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Wird der Börsengang von Ant Financial der Todesstoß für die Tech-Rally?

Seit Monaten werden Aktien trotz der desaströsen Wirtschaftsdaten nach oben gepeitscht und viele Anleger fragen sich, wo das alles noch enden soll. Hat eine neue Normalität nun auch an den Börsen Einzug gefunden?

Wahrscheinlicher ist, dass sich die Diskrepanz eher früher als später wieder einrenkt und der Mega-IPO von Ant Financial könnte einiges damit zu tun haben.

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Immer irrere IPOs

Das erste Quartal 2020 verlief relativ schwach, was IPOs angeht. Im März schlug dann die Coronakrise zu, sodass bei Börsengängen erst einmal zwei Monate Pause angesagt war. Seit einigen Wochen nimmt die Schlagzahl bei den Deals jedoch mit atemberaubender Geschwindigkeit wieder zu. Während eine Auswertung von PwC für den Mai noch auf 49 Deals kommt, waren es im Juni bereits 84. Die Analysten gehen davon aus, dass der Trend über das zweite Halbjahr hinweg anhält.

Die jüngsten Entwicklungen belegen diese Annahme. Zuletzt gab es aufsehenerregende IPOs wie CureVac (WKN: A2P71U) und XPeng (WKN: AXPENG). Mit Palantir und Snowflake folgen in Kürze weitere hochrangige Börsengänge. Dutzende andere stehen in der Warteschlange, vor allem an den US-Börsen, die traditionell rund die Hälfte des Volumens anziehen.

Die allermeisten davon wollen „nur“ ein paar Hundert Millionen US-Dollar einsammeln. Doch nun kündigt sich ein neuer Gigant an: Ant Financial will der größte Börsengang aller Zeiten werden. Bei einer Bewertung von weit über 200 Mrd. US-Dollar werden gegebenenfalls über 30 Mrd. US-Dollar in die Kassen gespült.

Warum sich Ant Financial zu einem Problem entwickeln könnte

Ob Ant Financial wirklich so viel wert ist, will ich hier gar nicht diskutieren. Die Nutzerzahl ist riesig und der anhaltende Trend in Richtung bargeldlosem Zahlungsverkehr und E-Commerce sprechen für die Aktie, anderes dagegen. Doch wie auch immer: das Problem liegt woanders.

Ein Hauptargument für die immer weiter steigenden US-Börsen bestand doch darin, dass die überbordende Liquidität einen Hafen finden muss. Ohne Zinsen bei Spareinlagen erscheinen Aktien zu fast jedem Kurs attraktiver. So denken viele Anleger. Doch nun scheint es so, als ob die ganzen Börsengänge sehr viel von der überschüssigen Liquidität aufsaugen. Und es hört ja nicht bei den IPOs auf.

Denn gleichzeitig stoppten viele gute Dividendenzahler ihre Ausschüttungen. Aktienrückkaufprogramme wurden ebenfalls zeitweise ausgesetzt. Andersherum zeigt eine Deal-Auswertung von PwC zum zweiten Quartal, dass seit dem Frühsommer die Eigenkapitalerhöhungen weltweit explodiert sind.

Der Trend hält an: Vor wenigen Tagen wurde beispielsweise bekannt, dass Tesla weitere 5 Mrd. US-Dollar einsammeln will. Zu denken ist daneben auch an die zahllosen Unternehmen, die in höchster Not sind und nur überleben, wenn der Staat oder private Investoren frisches Geld einschießen.

Auch 2000 hat ein Mega-IPO das Ende einer Hype-Blase eingeleitet

Wenn wir zurückblicken, dann lässt sich aus meiner Sicht erkennen, wie groß dieser Faktor ist. 2007 und 2008 waren Private-Equity-Deals ganz groß in Mode. Banken gaben bereitwillig zweistellige Milliardenkredite, um den Finanzjongleuren ihre Deals zu ermöglichen. Als die Grenzen der Schuldenhebel erreicht wurden, standen wir alle vor dem Scherbenhaufen der Finanzkrise.

Anfang 2000, als der Aktien-Boom – ähnlich wie heute – nach oben keine Grenzen zu haben schien, kam mir in einem lichten Augenblick der folgende Gedanke in den Sinn: „Nach dem Börsengang von Infineon (WKN: 623100) wird alles einbrechen.“ Es war lediglich eine Intuition, das Gefühl, dass dieses Ereignis genug Liquidität aus dem Markt ziehen würde, um dem gehypten Markt die Grundlage zu entziehen.

Wenige Wochen später hatten wir eine Rutschbahn, die nicht nur den Neuen Markt platzen ließ, sondern über einen Zeitraum von drei Jahren auch den DAX zwei Drittel verlieren ließ. Jetzt also kommt Ant Financial, die Ameise, die viel größer ist als Infineon. Und mit ihr all die anderen Biotechs, Cloudaktien und so weiter, die jetzt an die Barmittel der Investor ranwollen, während weltweite Airlines und strauchelnde Mittelständler Staatsmittel abgreifen.

Von daher denke ich, dass wir besser nicht auf das mantraartig wiederholte Argument der überschießenden Liquidität vertrauen und uns stattdessen lieber nach wirklich billigen Aktien umschauen, die vom Markt vernachlässigt werden.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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