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TUI-Aktie: Auch Europa wird zum Problem

Foto: Getty Images

Die Aktie von TUI (WKN: TUAG00) hat weiterhin ein übergeordnetes, prägendes Problem: Durch die COVID-19-Epidemie herrscht im Reisemarkt viel Unsicherheit. Verbraucher möchten aufgrund dieser Unsicherheit teilweise nicht buchen. Oder können es auch nicht.

Nach einem sehr durchwachsenen Frühjahr und einem ebenfalls voraussichtlich durchwachsenen Sommer stehen die Anzeichen auch für den Herbst nicht sonderlich gut. Beliebte Reiseziele, um den Spätsommer noch sommerlich zu zelebrieren, beispielsweise Ägypten, Bali oder auch Malaysia, haben zuletzt die Restriktionen erhöht. Reisen für Urlauber in diese Regionen werden dadurch praktisch unmöglich.

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Für einige Investoren lag ein bisschen Hoffnung zumindest auf Europa. Doch jetzt zeigt sich: Reiseziele innerhalb der EU werden nicht zur Entspannung beitragen. Ganz im Gegenteil. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren wissen sollten.

Reiseziele in der EU problematisch

Wer als Investor von TUI aufmerksam die Nachrichten verfolgt hat, der hat eine Schlagzeile mit Sicherheit mitbekommen: Für viele Reiseziele innerhalb Europas ist jetzt eine weitere Reisewarnung ausgesprochen worden. Damit reagiert die Politik auf die wieder zunehmenden Fallzahlen im Kontext von COVID-19.

Passend zur Urlaubssaison und zu den Herbstferien, möchte man beinahe anführen, sind für elf Regionen innerhalb der EU jetzt neue Reisewarnungen ausgesprochen worden. Auf der aktualisierten Liste des RKI werden inzwischen in 14 von 27 EU-Nationen Risikogebiete ausgewiesen. Das macht das Reisen schwieriger und umständlicher.

Zu diesen neuen Risikogebieten gehören unter anderem spannende Ziele wie Kroatien, Portugal und Dänemark. Aber auch unsere österreichischen Nachbarn und die Niederlande werden weiteren dazugezählt. Zwar nicht in Gänze. Aber mit Metropolregionen wie Lissabon, der Bretagne oder in Österreich ganz Vorarlberg zeigt sich: Die COVID-19-Risikogebiete sind für Reiseunternehmen wie TUI alles andere als unerheblich.

TUI: Was bedeutet das?

Für die Aktie von TUI sind das jedenfalls schlechte Vorzeichen. Das Herbstquartal dürfte damit ebenfalls durchwachsen ausfallen. Saisonal dürfte es zum Winter schwieriger werden. Im neuen Frühjahr könnten die Karten neu gemischt werden. Je nachdem, wie die Entwicklung und Marktreife eines Impfstoffs sich darstellen wird und ob eine flächendeckende Impfung möglich gewesen sein wird.

Wie auch immer: TUI hat natürlich vorgesorgt. Mithilfe weiterer Kredite und einer geplanten Ausgabe weiterer Aktien hat das Unternehmen ein milliardenschweres Polster aufgebaut. Beziehungsweise wird es im Rahmen weiterer ausgegebener Aktien noch tun. Trotzdem wird der Cashburn auf Dauer zu einem Problem, wenn sich die Lage im Reisemarkt nicht fundamental verändert.

Investoren auf der Suche nach Rendite sollten weiterhin vorsichtig sein. TUI scheint eher vor einer kurz- und mittelfristig schwierigen Zeit zu stehen. Sollten Ergebnisse oder Cashflows generiert werden, so müssen diese zur Schuldentilgung eingesetzt werden. Vieles deutet entsprechend darauf hin, dass Gewinnrenditen zunächst der Vergangenheit angehören.

TUI: Beunruhigender Nachrichtentrend

Wenn wir dem Nachrichtentrend der letzten Wochen und Monate folgen, so zeigt sich: Bei TUI läuft es operativ nicht rund und wird es voraussichtlich so schnell auch nicht. Das sollten warnende Aussichten für Foolishe Investoren sein. Vorsicht ist das Gebot der Stunde.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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