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Nestlé-Aktie: Prominenter Portfolio-Abgang und neuer Fokus, Aktie ein Kauf?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Nestlé (WKN: A0Q4DC) tritt momentan auf der Stelle. Es gibt zwar hin und wieder Ausschläge nach oben und nach unten. Wenn wir allerdings den vergangenen Monat in den Fokus rücken, dann stehen die Anteilsscheine heute fast da, wo sie vor ca. viereinhalb Wochen standen: Nämlich mit einem Aktienkurs von 101,00 Euro (29.09.2020, maßgeblich für alle Kurse und Bewertungen) knapp über der 100-Euro-Marke.

Hinter den Kulissen von Nestlé geht der operative Alltag natürlich weiter. Am Dienstag dieser Woche ist dabei eine neue Maßnahme im Portfolio bekannt geworden. Sowie relativ zeitgleich auch, dass sich Nestlé künftig auf einen besonderen Wachstumsmarkt konzentrieren möchte.

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Was sich hinter diesen Meldungen versteckt? Das werden wir im Folgenden etwas näher betrachten. Zeit für einen kleinen, Foolishen Quick-Check an dieser Stelle.

Nestlé: Aus mit Stalden-Creme

Wie der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé in dieser Woche verkündet hat, werde die sogenannte Stalden-Creme verkauft. Dabei handelt es sich um eine Traditionsmarke des Schweizer Konzerns. Allerdings um eine, die eher im schweizerischen Gefilde bekannt gewesen sein dürfte. Aber, immerhin: Damit zeigt sich, dass der Prozess der Portfolio-Optimierung weitergeht.

Seit einigen Jahren ist Nestlé dabei, den Gesamtkonzern quasi einmal auf links zu ziehen und Produktionsstandorte und Marken näher zu beleuchten. Viele Marken und Standorte sind dabei bereits geschlossen, verkleinert, optimiert oder verkauft worden. Alles, um zum Ziel einer größeren Profitabilität beizutragen.

Die Stalden-Creme scheint dabei ein bekanntes, wenngleich kleines Beispiel zum Erreichen dieses Ziels zu sein. Lediglich eine Stelle werde wegfallen, wie in diesem Kontext berichtet wird. Käufer ist demnach der Glarner Lebensmittelhersteller Guma.

Nestlé zielt bis Ende dieses Jahres darauf ab, eine operative Marge von 18,5 % zu erreichen. Noch vor Beginn des Konzernumbaus lag dieser Wert bei 14,7 %. Damit könnte Nestlé auch mit gleichbleibendem Umsatz deutlich mehr Gewinn einfahren. In den letzten Jahren ist diese Maßnahme auch operativer Treiber des Gewinnwachstums gewesen.

Fokus auf Wachstumsmarkt!

Gleichzeitig gibt es jedoch noch eine andere bemerkenswerte Schlagzeile, die im Kontext der Nestlé-Aktie zu vernehmen ist. Demnach werde sich der Schweizer Lebensmittelhersteller künftig verstärkt auf den Markt der fleischlosen Lebensmittel konzentrieren. Ein insgesamt wachsender Markt, der nach Ansicht des Managements jetzt vor einem Schub steht.

Wie der Nestlé-CEO Mark Schneider in diesem Sinne prognostizierte, habe das Interesse an pflanzlichen Lebensmitteln zugenommen und werde es auch weiterhin. Durch die COVID-Epidemie sei die Fleischindustrie, auch in den USA, etwas in Verruf geraten. Auch wegen des Infektionsgeschehens in einigen Fleisch verarbeitenden Standorten.

Zudem hätten die Menschen verstärkt Interesse an Gesundheitsthemen. COVID-19 führe vor allem bei Verbrauchern mit Gesundheitsproblemen zu negativen Folgen. Auch deshalb scheint es zu einem veränderten Konsumverhalten in Teilen der Bevölkerung zu kommen.

Nestlé hat im letzten Jahr bereits einen Umsatz von 200 Mio. Schweizer Franken mit dieser Produktgruppe erzielt. In der ersten Jahreshälfte wuchsen die Erlöse wohl um 40 %. Wenn diese Tendenz so weitergeht, dürfte ein lukrativer Wachstumsmarkt für die Schweizer locken.

Nestlé-Aktie jetzt ein Kauf?

Nestlé arbeitet weiterhin an seiner Zukunft, das können wir zweifelsohne erkennen. Trotzdem sollten Foolishe Investoren nicht vergessen, dass diese zwei Schritte im Gesamtkonzern vergleichsweise klein sein dürften. Selbst der Wachstumsmarkt der fleischlosen Produkte wird erst in Jahren signifikant zum Gesamtumsatz beitragen.

Die Aktie wird weiterhin mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,5 bewertet. Für mich einfach eine zu teure Bewertung. Einen Platz auf der Watchlist haben die Anteilsscheine bei defensiven Investoren dennoch verdient.

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Vincent besitzt Aktien von Nestlé. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

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