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iRobot-Aktie nach Quartalszahlen: Dip kaufen?!

Quelle: iRobot

Die iRobot-Aktie (WKN: A0F5CC) verfolgt seit der Corona-Baisse im März dieses Jahres einen klaren Trend. Es geht für die Aktie von iRobot, einem Technologieunternehmen, das Haushaltsroboter entwickelt und herstellt, klar nach oben. Im letzten Jahr war die Entwicklung des Aktienkurses deutlich von der Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China negativ geprägt. Dementsprechend nüchtern sind die Ergebnisse ausgefallen; die Aussichten waren ebenfalls nicht rosig. Mit dem Ausbruch der Coronakrise folgte die nächste Hiobsbotschaft für iRobot.

Bereits vor einigen Monaten gab es  jedoch Anzeichen dafür, dass die Geschäfte in diesem Jahr besser laufen als erwartet. Nun hat der Hersteller der schlauen Haushaltshelfer seine Zahlen zum dritten Quartal 2020 veröffentlicht. Die erste Reaktion der Börse ist gut ausgefallen, nur um danach wieder zu verpuffen. Mittlerweile ist die iRobot-Aktie deutlich gefallen (Stand: 21.10.2020).

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In meinen Augen beim ersten Hinsehen eine etwas wundersame Entwicklung, da die Umsätze steigen und die weltweite Nachfrage nach den Modellen Roomba und Braava zunimmt. Werfen wir daher einen Foolishen Blick in das Zahlenwerk von iRobot, um die Aktie besser beurteilen zu können.

iRobot-Aktie: Quartalszahlen im Überblick

Um eines vorwegzunehmen: Die finanziellen Kennzahlen sind wesentlich besser ausgefallen als erwartet. Sowohl die Umsätze als auch die Stückzahlen sind gestiegen. iRobot betont, dass vor allem die Auftragslage in den USA bemerkenswert war.

Konkret gesagt betrug der Umsatz für das dritte Quartal 2020 413 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg um 43 % im Vergleich zum Vorjahr (289 Mio. US-Dollar) gleichkommt. Dieses Umsatzwachstum ist überwiegend auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen sind die Einnahmen aus dem Verkauf von Premium-Robotern gestiegen – das sind die Modelle, die einen Listenpreis von 500 US-Dollar oder mehr haben. Zum anderen ist der Absatz der Stückzahlen gestiegen. Erfreulich ist generell auch, dass der Umsatz mit Direktkunden um 155 % auf 35 Mio. US-Dollar gestiegen ist.

Umsatzzahlen, die definitiv für die iRobot-Aktie sprechen. Auf das laufende Geschäftsjahr gesehen kann das Unternehmen in neun Monaten etwa 886 Mio. US-Dollar an Umsatz ausweisen (Vorjahr: 782 Mio. US-Dollar).

Gerade in Sachen Profitabilität ist das jüngst vorgestellte Quartal für die iRobot-Aktie sehr erfreulich ausgefallen. Das bereinigte Nettoergebnis je Aktie fällt mit 2,58 US-Dollar deutlich höher aus als im Vorjahr (1,50 US-Dollar). In den abgelaufenen neun Monaten kann iRobot auf einen bereinigten Nettogewinn je Aktie in Höhe von 3,31 US-Dollar zurückblicken (Vorjahr: 2,93 US-Dollar).

Rosige Aussichten für iRobot?

Rein von den Finanzkennzahlen her kann man sich meiner Meinung nach den Rücksetzer der iRobot-Aktie also nicht erklären. Darüber hinaus gibt es ein paar wichtige Punkte, die ebenfalls für die Aktie von iRobot sprechen.

In Zeiten, wo Menschen verstärkt zu Hause bleiben, scheint das Interesse für Hausroboter zu steigen. Offenbar möchte man zunehmend dafür Sorge tragen, dass die Böden im eigenen Haushalt sauber bleiben. Und das, ohne ständig selbst Hand anlegen zu müssen.

Eine Erleichterung dabei ist auch die Einführung der Home-Intelligence-Plattform Genius™. Mit dieser neuen Art Ökosystem möchte man es iRobot-Kunden ermöglichen, die eigenen Geräte individueller zu gestalten. So lernen die Roboter ihre Umgebung besser kennen und können sich auf persönliche Bedürfnisse anpassen, wie beispielsweise auf die Zeit, in der man sich in einem bestimmten Raum üblicherweise aufhält.

Erfreulicherweise wurden die US-Zollbestimmungen für iRobot-Produkte zugunsten des Unternehmens bis Ende 2020 verlängert. Da iRobot überwiegend in China produziert, ist das ein wichtiger Aspekt. Glücklicherweise bemüht sich das Unternehmen um eine Produktion in Malaysia, um den Handelskonflikt langfristig umgehen zu können.

Die Finanzkennzahlen und Aussichten scheinen also positiv. Warum ist die Aktie von iRobot dann gefallen? Und sollte man gerade jetzt kaufen?

Fazit zur iRobot-Aktie

Ich bin seit längerer Zeit der Meinung, dass die Bewertung der iRobot-Aktie eher moderat ist. Natürlich ist der Aktienkurs in 2020 bisher gestiegen, aber auch das Unternehmen hat sich positiv weiterentwickelt.

Die Produkte und die Welt rund um diese werden qualitativ immer hochwertiger. Mit diesem Know-how kann iRobot meines Erachtens nach mittel- bis langfristig sicherlich noch einige Innovationen auf den Markt bringen. Wer weiß, was Roboter noch alles zukünftig für uns erledigen können?

In Zeiten von immer schnell werdender Digitalisierung, dem Ausbau des 5G-Netzes und wo immer mehr Dinge miteinander verknüpft sein werden, erscheint mir die Aktie von iRobot nicht unbedingt überbewertet. Der Dip beim Aktienkurs ist vermutlich auf eine pessimistische Stimmung für die weitere Zukunft zurückzuführen. Diese kann ich nicht teilen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von iRobot. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von iRobot.

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