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Gazprom & Nord Stream 2: Baustopp immer wahrscheinlicher?

Der Bau von Nord Stream 2 gerät immer mehr unter Beschuss. Zunächst sind es die USA gewesen, die sich mit Hand, Fuß und Sanktionen gegen den Bau gewehrt haben. Allerdings hat sich die Ausgangslage in den letzten Tagen bedeutend verschlechtert.

Neben den USA gehören jetzt auch deutsche und europäische Politiker zu den Kritikern des Projekts. Anlass hierfür ist der offenbar inzwischen bestätigte Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Nawalny. Das hat die Beziehungen zwischen Europa und Russland beziehungsweise Deutschland und Russland zuletzt ordentlich belastet.

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Kurzfristig ist bereits von einem zweijährigen Baustopp die Rede gewesen. Ein Szenario, das möglicherweise immer wahrscheinlicher wird. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren jetzt zum aktuellen Sach- und Diskussionsstand wissen sollten.

Merkel: Nichts sollte ausgeschlossen worden

Es sind zunächst vor allem vorschnelle mögliche Reaktionen im Kontext von Nord Stream 2 gewesen, die publiziert worden sind, allerdings nicht von der Regierung bestätigt worden sind. Auch jetzt liegen bloß einige Optionen auf dem Tisch. Jedoch scheint es, als würde vonseiten der deutschen Regierung jetzt keine Option mehr kategorisch ausgeschlossen werden.

Wie mehrere Medien, unter anderem der Newsticker von Focus Online, zum Anfang der Woche berichtet haben, habe sich Bundeskanzlerin Angela Merkel den zuletzt eher kritischen Worten des Außenministers angeschlossen. Demnach sei es ihrer Ansicht nach falsch, etwas auszuschließen, so Regierungssprecher Stefan Seibert.

Ein klares Lippenbekenntnis zu Nord Stream 2 sieht anders aus und der Druck dürfte in Anbetracht solcher Äußerungen steigen. Wobei fraglich ist, inwieweit Russland und der Kreml den Druck handeln kann. Beziehungsweise, ob es zu einer von der EU und Deutschland forcierten Aufklärung des Sachverhalts um Nawalny wirklich kommen wird.

Nord Stream 2: Baustopp als seichte Option?

Ein Baustopp könnte dabei eine Maßnahme sein, die wie eine Sanktion wirkt, zumindest kurzfristig. Allerdings kaum einen größeren langfristigen Schaden anrichten würde. Oder, anders ausgedrückt: Zumindest keinen Schaden, den man nicht wieder rückgängig machen könnte. Nord Stream 2 würde unter dieser Prämisse lediglich nur pausiert und nicht begraben werden.

Auch Deutschland und die Bundesregierung dürften sich schließlich bewusst sein: Von irgendwoher müssen fossile Brennstoffe kommen, um Energiesicherheit zu gewährleisten. Wenn russisches Erdgas nicht gewollt ist und US-amerikanisches in Anbetracht der jetzigen Situation ebenfalls nicht, dann wird die Auswahl enger.

Zudem, und auch das sollten wir bei der Diskussion bedenken: Durch Nord Stream 1, eine weitere russisch-deutsche Pipeline, wird weiterhin Erdgas in die EU und nach Deutschland geliefert. Nord Stream 2 jetzt zu torpedieren führt daher nicht zu einem Abbruch der Geschäftsbeziehungen mit Russland. Nein, sondern es wäre einfach bloß ein Ausrufezeichen um des Statements willen. Aber ist das in der jetzigen Situation angebracht?

Keine guten Vorzeichen für Nord Stream 2 …?

Fest steht jedenfalls: Der Fall Nawalny hat die Beteiligten (zu Recht!) ins Wanken gebracht, vor allem was die Zukunft von Nord Stream 2 angeht. Fest steht allerdings auch: Deutschland und die EU benötigen fossile Brennstoffe und die Bezugsquellen sind vergleichsweise rar. Über Nord Stream 1 wird außerdem weiterhin Erdgas in die EU importiert.

Trotzdem steht der Aktie von Gazprom (WKN: 903276) aufgrund der Causa eine unsichere Zeit bevor, bei der viele Optionen auf dem Tisch liegen. Welchen Weg Deutschland und die EU gehen werden? Ein mit viel Unsicherheit verbundenes Fragezeichen, das für Belastungen sorgen könnte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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