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Lufthansa-Aktie: Die Probleme sind noch lange nicht vorbei

Die Aktie der Lufthansa (WKN: 823212) leidet weiterhin unter den Einschränkungen des Coronavirus. Bereits im Kontext des Reiseunternehmens TUI (WKN: TUAG00) ist in den letzten Wochen durchgesickert, dass mehr und mehr Reiseziele nicht angeflogen werden können. Das sorgt für weiterhin durchwachsene Aussichten im gesamten Reisemarkt.

Die Kranich-Airline hat sich zwar Milliardenhilfen zum Überleben gesichert. Allerdings deutet sich jetzt an, dass die Ausgangslage trotzdem angespannt bleibt. Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf relevante Aussagen, die zeigen könnten: Das Problem der Kranich-Airline ist alles andere als gelöst.

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Handelsblatt: In 12 Monaten sind Liquiditätshilfen aufgebraucht

Wie das Handelsblatt unter anderem jetzt titelt, könnten die Liquiditätshilfen möglicherweise schneller aufgebraucht sein, als zunächst angenommen worden ist. Die rund 9 Mrd. Euro, die die Kranich-Airline als Hilfen erhalten hat, würden demnach lediglich 12 Monate ausreichen. Zumindest, wenn die Geldverbrennung im derzeitigen Tempo anhält.

Rund 500 Mio. Euro würden momentan jeden Monat an Liquidität vernichtet, wie andere Schlagzeilen die prekäre Ausgangslage weiterhin verdeutlichen. Das zeigt: Mit den Staatshilfen ist lediglich kurzzeitig ein existenzielles Problem gelöst. Operativ läuft es jedoch weiterhin alles andere als rund.

In Anbetracht dieser prekären Ausgangslage ist das Management bestrebt, Kosten zu reduzieren. Unter anderem haben die Verantwortlichen bei der eigenen Flotte den Rotstift angesetzt. Aber auch beim Personal muss möglicherweise mehr eingespart werden, als ursprünglich angedacht gewesen ist. Bis zu einem Drittel der Stellen könnte demnach wegfallen. Das könnte einem Abbau von 40.000 Stellen entsprechen.

Lufthansa-Aktie: Ein Wettlauf mit der Zeit

Wie wir in Anbetracht dieser Ausgangslage erkennen können, befindet sich auch die Lufthansa-Aktie in einem Wettlauf mit der Zeit. Die Liquidität rettet die Kranich-Airline in den nächsten Monaten. Allerdings benötigt die Kranich-Airline zwingend einen operativen Turnaround. Oder aber weniger Kosten, um das Verbrennen der Liquidität zu verhindern. Zumal das Management bislang ausschließt, auf weitere Staatshilfen zu setzen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Verantwortlichen selbst erst mit einer Normalisierung des Reiseverkehrs im Jahre 2024 rechnen. Auch das zeigt, dass die mittelfristigen Aussichten durchwachsen bleiben dürften.

In den kommenden Quartalen könnte sich die Situation zwar entspannen. Insbesondere wenn das Coronavirus eingedämmt werden kann oder aber ein Impfstoff gefunden wird. Zu bedenken gilt es jedoch ebenfalls, dass dem gesamten Reisemarkt ein saisonaler Abschwung in den nächsten Monaten droht. Wobei auch das bloß ein Zünglein an der Waage sein dürfte. Denn, wie gesagt: Viele Reiseziele wird es in den nächsten Wochen und Monaten ebenfalls nicht geben.

Foolishe Investoren sollten vorsichtig sein

Bei der Aktie der Lufthansa sollten Foolishe Investoren daher weiterhin vorsichtig sein. Es zeigt sich, dass Liquidität eben nicht alles ist, sondern dass es für einen nachhaltigen Turnaround eine operative Komponente benötigt. Die auf Sicht des Gesamtkonzerns allerdings weit, weit entfernt zu sein scheint.

Die Aussichten werden von saisonalen Schwierigkeiten, aber auch von der noch immer vorherrschenden Pandemie negativ beeinflusst. Aspekte, die weiterhin zum Verbrennen von Cash führen dürften und die momentane, problembehaftete Ausgangslage nicht gerade verbessern dürften.

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