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Das Dividendenwachstum von Fresenius könnte sich verlangsamen: Aus diesen 2 Gründen!

Foto: Getty Images

Eines vorweg: Die Aktie von Fresenius (WKN: 578560) besitzt definitiv eine sehr spannende Dividende. Obwohl bei einem aktuellen Aktienkurs von 39,32 Euro (08.10.2020, maßgeblich für alle Kurse) und einer zuletzt ausgezahlten Dividende von 0,84 Euro bloß eine Ausschüttungsrendite von 2,12 % winken würde, so besitzt der DAX-Gesundheitskonzern eine Menge Qualität.

Hinter der Aktie von Fresenius steckt schließlich der erste deutsche Dividendenaristokrat. Zudem ist das Ausschüttungsverhältnis mit momentan ca. 25 % vergleichsweise gering. Das könnte auf etwas Spielraum beim Dividendenwachstum hindeuten.

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Trotzdem glaube ich, dass sich jetzt das Dividendenwachstum verlangsamen könnte. Warum, fragst du dich? Das soll uns im Folgenden etwas näher beschäftigen. Grundsätzlich sehe ich zwei Gründe, die jetzt zumindest kurz- und mittelfristig dafürsprechen könnten.

Fresenius: Operative Wachstumsbremse

Ein erster Grund, der für ein etwas langsameres Dividendenwachstum sprechen könnte, ist die operative Bremse. Fresenius musste im zweiten Quartal einen Rückgang beim Konzernergebnis um 13 % hinnehmen. Für das laufende Geschäftsjahr 2020 rechnet das Management mit einem Rückgang beim Ergebnis von bis zu 4 %. Maximal und im glücklichsten Fall wird es hingegen einen Zuwachs um 1 % geben. Das zeigt: Die Aktie von Fresenius tritt operativ ein weiteres Jahr auf der Stelle.

Die Dividende von Fresenius wird in Anbetracht der drohenden operativen Konstanz zwar nicht in Gefahr sein: Wie gesagt, ein Ausschüttungsverhältnis von 25 % ist weit davon entfernt, kritisch zu sein. Trotzdem, wenn wir uns die Historie der Dividende von Fresenius ansehen, so fällt auf, dass sie stets bloß etwas schmückendes Beiwerk gewesen ist. Und sogar auch, dass das Ausschüttungsverhältnis eigentlich schon ziemlich hoch ist.

Für das Jahr 2017 hat Fresenius beispielsweise 0,75 Euro ausgeschüttet, was gemessen an einem Gewinn je Aktie von 3,27 Euro einem Ausschüttungsverhältnis von 22,9 % entsprochen hat. Für 2018 waren es hingegen 0,80 Euro, die gemessen an einem Gewinn je Aktie von 3,65 Euro einem Ausschüttungsverhältnis von 21,9 % entsprachen.

Damit zeigt sich: Fresenius ist nicht am Limit. Aber historisch gesehen relativ hoch. Es wird vermutlich eine weitere Dividendenerhöhung geben, einen größeren Sprung sollten Foolishe Investoren in Anbetracht der operativen Stärke und der Ausschüttungsverhältnisse nicht erwarten.

Relativ und absolut weniger

Zudem sollten Foolishe Investoren würdigen, dass das Dividendenwachstum von Fresenius in den letzten Jahren relativ und absolut gesehen weniger geworden ist. Wie bereits der Blick auf die letzten drei Dividenden zeigt, gab es zuvor Erhöhungsschritte von 5 Cent je Aktie. Im letzten Jahr hingegen von 4 Cent je Aktie. Eine bewusste Entscheidung des Managements, um eben nicht das Ausschüttungsverhältnis zu belasten und die operative Stagnation zu würdigen.

Gleichzeitig nimmt auch relativ gesehen das Dividendenwachstum ab. Mit jeder Steigerung wird schließlich die Vorjahresbasis höher. Oder, anders ausgedrückt: Eine Dividendenerhöhung von 4 Cent wäre effektiver, wenn sich die Dividende bloß auf beispielhafte 0,60 Euro belaufen würde. Anstatt, wie jetzt, auf bereits 0,84 Euro. Relativ gesehen nimmt das Dividendenwachstum ab.

Das spricht ebenfalls dafür, dass sich das Dividendenwachstum jetzt verlangsamt. Wobei die absolute Dividende eine Folge des Dividendentrends zu sein scheint. Die relativen Wachstumsraten sind hingegen eine Frage der Mathematik.

Fresenius: Höhere Dividenden unmöglich?

Das Dividendenwachstum von Fresenius könnte daher weiterhin etwas abnehmen und sich verlangsamen. Zumindest, wenn das operative Wachstum ebenfalls flach bleibt. Die gute Nachricht ist allerdings: Je stärker das operative Wachstum ist, desto wahrscheinlicher könnten mittel- bis langfristig wieder deutlich höhere Dividenden sein. Auch das gibt die Ausschüttungshistorie des DAX-Gesundheitskonzerns eindeutig her.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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