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Kann ING es mit Square und Paypal aufnehmen?

Hierzulande fällt die ING (WKN: A2ANV3) oft durch amüsante TV-Werbung inklusive Promiauftritten von Dirk Nowitzki auf. Die beliebte Direktbank in Deutschland gehört zu der niederländischen Muttergesellschaft, die ebenfalls ING heißt. Naturgemäß ist die Direktbank stark auf Digitalisierung ausgelegt, in den letzten Jahren vor allem mit Schwerpunkt auf mobiles Banking mit dem Smartphone.

Nun haben es Banken heutzutage nicht so einfach. Das Niedrigzinsumfeld sorgt für Schwierigkeiten beim Brot-und-Butter-Geschäft der Banken, den Zinsgeschäften. Üblicherweise verzinst eine Bank die Bankeinlagen ihrer Kunden auf dem Tagesgeldkonto und verleiht dieses Geld im Hintergrund an andere Privatpersonen oder Unternehmen – natürlich zu einem höheren Zins. Die Differenz zwischen dem Zins auf dem Tagesgeldkonto und dem erzielten Zinssatz bei dem Kredit ist die Marge der Bank. Durch die europäische Geldpolitik ist dieses Unterfangen nicht mehr so lukrativ, was viele Banken in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hat.

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Darüber hinaus tauchen vermehrt FinTechs auf, die zwar (noch) nicht am üblichen Bankgeschäft interessiert sind. Allerdings kann sich das schnell ändern. Immerhin beschäftigen sich viele dieser FinTechs mit Zahlungsabwicklungen, Vermögensverwaltung oder Brokerage – es gibt also teilweise Überschneidungen zu Tätigkeitsfeldern von Banken. Auch der Trend, sogenannte „unbanked people“ ersatzweise mit einer Finanz-App anstatt einem Konto auszurüsten, spielt den Banken nicht unbedingt in die Karten.

ING vs. Square und Paypal

Bekannt FinTechs sind zweifelsohne Square (WKN: A143D6) und Paypal (WKN: A14R7U). Beide Akteure sind vorwiegend für ihre B2B-Geschäfte bekannt, obwohl sie bereits nennenswert im B2C-Sektor vertreten sind. Mit der Cash App respektive Venmo haben beide US-Akteure Smartphone-Applikationen, die es Menschen ermöglichen, untereinander Geld zu verschicken und Zahlungen zu erhalten.

Auch der Handel mit Wertpapieren findet hier Einzug, womit die beiden Unternehmen Transaktionsgebühren vereinnahmen. Während die Nutzerzahlen beider Apps weiter steigen, werden sicherlich in Zukunft mehr Angebote vorhanden sein, um die Nutzer weiter zu monetarisieren. Vor allem Produkte mit hohen Provisionssätzen wie Versicherungen könnten hier zunehmend Einzug erhalten.

Die ING hat für ihre Bank- und Depotkunden ebenfalls eine recht innovative App, die stetig mit neuen Updates versorgt wird. Ich persönlich habe ein Konto bei ING und nutze die App beinahe täglich, weshalb ich das aus meiner Warte heraus recht gut beurteilen kann. Vor ein paar Tagen habe ich die App geöffnet und wurde auf etwas hingewiesen. In naher Zukunft soll es Nutzern möglich sein, Versicherungen direkt über seinen Kontozugang abzuschließen. Das hat gleich meine Aufmerksamkeit geweckt

ING entwickelt sich weiter

Die Geschäfte der drei genannten Unternehmen sind natürlich nicht 1:1 vergleichbar. Jedoch basiert der von mir vorgestellte Teil gewiss auf einer breiten Nutzerbasis, die man bestmöglich zu monetarisieren versucht. Sei es mit Transaktionsgebühren oder eben vermehrt durch Provisionseinnahmen.

Mit aktuell 13,5 Mio. Primärkunden hat man eine gute Basis, dieses Vorhaben umzusetzen. Die Cash App und auch Venmo weisen momentan mehr Nutzer auf, allerdings muss man auch bedenken, dass diese vorwiegend in den USA tätig sind. ING ist stark in den Benelux-Ländern und Deutschland vertreten. Allein von der Bevölkerungshöhe ergeben sich dadurch Unterschiede.

Die Zahl an Primärkunden steigt allerdings von Quartal zu Quartal, ebenso wie die Anzahl an Nutzern, die ausschließlich die App für ihr Banking nutzen.

Die Chancen für ING

Erwartungsgemäß kommt der Löwenanteil am Umsatz von Zinsgeschäften. Und das ist auch völlig in Ordnung so, immerhin handelt es sich bei der ING immer noch um eine Bank. Der Anteil an Gebühren und Provisionen wächst allerdings deutlich schneller. In der Vergangenheit haben sich hier wohl bereits die Bemühungen von ING im Bereich Brokerage ausgezahlt. Erst vor Kurzem hat ING Deutschland 50 Mrd. Euro Depotvolumen erreicht – ein Anzeichen dafür, dass immer mehr Leute in Wertpapiere investieren und dementsprechend für mehr Gebühreneinnahmen sorgen.

Wenn man nun auch zusätzliche Produkte wie Versicherungen anbieten und verkaufen kann, dürfte sich das sicherlich positiv auf die Steigerung des Umsatzes auswirken. Darüber hinaus hat die ING – allerdings noch nicht in allen Ländern – eine Funktion implementiert, die Kleinunternehmen dabei hilft, schnell und einfach innerhalb von 48 Stunden einen Kredit zu bekommen. Auch hier ist ING somit in einem nicht wenig interessanten Bereich tätig, den im Übrigen auch Square gewissermaßen bedient.

Abschließend möchte ING natürlich auch weiter in seine Internationalisierung investieren, was wiederum für eine vergrößerte Kundenbasis sorgen könnte. Das Potenzial zur Weiterentwicklung und eine moderne digitale Marke und App besitzt ING jedenfalls meiner Meinung nach.

Fazit

ING möchte sich offensichtlich unabhängiger von Zinseinnahmen machen und versucht, immer mehr Geld mit Gebühren- und Provisionseinnahmen zu verdienen. Dass Zinseinnahmen auf absehbare Zeit nicht die Zukunft für Banken sind, ist längst bekannt, aber trotzdem gibt es genügend Banken, die die Digitalisierung vollkommen verschlafen.

Die niederländische ING fühlt sich im digitalen Umfeld heimisch und legt dazu insbesondere Wert auf ein gutes Kundenerlebnis. Dabei verliert die Bank nicht die Bedürfnisse der Kunden aus den Augen, was sich langfristig sicherlich auszahlen dürfte. Alles in allem halte ich die ING-Aktie daher für sehr spannend.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von ING. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von PayPal Holdings und Square und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $70 Put auf Square und Long January 2022 $75 Call auf PayPal Holdings.

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