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Nur noch wenige Wochen: BioNTech-Aktie zwischen Euphorie und Ernüchterung

Foto: Getty Images

BioNTech (WKN: A2PSR2) ist eine großartige Börsenstory, wie man sie in Deutschland selten sieht. Seit dem Börsengang hat sich die Aktie toll entwickelt und jetzt steht das Unternehmen im Mittelpunkt der Hoffnungen auf einen wirksamen Corona-Impfstoff.

Schon in wenigen Wochen dürfte mehr Klarheit darüber herrschen, ob BioNTech in die Massenproduktion einsteigen und sich gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung erarbeiten kann. Die Aktie könnte einen weiteren Sprung nach oben machen. Möglich wäre aber auch ein derber Rücksetzer.

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Sell on good news?

Alle informierten Anleger wissen, dass jederzeit mit guten Nachrichten für BioNTech zu rechnen ist. Dennoch bewegt sich der Kurs aktuell nur wenig oberhalb des Niveaus von Ende März. Viele Aktionäre, die sich in den letzten Wochen und Monaten positioniert haben, hoffen darauf, dass die Aktie abhebt, sobald der Startschuss für die Kommerzialisierung fällt. Die aktuell noch eingepreiste Unsicherheit müsste dann weichen und für deutlichen Rückenwind sorgen.

Andererseits hat sich der Kurs seit dem Börsengang mehr als vervierfacht (Kurs 23.09.: 64 USD versus Ausgabepreis von 15 USD im Oktober 2019), obwohl BioNTech abseits des Corona-Impfstoffs nur wenig Neues vorzuweisen hat. Es könnte folglich gut sein, dass viele der frühzeitig eingestiegenen Anleger nur darauf warten, in einer kurzen Euphoriephase abspringen zu können. Das wäre ernüchternd und könnte zu einer anhaltenden Schwächephase führen, soweit keine neuen Kurstreiber bekannt werden.

Sell on bad news?

Daneben ist noch längst nicht klar, dass sich die Unsicherheit in Wohlgefallen auflöst. Noch immer sind diverse Szenarien denkbar, die den großen Erfolg ausbremsen könnten. Zum einen könnten die Ergebnisse in Phase 3 der klinischen Studie schlechter als erhofft ausfallen. Vielleicht vertragen bestimmte Patientengruppen den Impfstoff nicht gut oder es treten sogar schwerwiegende Komplikationen auf.

Denkbar wäre auch, dass die komplexe Handhabung des Stoffs dem großflächigen Einsatz Hindernisse in den Weg stellen. Oder es stellt sich heraus, dass die Schutzwirkung geringer ist als erwartet und sie zudem nicht sehr lange anhält. Man muss solche Dinge einkalkulieren. Denn wenn man bedenkt, dass bis heute zentrale Fragen rund um das Masketragen, Aerosole, die Rolle von Kindern und Langzeitschäden nicht ausreichend geklärt sind, kann man sich vorstellen, was bei den hastig entwickelten Impfstoffen alles schiefgehen kann.

Trotzdem: BioNTech setzt jetzt alles auf Erfolg. Deshalb wäre jede schlechte Nachricht ein schwerer Rückschlag für das Unternehmen. Klar ist auch, dass jede Verzögerung das Potenzial reduzieren wird. Im Laufe des ersten Halbjahrs 2021 werden voraussichtlich diverse Wettbewerber mit alternativen Impfstoffen angreifen.

Mittlerweile steht auch Johnson & Johnson (WKN: 853260) in den Startlöchern und bereitet sich für eine mögliche Kommerzialisierung im ersten Quartal 2021 vor. Bei deren Impfstoffkandidat hat sich in Phase 2 herausgestellt, dass wahrscheinlich eine einzige Dosis genügt, um den Zweck zu erfüllen. Es wäre ein klarer Vorteil gegenüber den Konkurrenten, die auf zwei Dosen im Abstand von mehreren Wochen setzen. Zudem will der Pharmagigant auf Profite verzichten, solange die Pandemie noch wütet.

Für Impfwillige weltweit sind das gute Nachrichten, für BioNTech jedoch nicht. Vor der Pandemie lag der Kurs im Bereich von 30 US-Dollar. Sollten die guten Nachrichten ausbleiben und dann auch noch schlechte hinzukommen, dann dürfte der Kurs wieder auf dieses Niveau zurückfallen, mindestens.

… oder zieht die BioNTech-Aktie jetzt durch?

Auf alle Fälle scheint BioNTech mehr als bereit. Nach dem Börsengang wurden weitere Hunderte Millionen Euro von Temasek sowie über eine Eigenkapitalerhöhung und aus Bundesmitteln eingesammelt. Für das schnelle Hochfahren der Produktion konnte das Unternehmen neben Pfizer auch Partner wie Dermapharm (WKN: A2GS5D) gewinnen und einen großen Produktionsstandort von Novartis (WKN: 904278) in Marburg erwerben.

Wenn der Plan aufgeht, dann wird BioNTech über die kommenden zwei bis fünf Jahre über einen großartigen Einkommensstrom verfügen, mit dem das Unternehmen seine hochwertige Forschungspipeline viel besser als zuvor intern finanzieren kann. Das würde nicht nur bedeuten, dass zukünftig Verwässerungen der Anteile wegfallen, sondern auch, dass BioNTech in eine viel bessere Verhandlungsposition gegenüber den Pharmakonzernen kommt.

Der Corona-Impfstoff wäre dann voraussichtlich der Startschuss für eine Serie von Blockbuster-Wirkstoffen, die BioNTech ganz weit nach oben im Biotech-Sektor treiben könnte. Angesichts dieser Aussichten könnte es sich lohnen, in diesen deutschen Biotechnologie-Star zu investieren. Dennoch ist es in diesem unwägbaren Segment besonders ratsam, die Risiken im Blick zu behalten und seine Mittel auf verschiedene Investitionsgelegenheiten zu verteilen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson.

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