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Günstige Einstiegschance: Zwei langfristige Coronaprofiteure, die gerade im Kurs etwas nachgegeben haben!

Foto: Getty Images

Das Jahr 2020 wird uns Investoren wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben. Denn es steht bis jetzt ganz im Zeichen eines neuartigen Coronavirus. Und dieses hat die Welt ja bekanntlich ganz schön auf den Kopf gestellt. Nicht nur, dass es unser aller Leben entschieden verändert hat, auch an den Aktienmärkten hat es seine Spuren hinterlassen.

Dies hat viel damit zu tun, dass die Maßnahmen, die zur Eindämmung des neuen Krankheitserregers verordnet wurden, schlimme wirtschaftliche Schäden verursacht haben. Doch nicht alle Branchen sind gleichermaßen von der Pandemie getroffen worden. Es gibt sogar Firmen, die man getrost als Coronaprofiteure bezeichnen kann. Zwei solcher Unternehmen schauen wir uns im heutigen Artikel einmal kurz an.

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Microsoft

Das US-amerikanische Softwareunternehmen Microsoft (WKN: 870747) kann man wohl mit Recht als einen der bekanntesten Konzerne der Welt bezeichnen. Sein aktuelles Betriebssystem Windows 10 ist weltweit auf mehr als 1 Mrd. Geräten im Einsatz. Es steht für mich außer Frage, dass Microsoft durch die Veränderungen der Coronakrise ein regelrechter Boom beschert wurde.

So favorisieren mittlerweile viele Unternehmen das Arbeiten ihrer Mitarbeiter im Homeoffice. Und deswegen erledigen immer mehr Angestellte ihre betrieblichen Aufgaben von zu Hause aus. Doch man benötigt spezielle Software, um von dort aus auch weiterhin Meetings und Konferenzen abhalten zu können. Dafür greifen viele Konzerne auf Microsofts Kollaborationsplattform Teams zurück. Und es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass sich die Nutzerzahlen seit Anfang März stark erhöht haben.

Schaut man auf die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2020, das bereits am 30.06. endete, dann spiegelt sich dort der Erfolg von Microsoft wider. Der Umsatz konnte um 13,6 % auf 143 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Und auch beim Ergebnis je Aktie (EPS) konnte man zulegen. Nämlich um fast 14 % auf 5,76 US-Dollar je Anteilsschein. Auch bei der Dividende gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Die Quartalsausschüttung steigt nämlich von 0,51 US-Dollar auf nun 0,56 US-Dollar je Aktie.

Getrieben von den durchaus positiven Tendenzen durch Corona liefert die Microsoft-Aktie in diesem Jahr ein tolles Bild ab. Die Panik im März konnte sie nur kurz ausbremsen und am 02.09.2020 wurde mit 231,65 US-Dollar sogar ein neues Allzeithoch markiert. Doch infolge der schwachen Marktsituation sind die Papiere etwas zurückgekommen und notieren aktuell in New York bei 207,82 US-Dollar (25.09.2020). Hier ergibt sich also für alle interessierten Anleger die Chance, etwas günstiger einzusteigen. Wer wie ich an die langfristige Stärke von Microsoft glaubt, könnte sich also ruhig einmal etwas näher mit der Aktie beschäftigen.

Clorox

Auch der US-Konzern Clorox (WKN: 856678) ist meiner Meinung nach durchaus als Coronaprofiteur einzustufen. Denn das Portfolio des Haushaltswaren- und Chemieunternehmens aus Oakland (Kalifornien) besteht unter anderem auch aus Desinfektionsprodukten. Und mit diesen ist man in der aktuellen Zeit natürlich bestens positioniert.

Ich finde, die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass Clorox von der Pandemie sogar profitiert. Für das vierte und letzte Quartal, das auch bei Clorox am 30.06.2020 endete, wurden nämlich hervorragende Ergebnisse bekannt gegeben. Beim Umsatz konnte man um fast 22 % auf 1,98 Mrd. US-Dollar zulegen. Und auch das Ergebnis je Aktie ist von 1,91 US-Dollar auf 2,45 US-Dollar angestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung von etwas über 28 %. Und auch wenn man auf das Gesamtjahr blickt, sieht man eine positive Tendenz. Der Gewinn je Aktie stieg hier nämlich von 6,42 US-Dollar auf 7,46 US-Dollar um insgesamt 16 % an.

Die Clorox-Aktie demonstriert schon seit Beginn des Jahres Stärke. Sie marschiert seit Januar zielstrebig nach oben und markierte am 04.08.2020 mit 237,74 US-Dollar ihren absoluten Höchststand. Von diesem Punkt aus ist sie aber etwas zurückgekommen und notiert aktuell mit 211,51 US-Dollar (25.09.2020) gut 11 % darunter. Hier könnte es also eine Chance geben, sich etwas preiswerter an dem Unternehmen zu beteiligen.

Durch die Coronakrise ist eindeutig eine höhere Nachfrage nach den Produkten von Clorox entstanden. Aber meines Erachtens ist auch nach dem Ende der Pandemie mit weiterem Wachstum bei Haushalts- und Hygieneprodukten zu rechnen. Und der Konzern ist in diesem Bereich nun einmal sehr gut aufgestellt. Anleger, die noch einen Profiteur der Coronakrise mit einem derzeit etwas zurückgekommenen Kurs, aber weiterhin intakten Wachstumsaussichten suchen, könnten mit der Clorox-Aktie also durchaus einmal etwas auf Tuchfühlung gehen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls und Short January 2021 $115 Call auf Microsoft.

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