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Aurelius kann Krise! Aktie jetzt kaufen?

Bild: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA

Blickt man auf den Chartverlauf der Aurelius-Aktie (WKN: A0JK2A), wird einem ganz anders. In den vergangenen drei Jahren hat die Aktie von Aurelius eine sondersgleiche Talfahrt mitgemacht. Der Höhepunkt (oder besser gesagt der Tiefpunkt) dieser Talfahrt wurde durch die Entwicklungen im Zuge der Coronakrise erreicht. Zuvor war Aurelius oft Opfer von Shortseller-Attacken, die den Kurs regelmäßig nach unten geprügelt haben.

Der Coronacrash hat insbesondere Unternehmen erwischt, deren Geschäftsmodelle mehr oder weniger unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind. Aurelius besitzt ein Portfolio mit einigen Unternehmen, die in entsprechenden Feldern tätig sind. Im ersten Augenblick also legitim, dass der Markt diese erhöhten Risiken in die Unternehmensbewertung einpreist.

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In der Vergangenheit hat Aurelius allerdings gezeigt, dass sie ihr eigenes Geschäftsmodell beherrschen. Man könnte sogar sagen, Krisen sind ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts der Grünwalder. Das unterstreichen auch die neuesten Ergebnisse zum Halbjahr.

Das Geschäftsmodell von Aurelius kurz vorgestellt

Bevor wir uns den harten Zahlen widmen, möchte ich kurz auf das Geschäftsmodell von Aurelius eingehen. Es ist eminent wichtig, dieses zu verstehen, bevor man überlegt, in dieses Unternehmen zu investieren. Aurelius ist eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf Übernahmen von kriselnden Geschäftszweigen oder Unternehmen spezialisiert hat.

Üblicherweise kann Aurelius die Akquisitionen zu guten Konditionen durchführen, da entweder Konzerne die defizitären Teile des Unternehmens möglichst schnell losbringen möchten oder ein einzelnes Unternehmen sich in einer tief greifenden (finanziellen) Krise befindet. Nach der Übernahme bemüht sich Aurelius, das Unternehmen zu restrukturieren und langfristig auf Erfolgskurs zu bringen.

Die meisten Tochterunternehmen erwirbt Aurelius mit dem Ziel, diese bei einem Exit wieder lukrativ zu veräußern. Bisher gelang das den Münchnern in der Vergangenheit gut. Das belegen vor allem die letzten Verkaufscoups.

Solides erstes Halbjahr

Nachdem das Geschäftsmodell von Aurelius erklärt ist, dürften die neuesten Ergebnisse besser zu verstehen sein. Beachtenswert ist vor allem, dass die Mehrzahl der Konzernunternehmen die Krise bisher ganz gut meistert. Der Konzernumsatz, der aufgrund von Übernahmen und Verkäufen üblicherweise stark schwanken kann, lag für das erste Halbjahr 2020 bei 1,63 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,89 Mrd. Euro).

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen) lag mit 258 Mio. Euro bedeutend höher als im Vorjahr (53,8 Mio. Euro), was vorwiegend auf Veräußerungen von Unternehmen zurückzuführen ist. Der freie Cashflow lag bei 19 Mio. Euro (Vorjahr: minus 87,3 Mio. Euro). Der verwässerte Gewinn je Aktie wird mit 3,26 Euro angegeben, was sich definitiv sehen lässt. Naturgemäß kann auch dieser Wert von Jahr zu Jahr stark schwanken – je nachdem, wie viele Verkäufe Aurelius realisiert.

Aurelius mit voller Übernahme-Pipeline?

Wir sehen also, dass die Finanzkennzahlen für ein coronabedingtes Krisenjahr nicht allzu schlecht ausfallen. Nach Bekanntgabe dieser Ergebnisse ist die Aurelius-Aktie auch etwas vom Markt belohnt worden. Dadurch konnte sie wenigstens ein wenig Schadensbegrenzung betreiben; das Minus im Vergleich zum Niveau von vor einem Jahr ist dennoch erheblich. In meinen Augen ist das allerdings eine Chance für langfristig orientierte Anleger, sich genauer mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

Wie bereits erwähnt, gehören Krisen einfach zum täglichen Brot von Aurelius. Vor allem im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld kämpfen viele Unternehmen um das Überleben. Einige Großkonzerne müssen Sparmaßnahmen einleiten und sich von Randgeschäften trennen. Im Grunde genommen ist dies das ideale Umfeld für Aurelius, um attraktive Übernahmen zu tätigen. Daher erwartet die Beteiligungsgesellschaft eine stark zunehmende Kauf-Pipeline für attraktive Zukäufe innerhalb der nächsten Monate. Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Markus äußert sich wie folgt dazu:

Wir sind finanziell und operativ sehr robust aufgestellt und daher gut dafür gerüstet, die langfristigen Folgen dieser Krise zu meistern und aus unserer Position auch weiter nachhaltig zu wachsen.

Bewertung der Aurelius-Aktie

Ja, der Chartverlauf der Aktie schreckt ab. Aber ich investiere nicht in Aktien, sondern in Unternehmen. Und aus dieser Perspektive sehe ich ein gut aufgestelltes Unternehmen, das hervorragende Chancen in dem aktuellen Marktumfeld nutzen kann.

Der NAV (Net Asset Value) je Aktie von Aurelius liegt gegenwärtig bei 31,19 Euro. Dadurch ergibt sich ein Kurs-NAV-Verhältnis von nur 0,54 (Schlusskurs 08.09.2020, maßgeblich für alle Berechnungen). Mit liquiden Mitteln in Höhe von 394,5 Mio. Euro verfügt Aurelius darüber hinaus über tiefe Taschen für kommende Übernahmen. Auch weitere Unsicherheiten oder Rückschläge durch das Coronavirus können dadurch abgefedert werden.

In meinen Augen ist die Aurelius-Aktie daher unterbewertet, weshalb ich sie auch weiterhin mit Freude halte und sogar überlege, nachzukaufen. Rote Flaggen kann ich trotz der günstigen Bewertung nicht erkennen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von AURELIUS. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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