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Gazprom-Aktie: China-Optimismus gegen Nord-Stream-2-Pessimismus?

Die Aktie von Gazprom (WKN: 903276) kennt momentan weiterhin bloß ein Thema: Nord Stream 2. Seit dem Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Nawalny steht die Pipeline massiv in der Kritik. Auch hierzulande ist die Stimmung teilweise gegen das EU-Projekt des russischen Erdgaskonzerns gekippt. Die Forderung nach Sanktionen überwiegt dabei den Einheitsgedanken, um sich gegen die US-Sanktionen zur Wehr zu setzen.

Wie es weitergeht, erscheint daher fraglich. Und könnte in gewisser Weise auch damit zusammenhängen, wie transparent sich Russland in dem Fall Nawalny zeigen wird.

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Bei der Aktie von Gazprom gab es nun zum Wochenende allerdings auch andere Meldungen: China und damit verbunden die Pipeline Power of Siberia könnte für Optimismus sorgen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren wissen müssen.

China: Die Nachfrage wächst

Wie Gazprom jetzt berichtet, steigt das Volumen, das nach China geliefert wird, konsequent weiter an. In den Sommermonaten Juli und August sei das exportierte Volumen um ca. 20 % höher gewesen als im Vormonat Juni. Innerhalb der beiden Monate hätten die Lieferungen bei rund 12 Mio. Kubikmetern pro Tag gelegen.

China wird voraussichtlich zu einem klaren Wachstumsmarkt für Gazprom heranreifen. Mithilfe der Pipeline sollen perspektivisch rund 38 Mrd. Kubikmeter Erdgas pro Jahr an das Reich der Mitte geliefert werden. Mit dem neuen Wachstum in den Sommermonaten und einer prognostizierten Lieferleistung von 24 bis 25 Mrd. Kubikmeter Erdgas in diesem Jahr wird Gazprom einen wichtigen Schritt in diese Richtung gehen.

Foolishe Investoren sollten allerdings nicht allzu optimistisch sein. Eine andere These, die die Euphorie ausbremsen könnte, besagt schließlich, dass China bewusst viel fossile Brennstoffe zu günstigen Kursen kauft, um die eigenen Lager voll zu machen. Das könnte möglicherweise die Abhängigkeit von China kurzfristig ein wenig reduzieren und das gelagerte Volumen könnte ebenfalls Einfluss auf die Märkte besitzen. Wobei China durch mehr Unabhängigkeit und volle Lager die Nachfrage etwas kontrollieren könnte.

Nord Stream 2 wird Thema bleiben

Trotzdem sind diese Meldungen eine hervorragende Erinnerung daran, dass die Gazprom-Aktie mehr als bloß das EU-Projekt Nord Stream 2 verbrieft. Mit Power of Siberia und China hat der Erdgaskonzern einen größeren, energiehungrigen Abnehmer gefunden, der für Absatzwachstum sorgen könnte. Zudem existiert noch Turkish Stream in Richtung Türkei. Und auch die Türkei ist ein energiehungriges Land mit wenig eigenen fossilen Ressourcen. Das zeigt, dass Nord Stream 2 eben nicht das dominierende Thema sein muss.

Die Kritik an der EU-Pipeline wird die Aktie zwar weiterhin begleiten. Doch sollten sich Investoren auch hier einer Sache bewusst sein: Die EU und Deutschland sind ebenfalls auf den Import von fossilen Brennstoffen angewiesen und das russische Erdgas deckt einen großen Teil des Bedarfs. Es ist und bleibt daher fraglich, welchen Ausweichplan die hiesige Politik schmiedet.

Auch wenn sich die Aussichten bei Gazprom daher zuletzt ein wenig eingetrübt haben, so sollten Investoren stets die gesamte Ausgangslage sehen und bewerten. Bei Gazprom mag es derzeit etwas komplizierter sein, keine Frage. Allerdings könnte es, egal, wie die Diskussionen verlaufen, Licht am Ende des Tunnels geben.

Gazprom: Jetzt ein Kauf?

Ob Investoren bei der Aktie von Gazprom allerdings zugreifen wollen, das steht auf einem anderen Blatt. Fest steht jedenfalls auch, dass die Abhängigkeit vom Erdgas dem russischen Konzern ebenfalls nicht in die Karten spielt. Durch niedrige Preise und insgesamt weniger Volumen sind die Halbjahreszahlen zuletzt durchwachsen gewesen. Nord Stream 2 ist bei Gazprom jedoch nicht das einzige Thema. Belassen wir es für heute bei diesem Fazit.

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