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Warren Buffett investiert in Cloud-Start-up! Was sich daraus lernen lässt

Warren Buffett
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Warren Buffett war in meinen Augen stets ein berechenbarer Investor. Sein Motto: Top-Qualität zu fairen Preisen. Rational, intelligent, pragmatisch.

Als Stimme der Vernunft verweigerte er sich vor der Dotcom-Krise undurchschaubaren IT-Start-ups. Die Geschichte gab ihm recht. Damals fiel das Kartenhaus zusammen.

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Warren Buffett investiert nur in Geschäftsmodelle, die er versteht. Das kann man respektiert.

Trotzdem gingen ihm Aktien wie die von Amazon (WKN: 906866) lange Zeit durch die Lappen. Konsumgüter und Finanztitel waren offenbar eher sein Ding.

Doch offenbar scheint Warren Buffett seine Neigungen geändert zu haben. Wie kürzlich bekannt wurde, will sich Buffetts Holding Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) mit rund 550 Millionen US-Dollar an dem Cloud-Start-up Snowflake beteiligen. Aber es wird noch besser: Der Börsengang von Snowflake steht noch aus!

Verrückt? Vielleicht. Intelligent? Auf jeden Fall!

Was ist nur mit Warren Buffett los?

550 Millionen US-Dollar! Das klingt nach viel Geld, ist für die Verhältnisse eines Warren Buffett aber nicht der Rede wert. Allein die Bargeldreserven von Berkshire Hathaway haben sich im Laufe der Jahre zu einem Berg von über 100 Milliarden US-Dollar aufgetürmt.

Doch es geht ums Prinzip. Würde Warren Buffett nur 5 US-Dollar in ein Geschäftsmodell investieren, das er nicht durchschaut? Vermutlich nicht!

Im Fall von Snowflake muss man sich wundern. Hat sich die Börsenlegende heimlich zum IT-Experten weitergebildet?

Vielleicht! Aber zum Glück ist das bei Snowflake gar nicht nötig. Das Geschäftsmodell ist aus meiner Sicht ebenso so leicht zu verstehen wie das von Amazon.

Ein Geschäftsmodell wie für Warren Buffett gemacht

Snowflake ist erst seit rund acht Jahren im Geschäft. Das Unternehmen aus Kalifornien bietet eine cloudbasierte Plattform, auf der Unternehmen ihre Daten speichern und analysieren können.

Selbst Warren Buffett wird verstanden haben, dass solche Lösungen für Unternehmen sehr attraktiv sind. Schließlich spart man sich so hohe Investitionen in die hauseigene IT-Infrastruktur.

Der Clou: Die Plattform von Snowflake lässt sich mit praktisch allen großen Cloud-Anbietern verknüpfen. So können Kunden ihre bereits vorhandene Cloud-Infrastruktur auf Amazon Web Service, Google (WKN: A14Y6F) Cloud oder Microsoft (WKN: 870747) Azure einfach mitnehmen.

Der Erfolg spricht für Snowflake. Mehr als 2.000 Kunden konnte das Start-up bereits gewinnen. Darunter befinden sich auch allseits bekannte Giganten wie Adobe (WKN: 871981) und Netflix (WKN: 552484).

Wie sich das Geschäft für Snowflake langfristig entwickeln wird, ist derzeit schwer abzuschätzen. Klar ist allerdings, dass Snowflake bisher Venture-Kapital in Höhe von beinahe 1 Milliarden US-Dollar einsammeln konnte (Stand: Februar 2020). Unter anderem auch von dem berühmt-berüchtigten Venture-Kapitalgeber Sequoia Capital. Der hatte in der Vergangenheit eine außergewöhnlich gute Nase für aussichtsreiche Start-up-Ideen. Youtube, WhatsApp, Instagram und viele weitere Einhörner der jüngeren Start-up-Geschichte hat Sequoia Capital mit hochgezogen.

Man kann alles kaufen, was man versteht

Ist dieser Deal nun verrückt oder intelligent? In meinen Augen fällt diese Investition klar in die Kategorie „Schaufelverkäufer“. Nach dem alten Witz, dass in einem Goldrausch nicht die Goldgräber reich werden, sondern vor allem die Schaufelverkäufer.

Mit Snowflake ist es ähnlich. Warum in Netflix investieren, wenn man auch das Unternehmen kaufen kann, das die IT-Infrastruktur von Netflix (und noch vielen anderen) liefert?

Ein solches Geschäftsmodell kann man verstehen, selbst wenn man kein IT-Experte ist. Wenn man offen ist. Auch für Branchen, die einem eigentlich nicht liegen.

Insofern ist die jüngste Investition von Warren Buffett ein Lehrstück für alle Anleger. Biotech? Chiphersteller? Software-Experten? Ja, viele Branchen sind für den Laien kaum zu erfassen.

Doch wer sich nur auf seine Lieblingsecken fokussiert, kann schnell einmalige Gelegenheiten verpassen. Kapital wird überall gebraucht. Gerne an Orten, die man leicht übersieht, obwohl die Chancen klar auf der Hand liegen.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Adobe Systems, Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Berkshire Hathaway (B-Aktien), Microsoft und Netflix und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon, Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Long Januar 2021 $85 Calls und Short January 2021 $115 Call auf Microsoft.

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