoff eher in Verwendung für größere Fahrzeuge sehe (Lkw, Busse etc.), könnte die Erfindung aus der Schweiz durchaus dabei helfen, Wasserstofftankstellen zugänglicher zu machen.

Wasserstofftankstellen für zu Hause

Der EPFL-Ableger GRZ Technologies hat eine vereinfachte Speicherlösung für Wasserstoff entwickelt. Die Lösung steckte vor etwa einem Jahr noch in den Kinderschuhen, scheint allerdings seither Fortschritte gemacht zu haben. Mithilfe dieser Erfindung kommt man der Vorstellung eines dezentralen Wasserstofftankstellen-Netzes näher.

Von der Größe her ist das Gerät überschaubar, es ähnelt in etwa einer Waschmaschine. Darin enthalten ist ein Elektrolyseur, der Wasser in Sauer- und Wasserstoff spaltet. Rund 5 Kilogramm Wasserstoff kann der Apparat auch speichern. Damit kann man einmal volltanken und erhält bis zu 600 Kilometer Reichweite.

Mittels eines neu entwickelten Metallhybriden lassen sich die H2-Moleküle absorbieren. Damit ist es möglich, das Gas bei Raumtemperatur mit einem Druck von 5 Bar zu lagern. Um die Abgabe an ein Wasserstoffauto zu ermöglichen, muss der Wasserstoff zunächst verdichtet werden. Das geschieht mittels Erwärmung, wodurch der Druck steigt und das Gas aus dem Speicher treibt.

Fazit zur Mini-Wasserstofftankstelle

Diese Technologie könnte auf lange Sicht dazu beitragen, in seinem eigenen Heim Wasserstoff zu produzieren. Damit könnte man beispielsweise ein Wasserstoffauto problemlos auftanken. Durch diesen Schritt könnte die Wasserstofftankstellen-Infrastruktur einen Boost bekommen und konkurrenzfähig werden.

Der EPFL-Ableger arbeitet übrigens auch mit Hyundai zusammen, die generell ambitioniert im Bereich des Wasserstoffs unterwegs sind. Für den Autohersteller wird ein Kompressor entwickelt. Erste Prototypen für die kleine Wasserstofftankstelle für zu Hause sollen bis Jahresende hergestellt sein.

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