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Dividendenaristokrat AT&T: Eine Value- und Dividendenfalle?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Dividendenaristokrat AT&T (WKN: A0HL9Z) kann im Moment vieles sein. Für manche ist sie beispielsweise aufgrund der vergleichsweise günstigen Bewertung eine klassische Value-Aktie. In der Tat ist die fundamentale Ausgangslage beim US-Telekommunikationskonzern vergleichsweise preiswert. Wobei Foolishe Investoren jedoch den Stagnationskurs würdigen sollten.

Für die meisten ist die Aktie von AT&T jedoch eines: Quelle eines starken, passiven Einkommens. Mit der derzeitigen Dividendenrendite von über 7 %, einem vergleichsweise nachhaltigen Ausschüttungsverhältnis und der seit über 35 Jahren währenden Historie mit jährlich erhöhten Ausschüttungen besitzt die Aktie definitiv eine solide Dividendenqualität.

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Für einen Analysten ist die Aktie von AT&T trotz dieser Vorzüge keine Chance. Nein, sondern sogar eher eine Value- und Dividendenfalle. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was an dieser These dran ist. Beziehungsweise, was Foolishe Investoren jetzt beobachten sollten.

AT&T: Eine Value- und Dividendenfalle?

Genauer gesagt ist es ein Analyst aus dem Hause Keybank Capital Markets, der jetzt zu einer solchen Einschätzung gekommen ist. Kursziele und Rating dürfen uns als Foolishe Investoren natürlich egal sein. Uns geht es eher um die langfristig orientierte Ausrichtung. Sowie die Gründe, die im Rahmen dieser Analyse angeführt werden.

Die auch definitiv vorhanden sind: Der Analyst aus dem Hause Keybanc verweist zur Begründung darauf, dass es zwei signifikante Schwächen im kommenden Zahlenwerk geben könnte. So sei mit einem Nutzerschwund im Direct-TV-Segment zu rechnen. Einem Geschäftsbereich, wohlgemerkt, der schon seit geraumer Zeit leidet.

Des Weiteren geht der Analyst davon aus, dass es auch im Telekommunikations-Segment eine durchwachsene operative Entwicklung gibt. Der durchschnittliche Umsatz je Vertrag sei auch innerhalb dieses Segments gesunken, so der Analyst. Beides würde zu einer nicht erwarteten Abwärtsdynamik führen.

Auch für die weitere Zukunft scheint der Analyst wenig optimistisch zu sein: Demnach sei der Wettbewerb in für AT&T relevanten Bereichen zunehmend hoch. Der Konkurrenzdruck könne auch hier die Aussichten eintrüben. Definitiv eine bemerkenswerte Kurznotiz, mit der wir uns etwas näher beschäftigen wollen. Und, ach ja: Das Fazit lautet entsprechen, dass die Aktie von AT&T eine Value- und Dividendenfalle sein könnte.

Was ist da dran?

Die Foolishe Fragestellung ist jetzt natürlich, was an dieser Meinung dran ist. Um eines vorwegzunehmen: Das Geschäft mit den klassischen TV-Verträgen ist seit geraumer Zeit nicht mehr der Hit. Insbesondere durch das Streaming ist das Kabelgeschäft insgesamt ein rückläufiger Markt. Allerdings bleibt für Foolishe und längerfristig orientierte Investoren abzuwarten, ob die eigenen Streaming-Dienste aus dem Hause AT&T diese Entwicklung mittelfristig kompensieren können. Eine Chance könnte es hier zumindest geben.

Wettbewerb wird auch im Bereich der Mobilfunkverträge jetzt ein heißeres Thema: Insbesondere T-Mobile US ist inzwischen zu den größeren Anbietern in diesem Segment aufgestiegen und besitzt jetzt die Marktmacht, auch AT&T herauszufordern. Jedoch bleibt abzuwarten, inwieweit das gelingen wird. Eine Chance könnte außerdem der 5G-Markt eröffnen, der zu Preiserhöhungen über die gesamte Branche hinweg führen könnte.

Zudem sollten Investoren bedenken, dass die letzten Quartalszahlen definitiv nicht verkehrt gewesen sind: AT&T wies ein Ergebnis je Aktie von 0,83 US-Dollar aus, die sogar von einem COVID-19-Effekt in Höhe von 3 Cent belastet gewesen sind. Damit bleibt das Zahlenwerk des US-Telekommunikationskonzerns eigentlich so weit solide. Das kann auch eine gewisse Richtung für das dritte Quartal aufzeigen.

AT&T: Ein weiterhin starker Dividendenaristokrat?

Es lässt sich nicht leugnen, dass die Aktie von AT&T einige Baustellen besitzt. Trotzdem sind die bisherigen Zahlen immer solide gewesen, was für mich ein Zeichen von Stärke ist. Wobei der US-Konzern zugegebenermaßen auch weiterhin nicht wächst.

Es kann für Foolishe Investoren daher ratsam sein, das dritte Quartal noch einmal zu beäugen. Trotzdem: Die Dividende bleibt in meinen Augen jedenfalls nachhaltig und hoch. Ob das für eine Investitionsthese reicht? Deine Entscheidung.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US.

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