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3 Gründe, warum die JinkoSolar-Aktie stark gestiegen ist, und welches Risiko jetzt besteht

Solarmodule vor neuem Boom JinkoSolar-Aktie
Foto: Getty Images

Wer die JinkoSolar (WKN: A0Q87R)-Aktie bereits seit dem Börsengang im Jahr 2010 hält, konnte sein Kapital in der Spitze beinahe verelffachen. Aus 1.000 Euro wurden so beispielsweise 11.000 Euro.

Zwischendurch gab es allerdings auch viele Berg- und Talfahrten, die wahrscheinlich die wenigsten Anleger durchgestanden haben. Stattdessen ist davon auszugehen, dass die Masse den Wert erst jetzt kauft. Welches Risiko damit verbunden ist, erfährst du gleich.

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Zunächst zu den Gründen, warum JinkoSolar in diesem Jahr so stark gestiegen ist.

1) Konsolidierte Branche

Es gab eine Zeit als selbst viele deutsche Solarfirmen emporstiegen und zum Teil eine Milliarden-Marktkapitalisierung erreichten. Sie sind mittlerweile zum Großteil aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Die Gründe liegen unter anderem in der chinesischen Subventionspolitik und dem unzureichenden Schutz des europäischen Marktes vor Produkten zu Dumpingpreisen.

Nun sind viele Anbieter in die Insolvenz gegangen, wovon JinkoSolar überproportional profitiert. So beschreibt der Vorstandsvorsitzende Kangping Chen die Situation selber: „Insgesamt wird erwartet, dass die kombinierten Liefermengen der fünf größten Solarmodulhersteller für das Jahr 2020 65 % bis 70 % der Branche ausmachen werden.“

Die übrig gebliebenen Firmen streichen also nun und in Zukunft die ganz großen Gewinne ein, zu denen JinkoSolar zählt.

2) Zyklischer Aufschwung

Solarmodule sind hochtechnisch und unterliegen (ähnlich wie die Chipindustrie) starken zyklischen Preisschwankungen. Wenn wir uns einmal die Aktienkursentwicklung anschauen, sind die Einbrüche und späteren Aufschwünge sehr gut erkennbar.

Während sich also JinkoSolars Umsatz über die vergangenen Jahre stetig nach oben entwickelte, sind die Gewinne zwischenzeitlich immer wieder stark eingebrochen. Zurzeit erleben wir gerade wieder einen Aufschwung, wie die Zahlen zum zweiten Quartal 2020 belegen.

In diesem Zeitraum stieg der Umsatz um 22,2 %, während der Gewinn einen Sprung von knapp 177 % vollzog, was zu einem starken Aktienkursanstieg geführt hat.

3) Technische Verbesserungen und hoher Bedarf

Der technische Fortschritt macht auch vor der Solarbranche nicht halt. So werden die Module immer effektiver, was sehr positiv ist, denn so könnte in absehbarer Zeit der komplette Strombedarf über erneuerbare Energien gedeckt werden.

JinkoSolars neueste Typ-N-Monokristalline-Silizium-Solarzellen erreichen bereits eine Effizienz von 24,79 %. Neueste Forschungen machen sogar schon einen Wirkungsgrad von 47,1 % möglich. Eine hohe Effizienz steigert die Nachfrage, denn so lässt sich mit einer Solarzelle noch mehr Ertrag und Strom erwirtschaften.

Zudem werden Solarzellen, um die Energiewende zu bewältigen, weiterhin politisch stark gefördert. So konnte JinkoSolar im zweiten Quartal 2020 seinen Absatz um 32,0 % steigern.

Dennoch besteht derzeit ein Risiko

Alle positiven Nachrichten der letzten Quartale sind bereits im aktuellen Kurs eingepreist. Die Aktienbewertung ist hingegen auf alte Hochs, wie in 2011 und 2014, gesprungen. Im November 2019 stufte ich die Aktie übrigens noch als unterbewertet ein. Wenn JinkoSolar zukünftig also nicht weitere wirklich starke Verbesserungen präsentiert, könnte die Aktie eher fallen.

In diesem Zusammenhang sollten Investoren die Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Kangping Chen überdenken: „Die Solarnachfrage ging im Laufe des Quartals aufgrund der wirtschaftlichen Abschwächung zurück, was einen Rückgang der Modulpreise auslöste. Viele vorgelagerte Produktionsunternehmen waren gezwungen, Lagerbestände abzubauen, und Unternehmen, denen es an Produktdifferenzierung und Kostenflexibilität mangelte, hatten Mühe, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Markt konsolidiert sich aufgrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds und des starken Wettbewerbs innerhalb der Branche weiter, während die Produktionskapazität und die Infrastruktur der integrierten Hersteller gegenüber Risiken und Preisschwankungen resistent bleiben.“

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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