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News zur Nikola-Aktie: Trevor Milton feuert zurück

Kurze Zeit, nachdem Hindenburg Research mit einem Shortseller-Bericht die Nikola-Aktie (WKN: A2P4A9) deutlich unter Druck gebracht hat, gibt es neue News zu diesem Sachverhalt. Denn der selbst ernannte Wasserstoffpionier kontert nun. Gründer und Vorstandsvorsitzender Trevor Milton hatte am 11. September bereits auf Twitter angekündigt, möglichst sachlich und vollumfänglich auf die Vorwürfe von Hindenburg einzugehen.

Kurz bevor der Bericht von Hindenburg erschienen ist, hatte Nikola eine Zusammenarbeit mit General Motors angekündigt. Diese Kooperation beinhaltet beispielsweise die Fertigung des Nikola Badger durch GM. Im Gegenzug für diverse Dienstleistungen erhält GM 11 % am Eigenkapital des Wasserstoffunternehmens.

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Der Markt reagierte erfreut auf diese Ankündigung und schickte die Nikola-Aktie auf einen Höhenflug. Wenig später tauchte der Bericht von Hindenburg auf und ließ sämtliche Kursgewinne wieder dahinschmelzen. Mittlerweile notiert die Aktie auf dem tiefsten Niveau seit dem Börsengang (Stand: 14.09.2020).

Hindenburg-Short auf die Nikola-Aktie

Grob rekapituliert, unterstellt der Bericht von Hindenburg, dass Nikola ein Meer aus Lügen erschaffen hat. Dadurch soll es unter anderem sogar die Partnerschaft mit General Motors erreicht haben. Gründer Trevor Milton steht dabei im Mittelpunkt. Ihm wird unterstellt, in vielen Fällen widersprüchliche Aussagen getätigt zu haben. Außerdem soll er mehrere Falschaussagen getätigt haben, die laut Hindenburg mittels aufgezeichneten Telefongesprächen, Textnachrichten, privaten E-Mails und Fotos bewiesen werden können. Kurz gesagt: Laut Hindenburg geht es bei Nikola Motors überhaupt nicht mit rechten Dingen zu.

Die Reaktion von Nikola Motors auf den Shortseller

Wie zu erwarten bezeichnet Nikola den Bericht als falsch und verleumderisch. In der Stellungnahme des Wasserstoffunternehmens heißt es ferner, dass man davon ausgeht, dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung, nämlich unmittelbar nach der Bekanntgabe des Deals mit GM, genau geplant gewesen sei, um aus der daraus resultierenden positiven Kursreaktion einen größeren Hebel für einen Short zu erzielen. Nikola hat die Börsenaufsicht (SEC) kontaktiert und beabsichtigt, mit dieser zusammenzuarbeiten, um den Sachverhalt zu klären.

Des Weiteren argumentiert Nikola, dass man als junges Wachstumsunternehmen bereits mehrere Due-Diligence-Prozesse durchlaufen hätte, unter anderem mit Bosch und eben General Motors. Das spreche für die Seriosität des Unternehmens von Trevor Milton. Man geht in der Pressemitteilung auch auf konkrete Beispiele des Shortseller-Berichts ein. Hindenburg wird dabei unterstellt, Aussagen von Mitarbeitern beispielsweise von Bosch aus dem Zusammenhang gerissen zu haben, um gezielt Sachverhalte falsch darzustellen.

Auch der durchaus amüsante Vorwurf, dass Nikola eine Lkw-Attrappe genutzt haben soll, um einen echten, funktionierenden Lkw vorzugaukeln, wird teilweise zurückgewiesen. Der Nikola One 2016 steht laut Unternehmensangaben im Ausstellungsraum und sei dafür konzipiert, ein eigenes Antriebssystem zu haben. Nur sei es schlussendlich nie dazu gekommen, dass dort ein Antriebsstrang eingebaut wird, da man sich dann mit der zweiten Generation von Lastwagen beschäftigt habe. Unterm Strich bezichtigt Nikola Motors Hindenburg ganz eindeutig der Marktmanipulation mit dem Ziel, die Nikola-Aktie zum Fallen zu bringen und daraus monetären Profit zu erzielen.

In dubio pro reo, aber …

Man könnte durchaus dazu geneigt sein, im Zweifel für den Angeklagten, also Nikola, zu sein. Ob das explizit in diesem Fall sinnvoll ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Allerdings hat mich die Causa Wirecard gelehrt, dass auch Partnerschaften mit renommierten Unternehmen noch lange nicht heißen, dass im Hintergrund kein Betrug laufen kann.

Ich möchte damit nicht sagen, dass ich bei Nikola von einem Betrug ausgehe. Dennoch tauchen um das Unternehmen herum immer mehr Frage- und Ausrufezeichen auf, wodurch mir die Nikola-Aktie zu heiß wird. Das Risiko ist einfach zu hoch, dass auch nur 10 % der Vorwürfe sich als wahr entpuppen könnten. Gut möglich, dass die Wahrheit auch irgendwo dazwischen liegt. Trotzdem widme ich mich lieber aussichtsreicheren Aktien, denen ich mehr Vertrauen schenken kann.

Die skandalfreie Alternative zu Wirecard

Wirecard hat das Vertrauen der Anleger verspielt. Trotz vielversprechendem Geschäftsmodell hat es sich in eine große Krise geführt.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Twitter.

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