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Ladetechnik-Aktie Compleo: 10x billiger, aber auch besser als ChargePoint?

Foto: Getty Images

Es kommt spürbar Schwung in die Elektromobilität und mit jedem weiteren aufladbaren Auto steigt die Nachfrage nach passender Ladeinfrastruktur. Zwei Unternehmen, die davon besonders profitieren wollen, sind ChargePoint (mit dem börsennotierten Fusionspartner Switchback Energy Acquisition Corp. (WKN: A2PZCD)) und Compleo Charging Solutions (WKN: A2QDNX).

Doch welche Aktie hat mehr Potenzial? Hier sind die Hintergründe und ein Ausblick.

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Das Marktumfeld von ChargePoint und Compleo

Anbieter von Kfz-Ladegeräten für zu Hause gibt es wie Sand am Meer. Wenn es jedoch um höherwertige Lösungen für Flotten und öffentliche Ladepunkte geht, dann müssen gewaltige Ströme beherrscht und das Eichrecht beachtet werden. Das können nicht so viele. Neben einigen Elektrokonzernen wie ABB (WKN: 919730) denke ich dabei vor allem an die E.ON (WKN: ENAG99)-Tochter Innogy eMobility Solutions.

Außerdem hat Bosch-Partner ADS-TEC als Neueinsteiger kürzlich die Serienfertigung des zusammen mit Porsche entwickelten HCP-Boosters gestartet, einem 320-Kilowatt-Hochleistungsladesystem mit netzschonendem Batteriespeicher.

Insgesamt sehe ich hier ein recht dünnes Wettbewerbsfeld angesichts der Tatsache, dass die Experten von Bloomberg New Energy Finance erwarten, dass die globale Elektroauto-Flotte im Laufe der nächsten zwei Dekaden auf über eine halbe Milliarde Einheiten anwachsen wird, für die viele Millionen Ladepunkte benötigt werden.

Was ChargePoint und Compleo besonders macht

ChargePoint und Compleo wollen auf dieser Welle mitreiten: Während die Ladetechnik bei den meisten der vorgenannten Konzerne eher eine Nebenrolle spielt, konzentrieren sie sich voll darauf. Ihre Geschäftsmodelle sind dabei ähnlich: Sie liefern die Hardware, entwickeln passende Software und unterstützen die Betreiber bei der Planung, Installation und Wartung. Beide decken ein breites Produktspektrum für Wechsel- und Gleichstrom ab, haben jedoch mit dem Betrieb und dem Stromhandel selbst nichts zu tun.

Ein Unterschied ist, dass Compleo sich auf (halb) öffentliche Ladepunkte beschränkt, während ChargePoint praktisch die gesamte Bandbreite bis runter zum kompakten Garagenlader abdeckt. Darüber hinaus fokussiert sich die Compleo-Software vor allem auf das dynamische Lastmanagement und die Bereitstellung der Grundfunktionalität für die Backend-Kommunikation und die Integration in Netzwerke.

ChargePoint hingegen bietet eine tiefe Ökosystem-Integration, die mit fortgeschrittenen Nutzerschnittstellen das komfortable Roaming zwischen Ladenetzen in Europa und den USA unterstützt. Damit entsteht eine schnell wachsende Plattform, die für regelmäßige Einkommensströme sorgt.

ChargePoint und Compleo im Zahlenvergleich

ChargePoint ist zweifellos ein größerer Spieler als Compleo. Hinter dem amerikanischen Unternehmen stehen mächtige Investoren wie Daimler (WKN: 710000) und Siemens (WKN: 723610), die Hunderte Millionen in seine Entwicklung gesteckt haben. Compleo hingegen wurde 2019 durch ein Management-Buy-out mit Kapitalbeteiligung durch den mittelständischen Unternehmer Rolf Elgeti neu aufgestellt. Den Unterschied sieht man auch an den Kennzahlen:

– Allein letztes Jahr lieferte ChargePoint 32.136 Ladepunkte aus, während Compleo insgesamt eine installierte Anzahl von 22.000 in Deutschland und 3.000 in Europa nennt.
– Beim Umsatz kam ChargePoint 2019 auf 147 Mio. US-Dollar gegenüber 15,2 Mio. Euro bei Compleo.

Entsprechend liegen auch die Unternehmensbewertungen weit auseinander. Für ChargePoint wurde bei der aktuell laufenden Fusion ein Wert (Enterprise Value) von 2,4 Mrd. US-Dollar angesetzt, während Compleos anfängliche Marktkapitalisierung bei 168 Mio. Euro liegt.

Hier locken große Gewinne

ChargePoint und Compleo wachsen schnell mit der Elektromobilität und haben jeweils ihre eigenen Vorzüge. Das deutsche Unternehmen überzeugt mit hochrangigen Kunden, Innovationen im Detail und guten Expansionsmöglichkeiten in Europa. Die Amerikaner auf der anderen Seite haben das komplettere Angebot, eine marktführende Softwareplattform und ein beeindruckendes Partner-Ökosystem.

Die Frage ist dann, ob dies mehr als zehnmal so viel wert ist.

Meiner Ansicht nach ist die hohe Prämie jedoch gerechtfertigt. Denn während Compleo schauen muss, dass sie ihre Wettbewerbsposition halten kann gegenüber den mächtigen Konzernen, hat sich ChargePoint längst einen riesigen Burggraben geschaffen. Andere Hardware-Lieferanten sind hier nicht zwingend Konkurrenten, sondern oft auch Lösungspartner.

Während also die Potenziale von Compleo derzeit noch schwer einschätzbar sind, ist für mich sonnenklar, dass ChargePoint einer der großen Gewinner der Mobilitätswende sein wird.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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