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iRobot-Aktie: Warum die Aktie trotz Top-Zahlen 14 % fällt!

Quelle: iRobot

Am Dienstagabend, den 20. Oktober 2020, gab iRobot (WKN: A0F5CC) seine Zahlen zum dritten Quartal 2020 bekannt. Das Technologieunternehmen konnte die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn regelrecht pulverisieren. Unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen stieg die iRobot-Aktie nachbörslich um über 9 %. Am Mittwochabend jedoch stand die Aktie 14 % unter dem gestrigen Schlusskurs bei rund 81 Euro.

Wie fielen die Zahlen genau aus, und sollten sich Anleger der iRobot-Aktie aufgrund des Kursrückgangs eher Sorgen machen oder nachkaufen? Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

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iRobot-Zahlen im Überblick

Im dritten Quartal 2020 steigerte iRobot seinen Umsatz um 43 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 413 Mio. Dollar. Dieser extreme Anstieg ist sowohl auf eine Erhöhung der Stückzahl als auch auf einen Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises zurückzuführen. Die Strategie iRobots, sich auf gewinnträchtige Premiumgeräte zu fokussieren, scheint damit aufzugehen. Der Umsatzanstieg kam vor allem aufgrund extrem starker Verkäufe in den USA zustande.

Fraglich ist, wie viel von diesem Anstieg tatsächlich von Nachfrage durch Konsumenten herrührt. iRobot erzielt über 90 % seiner Umsätze mit Verkäufen an Einzelhändler. Der rasante Umsatzanstieg im dritten Quartal könnte also zum Teil auf den Aufbau von Lagerbeständen durch die Einzelhändler zurückzuführen sein, was durch die Kommentare des Unternehmens in der Pressemitteilung untermauert wird. Das vierte Quartal birgt damit Potenzial für eine negative Überraschung – dies könnte ein Grund für den Einbruch der iRobot-Aktie am Mittwoch sein.

iRobot selbst rechnet jedoch nicht mit einem Umsatzeinbruch im letzten Jahresviertel. Der am Dienstag angehobene Ausblick für das Gesamtjahr deutet auf Umsätze von über 480 Mio. Dollar hin, was ein solides Umsatzplus gegenüber dem abgelaufenen Quartal und dem vierten Quartal 2019 darstellen würde. Das Gesamtjahr 2020 läuft damit angesichts der Umstände weiter überraschend stark!

Insbesondere bei der Profitabilität fällt der neue Ausblick für 2020 wesentlich positiver aus als der ursprüngliche. Das bereinigte operative Ergebnis soll statt 55 bis 75 Mio. Dollar ganze 125 bis 130 Mio. Dollar betragen. Beim bereinigten Gewinn erwartet das Unternehmen zwischen 3,43 und 3,53 US-Dollar je Aktie. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der iRobot-Aktie läge damit bei etwa 27,5 (Stand: Schlusskurs vom 20. Oktober 2020).

Der aktualisierte Ausblick für 2020 bedeutet außerdem, dass iRobot gegenüber 2019 einen Umsatzanstieg von rund 13 % und einen Anstieg des operativen Gewinns um ganze 50 % erwartet.

Weitere gute News

Auch abseits der Zahlen gab es in letzter Zeit einige gute Neuigkeiten von der iRobot-Aktie. So konnte die Zollbefreiung des Unternehmens bis Ende 2020 verlängert werden. Das Unternehmen produziert fast ausschließlich in China und erzielt einen großen Teil seiner Umsätze in den USA. Die Ausnahme ist extrem wichtig für das Unternehmen, da durch die normalerweise erhobenen Strafzölle iRobot seine Preise in den USA deutlich anheben müsste, was die Nachfrage dämpft.

Unklar ist aktuell, ob die Ausnahme ein weiteres Mal verlängert wird und dann auch für 2021 gilt. Bleibt die Verlängerung aus, könnte der Umsatz im Folgejahr einbrechen. iRobot steuert jedoch gegen, indem Teile der Produktion aus China nach Malaysia verlagert werden.

Wie bereits erwähnt ist das dritte Quartal zudem ein weiterer Beweis dafür, dass iRobots strategische Fokussierung auf den gewinnträchtigeren Premium-Markt funktioniert. Die Umsätze mit Premiumgeräten, die einen Listenpreis über 500 US-Dollar haben, stiegen um 86 % an. iRobot geht diesen Schritt nicht nur, um die Margen zu verbessern, sondern auch, um sich von Billiganbietern abzugrenzen, die die dominante Marktposition des Unternehmens angreifen wollen.

Mit dem Release der iRobot-Genius-Plattform im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen außerdem einen Schritt getan, um seine Roboter deutlich personalisierter und intelligenter zu machen. Das langfristige Ziel von iRobot ist es, zu einem essenziellen Smart-Home-Anbieter zu werden.

Foolishes Fazit

Insgesamt war das dritte Quartal 2020 aus meiner Sicht eine Demonstration der Stärke von iRobot. Der Konzern hat sowohl in finanzieller Sicht überzeugt als auch produkttechnisch Fortschritte gemacht. Zudem wird das Unternehmen wohl seine ursprünglichen Ziele für 2020 übertreffen – obwohl zwischenzeitlich eine Pandemie dazwischenkam.

Der Kursrückgang der iRobot-Aktie am Mittwoch ist daher absolut kein Grund, in Panik zu verfallen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von iRobot. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von iRobot.

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