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Volkswagen wird in ein paar Jahren besser sein als Tesla!?

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Volkswagen möchte Tesla (WKN: A1CX3T) beim Bau von Elektroautos mittelfristig überholen. Das sind Schlagzeilen, die in den Zeitungen nach einem Interview des VW-Betriebsratschefs Bernd Osterloh mit der Welt am Sonntag erschienen.

Konkret rechnete er vor, dass Tesla in drei Fabriken mit einer Kapazität von 300.000 bis 500.000 Autos zusammengerechnet zwischen 900.000 und 1,5 Millionen Stück ausstoßen könnte.

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Das sei ein Ziel, welches der mittlerweile weltweit führende Hersteller von Automobilen, Volkswagen (WKN: 766400), bis zum Jahr 2023 ebenfalls erreichen möchte – wahrscheinlich aber schon früher, so der Betriebsratschef.

Und auch bei der Software könnte der etablierte Wolfsburger Automobilkonzern dem Elektropionier Tesla mittelfristig die Stirn bieten. Zwar habe Tesla bei seiner Software einen Frühstarter-Vorteil, die konzerneigene car.Software.org sei aber auf einem guten Weg, den Anschluss zu finden. Sollte dies der Fall sein, so könnte Volkswagen innerhalb kürzester Zeit viel mehr Daten auf der Straße sammeln als Tesla.

Ob es sich hierbei nur um ein „Sprücheklopfen“ handelt oder um eine objektive Einschätzung, das wird natürlich erst in der Zukunft entschieden. Dem Aktienkurs der VW-Stammaktie hat die Meinung des Betriebsratschefs zumindest gutgetan. Sie stieg im laufenden Handel um über 3 % auf 156 Euro (Stand: 07.09.2020, 13:51 MEZ).

Tesla-Aktie langfristig um Längen besser als die Volkswagen-Aktie

Im langfristigen Vergleich ist der letzte Kursanstieg allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn Tesla ist mit der unglaublichen Kursrally seiner Aktie über die letzten Jahre zu dem mit Abstand am höchsten bewerteten Automobilhersteller der Welt aufgestiegen. Dabei gibt es deutlich mehr als zwei Gründe, warum die Tesla-Aktie der Konkurrenz davonfährt.

Investoren bewerten Tesla nun mit einer Marktkapitalisierung von über 300 Mrd. Euro (Stand: 07.09.2020). Volkswagen kommt hingegen nur auf einen Wert von 76,5 Mrd. Euro (Stand: 07.09.2020). Dieser Vergleich zeigt, dass Investoren der Tesla-Aktie noch viel zutrauen.

Teslas Wettbewerbsvorsprung gegenüber Volkswagen zeitlich begrenzt?

Das Tesla mit seinem Elektroauto einen zeitlich begrenzten Vorsprung hat, ist einigen Investoren klar. Schließlich ist der Elektroantrieb kein neues Weltwunder. Und auch eine Software ist kein Geniestreich eines Ausnahmetalents.

Es ist daher nicht verwunderlich, warum der Tesla-Chef Elon Musk so stark auf das Gaspedal drückt, um den Massenmarkt zu erobern. Die Wettbewerbsvorteile können nämlich schnell durch die Marktmacht der etablierten Hersteller wieder eingeholt werden – so sehen es zumindest einige.

Viel entscheidender für Tesla ist es, nicht nur schnell einen großen Marktanteil zu bekommen, sondern auch seine Innovationsfähigkeit hochzuhalten. Dies könnte dem Elektroautobauer schließlich seine führende Position im Markt festigen – ähnlich wie es Apple im Premium-Smartphone-Segment gelungen ist.

Tesla sorgt für Ausweitung der Produktion

Objektiv gesehen sorgt Tesla in der Automobilwelt für eine Ausweitung der Produktionskapazitäten. Grundsätzlich sollte dies von der Angebotsseite her für eine Verschiebung der Angebotskurve sorgen.

Für die produzierenden Automobilhersteller sind das schlechte Nachrichten, denn wenn sich die Nachfrage nicht erhöht (mal abgesehen von der Nachfrageverschiebung zum E-Auto), dann sehen sie sich mit fallenden Automobilpreisen konfrontiert.

In Summe könnte dies dazu führen, dass ertragsschwache Automobilhersteller vom Markt verschwinden oder sie mit anderen zu einer größeren Einheit fusionieren. Einen solchen Trend sehen wir bereits seit Jahren.

Tesla könnte hier natürlich den Vorteil besitzen, mit seinen neuen Produktionskapazitäten eine äußerst effiziente Produktion aufgebaut zu haben, die es ermöglicht, ein zukunftsträchtiges Automobil zu geringen Stückkosten herzustellen.

Wie dem auch immer sein mag, mit einer Marktkapitalisierung, die mehr als viermal so hoch ist wie die von Volkswagen, wird eine Menge Vorschuss gewährt. Am Ende muss aber jeder Fool für sich selbst die Entscheidung treffen, ob diese Bewertung gerechtfertigt ist. Ich für meinen Teil bleibe dem erst mal fern.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Tesla.

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