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BASF-Aktie: 3,17 Mrd. Euro zur Rettung der Dividende?

Foto: BASF SE

Die Aktie von BASF (WKN: BASF11) hat auch im Geschäftsjahr 2020 einige operative Probleme. Das hat unterm Strich dazu geführt, dass das Ergebnis je Aktie weiter eingebrochen ist. Zum Halbjahr konnte der DAX-Chemiekonzern lediglich einen Wert von 0,01 Euro ausweisen. Immerhin: Damit ist man gerade so profitabel.

Bei mir hat diese operative Schwäche jedoch dazu geführt, dass ich die kommende Dividendenzahlung zumindest gedanklich mit einem Fragezeichen versehen habe. Bereits im letzten Jahr ist das Ausschüttungsverhältnis mit ca. 110 % nicht nachhaltig gewesen. In Anbetracht eines durchwachsenen Ausblicks für das zweite Halbjahr könnte die kommende Dividende möglicherweise in Gefahr sein.

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Zumindest bis jetzt: Denn im Laufe dieser Woche hat sich ein neuer Sachverhalt ergeben, der möglicherweise das Ergebnis je Aktie pushen könnte. Schauen wir einmal, ob das ausreichend ist. Oder ob das vielleicht doch nicht die Dividenden-Rettung sein wird.

BASF: Verkauf abgeschlossen!

Wie BASF jetzt verkündet hat, steht der Verkauf der Bauchemie-Sparte offenbart vor dem Abschluss. Die eigentlichen Konditionen des Deals mit Lone Star sind zwar bereits per Ende des Jahres 2019 bekannt gegeben worden. Aber jetzt kann offenbar Vollzug gemeldet werden.

Demnach wird der DAX-Chemiekonzern das Segment für 3,17 Mrd. Euro an den Finanzinvestor übertragen. Der Veräußerungsgewinn in nicht definierter Höhe soll ergebniswirksam in das vierte Quartal einfließen. Das könnte zu einem positiven Sondereffekt beim Ergebnis und auch dem Ergebnis je Aktie führen.

BASF treibt auch mit diesem nun finalisierten Verkauf den Konzernumbau voran. Künftig sollen vermehrt die klassischen Kerngeschäfte in den Vordergrund rücken. Aber bleiben wir für heute bei der Frage, ob diese 3,17 Mrd. Euro möglicherweise wichtig zur Rettung der Dividende werden könnten.

Mit Verkaufserlösen Dividende refinanzieren?

Zugegebenermaßen betreten wir mit dieser Frage einen sehr hypothetischen Boden. Trotzdem dürfte die Dividende ein Thema sein, das so manchem Einkommensinvestor jetzt unter den Nägeln brennt, und mit dem Verkauf könnte eine konstante Dividende wieder nähergekommen sein. Allerdings ist das ebenfalls ein ausdrücklicher Konjunktiv.

BASF würde in diesem Fall die Dividende im nächsten Jahr sehr direkt aus der Substanz bezahlen. Das veräußerte Bauchemiegeschäft wird künftig schließlich keine Umsätze und Ergebnisse mehr beisteuern können. Deshalb erscheint es ebenfalls naheliegend, dass sich das Management eher nach Investitionsmöglichkeiten umsehen wird, um die Lücke zu schließen.

Wie im Kontext dieses Deals berichtet wird, wären Investitionen in den Ausbau des Batteriegeschäfts eine Option. Dieser Bereich dürfte, auch in Anbetracht der Elektromobilität, ein künftiger Wachstumsmarkt für den Chemiekonzern sein. Keine Frage: Sinnvolle Investitionen in das Geschäftsmodell wären mit Sicherheit zielführender, als die erlösten Mittel für eine konstante Dividende zu verwenden.

Weiterhin viele Fragezeichen

Positiv zu werten ist daher für den Moment, dass BASF den Konzernumbau weiterverfolgt und auch, dass der DAX-Chemiekonzern jetzt Gewissheit beim Bauchemiegeschäft erlangt. Die erlösten 3,17 Mrd. Euro können dabei Raum für Investitionen in neue Wachstumsmärkte eröffnen.

Fraglich bleibt jedoch, ob die Dividende konstant gehalten werden kann. Das operative Zahlenwerk im ersten Halbjahr bleibt jedenfalls durchwachsen und auch die Aussichten sind gemischt. Foolishe Investoren sollten daher besser nicht zwingend mit einer konstanten Dividende rechnen. Auch wenn sich jetzt durch den Verkauf etwas finanzieller Spielraum ergeben hat.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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