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Deutsche Telekom-Aktie: Dank hoher Dividende jetzt den Kauf wert?

Foto: Getty Images

Die Aktie der Deutschen Telekom (WKN: 555750) ist nicht gerade dafür bekannt, Millionäre hervorzubringen. Tatsächlich hat sich der Aktienkurs über die vergangenen fünf Jahre praktisch nicht bewegt. Auf dem Weg zu dieser beeindruckenden Performance (wenn man es so nennen möchte) gab es zwar viele Ausschläge in die eine oder andere Richtung. Aber letztendlich haben sich diese immer wieder ausgeglichen, sodass der Kurs wieder an seinem Ausgangspunkt angekommen ist.

Dabei hat sich bei der Telekom in den fünf Jahren finanziell einiges getan. Zwischen den Geschäftsjahren 2015 bis 2019 ist beispielsweise der Umsatz um 16 % auf zuletzt 80,5 Mrd. Euro gestiegen. Ähnlich sieht es mit dem Gewinn aus. Der Überschuss ist um 18 % auf 3,9 Mrd. Euro, oder 0,81 Euro je Aktie gestiegen.

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T-Mobile US glänzt mit hohem Marktwert

Die Dividende pendelte dagegen in der Zwischenzeit zwischen 0,55 Euro und 0,70 Euro hin und her. Für das Jahr 2019 wurden nun 0,60 Euro ausgeschüttet. Das ergibt beim aktuellen Aktienkurs von 15,21 Euro (Stand 18.09.2020) eine Dividendenrendite von knapp 4 %.

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres hat die Telekom zudem eine große Übernahme finalisiert. Die Tochter T-Mobile US (WKN: A1T7LU) hat nach jahrelangen Vorbereitungen und Rechtfertigungen vor Regulierungsbehörden den Konkurrenten Sprint übernommen. Dadurch ist der Umsatz in dem Zeitraum um 37,5 % in die Höhe geschnellt.

Die Tochter T-Mobile ist eine Perle im Telekom-Konzern, die an den Finanzmärkten noch nicht so recht gewürdigt wird. Denn die Tochter ist selbst an der Börse gelistet und wird dort mit fast 120 Mrd. Euro bewertet (Stand 18.09.2020). Die Telekom hält seit der Sprint-Übernahme etwa 43 % der Anteile. Dieser Anteil ist aktuell knapp 50 Mrd. Euro wert. Die Telekom wird an der Börse derzeit aber nur mit 72 Mrd. Euro bewertet.

Hohe Schulden lasten auf dem Aktienkurs

Einer der Gründe für die verhältnismäßig geringe Bewertung dürfte in der hohen Verschuldung des Konzerns liegen. Denn am Ende des zweiten Quartals standen unter anderem aufgrund der Fusion mit Sprint Nettofinanzschulden von 120,8 Mrd. Euro in der Bilanz. Im Prinzip wird die Telekom also nicht mit 72 Mrd. Euro, sondern mit 192 Mrd. Euro bewertet, wenn man die Verschuldung mit berücksichtigt.

Aber der Konzern verfügt auch über einen sehr ordentlichen Cashflow. Der Cashflow ist sogar noch deutlich besser, als es der Gewinn vermuten lässt. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Free Cashflow, also der Kapitalzufluss nach Abzug der Investitionen, bei 7,0 Mrd. Euro und damit um 79 % über dem ausgewiesenen Gewinn. Seit Jahren zeichnet der Gewinn nach Steuern daher eigentlich ein zu geringes Bild der Finanzkraft der Telekom.

Auch in der ersten Jahreshälfte ist der Cashflow weiter gestiegen. Um knapp 20 % ging es auf nun 3,7 Mrd. Euro rauf. Dank des sehr soliden Cashflows dürfte der weiteren Zahlung der Dividende im Bereich der 0,5 bis 0,7 Euro je Aktie nichts im Weg stehen. Denn die Ausschüttung lag im vergangenen Geschäftsjahr bei etwa 40 % des Free Cashflow.

Sollte sich die Telekom dafür entscheiden, die Dividende konstant zu halten, würde voraussichtlich immer noch genügend Geld übrig bleiben, um einen Teil der Schulden zu tilgen. Daher muss man sich in naher Zukunft wohl keine Sorgen um die Dividendenzahlung machen. Aber aufgrund der hohen Verschuldung ist die Telekom-Aktie sicher auch kein Schnäppchen. Es wirkt eher so, als würde die lange Seitwärtsbewegung in ähnlicher Form weitergehen. Die Dividendenrendite von 4 % ist aber in den aktuellen Zeiten der Nullzinspolitik eine attraktive Option. Daher dürfte die Aktie für Anleger, die auf eine stabile Rendite aus sind, durchaus interessant sein.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US.

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