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SAP oder Salesforce – Zu welcher Aktie sollten Anleger jetzt greifen?

Foto: Getty Images

Wer eine der beiden Aktien aufmerksam beobachtet, sollte die jeweils andere Aktie nicht aus den Augen verlieren. Gerne werden die beiden Aktien miteinander verglichen. Salesforce (WKN: A0B87V) und SAP (WKN: 716460) kann man als Konkurrenten der modernen Softwareentwicklung sehen. Während SAP schon 1972 gegründet wurde, entstand Salesforce mitten im Boom des neuen Marktes kurz vor der Jahrtausendwende. Da die beiden Unternehmen im gleichen Bereich tätig sind, können sowohl positive als auch negative Nachrichten eines Unternehmens den Aktienkurs des jeweils anderen beeinflussen.

Unterschiede der beiden Unternehmen

Während Salesforce und SAP in vielen Börsennachrichten oft nur als Konkurrenz gesehen werden, müssen sich die Kunden der beiden Unternehmen nicht unbedingt vor die Wahl stellen, welche Software sie benutzen wollen. Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Unternehmen und deren Software. Während SAP das deutsche Vorzeige-Unternehmen ist, liegt der Hauptsitz von Salesforce im Silicon Valley. Die Heimat der Unternehmen ist für abweichende Gedankengänge und Herangehensweisen bekannt. Wo die Kunden der Unternehmen überwiegend beheimatet sind, lässt sich einfach aus den Firmensitzen ableiten. Investoren können sich deswegen je nach persönlicher Diversifikationsstrategie für das eine oder andere Unternehmen entscheiden. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich beide Unternehmen in die Quere kommen. Beide Unternehmen agieren weltweit.

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Doch der grundsätzliche Anwendungsgrund der beiden Softwarelösungen ist unterschiedlich. Wie erwähnt müssen sich Unternehmen nicht vor die Wahl stellen, eine Integration der Software von Salesforce und SAP ist durchaus möglich. Salesforce ist im CRM (Customer-Relationship-Management) zu Hause. SAP hingegen ist definitiv im ERP (Enterprise-Resource-Planning)-Bereich beheimatet. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass SAP keine Lösungen im Bereich CRM anbietet.

Mit CRM-Software ist es Unternehmen möglich, sich auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten und ein aktives Beziehungsmarketing zu betreiben. ERP-Software bietet Unternehmen hingegen eher die Möglichkeit, interne Prozesse zu steuern und zu verwalten. So kann mit ERP-Software bspw. der gesamte Wertschöpfungsprozess gesteuert und verwaltet werden.

Vergleich der Kennzahlen und Bewertungen beider Aktien

Werfen wir nun einen Blick auf einige Kennzahlen, um die Unternehmen aus Sicht von Investoren beurteilen zu können. Im Umsatzvergleich ist SAP mit erwarteten 28 Mrd. Euro zu Salesforce mit knapp 18 Mrd. Euro (rund 21 Mrd. US-Dollar) das umsatzstärkere Unternehmen. Für Dividendenjäger eignet sich übrigens in diesem Vergleich nur die Aktie von SAP. Bei der dieses Jahr ausgezahlten Dividende und dem aktuellen Kurs von 131,70 Euro (Stand 21.09.2020) ergibt sich eine Dividendenrendite von ca. 1,2 %. Salesforce schüttet aktuell keine Dividende aus.

Für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 kann mit einem durchschnittlichen PEG-Ratio von 1,75 bei SAP gerechnet werden. Bei Salesforce kann man für die gleichen Geschäftsjahre von einem durchschnittlichen PEG-Ratio von 2,16 ausgehen. Zur Berechnung der PEG-Ratio wird das KGV ins Verhältnis zum prognostizierten Gewinnwachstum gesetzt. Bei dem Cashflow je Aktie können beide Unternehmen positiv in die Zukunft schauen. Bei Salesforce wird vom Geschäftsjahr 2020 zu 2022 eine durchschnittliche jährliche Steigerung von 14,2 % prognostiziert. Für SAP sieht die prognostizierte Steigerung zwischen diesen Geschäftsberichten noch besser aus. Hier schätzen Analysten eine jährliche Steigerung von durchschnittlich 19,6 %. Für beide Unternehmen gelten also in Anbetracht der genannten Kennzahlen positive Aussichten. Die Bewertungen beider Unternehmen sind in meinen Augen vertretbar.

Zukunftsperspektiven für SAP und Salesforce

Ein Vorteil beider Unternehmen ist, dass sie die Wichtigkeit von cloudbasierter Software früh erkannt haben. Heutzutage findet nicht cloudbasierte Software kaum noch Anwendung in erfolgreichen Unternehmen und in Zukunft wird der Anteil an Cloudsoftware weiter wachsen. Sowohl SAP und Salesforce haben gezeigt, dass sie es verstehen, cloudbasierte Software zu entwickeln und den Kunden einen erheblichen Mehrwert liefern zu können. Es ist durchaus gut vorstellbar, dass SAP und Salesforce auch weiterhin von dieser Technologie profitieren.

Einen weiteren erfolgversprechenden Punkt sehe ich in der Nachhaltigkeit beider Unternehmen. Der Trend zu nachhaltigen Investments ist bereits ausgeprägt und könnte in Zukunft noch mehr Nachfrage erfahren. Schauen wir beim MSCI World SRI (Socially Responsible Investing)-Index in die Top-10-Unternehmen, finden wir auf Platz 8 Salesforce und auf Platz 10 SAP. Beide Unternehmen sind hier äußerst gut positioniert und können auch von diesem Trend profitieren.

Müsste ich mich zwischen den beiden Unternehmen entscheiden, würde ich zur Aktie von SAP greifen, da ich die Bewertung aktuell für etwas günstiger halte. Zusätzlich kommt mir eine immerhin jährliche Ausschüttung bei SAP entgegen, das ist aber eine persönliche Geschmackssache. Wer es sich einfach machen möchte, kann einfach beide Aktien kaufen, lehnt sich eine Zeit lang entspannt zurück und profitiert womöglich von den beiden hervorragend funktionierenden Geschäftsmodellen von SAP und Salesforce.

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Tom Evertz besitzt Aktien von SAP. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Salesforce.com.

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